Führung über den Friedhof

Kunstwerke auf dem Friedhof, besondere Grabstätten und die manchmal tragischen Geschichten dazu sind Themen einer Führung am Sonntag, 6. November 2016, um 15 Uhr mit Dr. Margit Berwing-Wittl, Theresia Kral und Ortsheimatpfleger Günther Plößl.

Anfang November beginnt die „staade Zeit“ und man richtet überall die Gräber für den bevorstehenden Winter her. Der große Festtag „Allerheiligen“ erinnert an alle Verstorbenen einer Familie und alle Heiligen der katholischen Kirche. Dies ist auch eine gute Gelegenheit, sich bei einem Rundgang über den Friedhof einmal mit der Geschichte der Stadt, ihrer Familien und ihrer Künstler zu beschäftigen und dabei Wissenswertes zu entdecken, das so in keinem Geschichtsbuch zu finden ist.

Am Sonntag nach Allerheiligen, dem 6. November 2016, findet um 15 Uhr eine Führung über das Burglengenfelder Friedhofsgelände statt, bei der Museumsleiterin Dr. Margit Berwing-Wittl, Stadtführerin Theresia Kral und Ortsheimatpfleger Günther Plößl erzählen und erklären, was es mit den figürlichen Gräbern auf sich hat, die der bedeutende Bildhauer Karl Bornschlegel und sein Sohn Franz geschaffen haben, welche Bräuche und Symbole mit teils mittelalterlichem Ursprung rund um Begräbnis und Totenkult früher praktiziert wurden und welche Geschichten sich um einzelne Lengfelder Persönlichkeiten und Familien ranken. Manche wollten ihren Reichtum nicht nur im Leben, sondern auch nach dem Tod mit prächtigen Grabstätten demonstrieren, andere – wie die Opfer der Weltkriege und des Nationalsozialismus – mahnen an die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt.

Die Burglengenfelder Sepulchralkultur, wie der Fachbegriff heißt, reicht bei der Urpfarrei St. Georg auf der Wieden bis ins frühe 9. Jahrhundert zurück – die ältesten Epitaphe in der Nebenkapelle St. Anna stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Aber auch in der jüngeren Vergangenheit sind interessante Grabstätten geschaffen worden. Das dabei verwendete Material, die Bepflanzung, die Aufschriften und die manchmal tragischen Geschichten, die sich dahinter verbergen – all das kann man auf der 1,5-stündigen Führung erfahren.

Wenn es oft heißt „Der Tod gehört zum Leben“, dann zeigt sich dies besonders deutlich Anfang November, wenn die Familien an Allerheiligen und Allerseelen der Verstorbenen gedenken. Dr. Margit Berwing-Wittl, Stadtführerin Theresia Kral aus Maxhütte-Haidhof und der Burglengenfelder Ortsheimatpfleger Günther Plößl wissen viele interessante Details zu den Gräbern und erläutern den Teilnehmern historische Bräuche und Rituale sowie die Geschichten der Bürger, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Die Friedhofsführung findet am Sonntag, 6. November 2016, um 15 Uhr statt; Treffpunkt ist vor dem Haupteingang des Friedhofs. Die Führung kostet pro Person drei Euro. Anmeldung ist nicht erforderlich, alle Interessenten sind herzlich eingeladen.