Fußball-Bezirk Oberpfalz tagt am 12. März

Amberg. (BFV) Der Oberpfälzer Bezirkstag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) schließt den Reigen der Neuwahlen in den Fußballbezirken Bayerns ab. Am Montag, 12. März 2018 ab 19 Uhr tagen die Delegierten im Amberger Congress-Centrum und werden eine neue Führungsmannschaft wählen. Der Stabwechsel an der Spitze des Fußballbezirks Oberpfalz war schon länger geplant. Er kam auf tragische Weise anders als vorbereitet. Durch den plötzlichen Tod des langjährigen Bezirks-Vorsitzenden Maximilian Karl im Oktober des vergangenen Jahres übernahm der bisherige Bezirks-Spielleiter Thomas Graml (Amberg) kommissarisch das Amt und wird sich erstmals zur Wahl stellen.

 

Als Bezirks-Spielleiter bewirbt sich Christian Wolfram (bisher Jugendgruppen-Spielleiter) aus Weiden. Einen Wechsel wird es auch auf der Position der Vorsitzenden des Bezirks- Frauen- und Mädchenausschusses geben. Hier kandidiert Kerstin Costa aus Weiding (bisher Beisitzerin im Frauen- und Mädchenausschusses) als Nachfolgerin von Frieda Bauer. Zudem scheidet das bisherige U30-Mitglied Dennis Martin (Grafenwöhr) altersbedingt aus, da dieser Funktionär zum Wahlzeitpunkt unter 30 Jahre alt sein muss. Als Nachfolger stellt sich Daniel Vöhringer (Köfering bei Regensburg) zur Wahl. Eine Konstante dagegen bleibt der Bezirks-Jugendleiter. Hier tritt erneut Karl Fenzl (Weiden) an. Der bereits wiedergewählte Bezirks-Schiedsrichterobmann Andreas Allacher (Schwandorf) soll durch den Bezirkstag bestätigt werden.

Folgende Funktionäre werden dem BFV-Präsidium zur Berufung vorgeschlagen: Josef Wein (Schmidmühlen) als Vorsitzender des Bezirks-Sportgerichts, Rainer M. Rößler (Bernhardswald) als Vorsitzender des Bezirks-Jugend-Sportgerichts (neu für Franz Steinbach), Johann Dammer (Schwarzhofen) als Bezirks-Seniorenspielleiter, Reinhard Rengsberger (Wiesent) als Bezirks-Ehrenamtsreferent (neu für Barbara Beer), Martin Gradl (Schwandorf) als Beauftragter Schulfußball und Timmy Joe Schlesinger (Vohenstrauß) als Bezirks-Onlinebeauftragter. Bei der Talkrunde zu Beginn des Bezirkstages ist durch die sportliche Berg- und Talfahrt beim FC Amberg, dem Stellenwert der über 140.000 Fußballer für den BLSV in der Oberpfalz und die große Bundesliga-Welt aus der Sicht eines Schiedsrichter-Assistenten für Gesprächsstoff gesorgt.

Moderator Andreas Hahn hat Oberbürgermeister Michael Cerny (Amberg), den Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Landes-Sportverbandes Hermann Müller (Amberg) und den FIFA-Schiedsrichterassistenten Eduard Beitinger (Regensburg) zu Gast. Im Rahmen des Bezirkstages übergeben Vertreter der BFV-Sozialstiftung einen Scheck in Höhe von 5000 Euro an den SV Michaelpoppenricht, deren Gerätelager im vergangenem September ein Raub von Flammen geworden ist. In Amberg wird auch mit Spannung die Rede des BFV-Präsidenten und 1. DFB-Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch erwartet. Darin wird er unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball eingehen.

Im Fokus stehen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind. Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen werden den Teilnehmern wie schon bei den Kreistagen durch BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher ausführlich dargelegt.

Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatte in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. Der BFV legt dem Bezirkstag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar. Bis eine Woche vor dem Bezirkstag können die Vereine Anträge beim Bezirks-Vorsitzenden einreichen. Zudem sind die Delegierten aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern.

Wie schon auf den Kreistagen wird die Frage gestellt, ob es einem Spieler des jüngeren A-Junioren-Jahrgangs mit Vollendung des 18. Lebensjahres zukünftig wieder ermöglicht werden soll, dass er in Herren-Mannschaften eingesetzt werden kann? Zudem wird abgefragt, ob eine Sperre von einem Meisterschaftsspiel nach einer Gelb/Roten-Karte auf Bezirksebene eingeführt werden soll. Neben den auf den drei Kreistagen gewählten Delegierten, haben beim Bezirkstag die Vertreter der Vereine aus der 2. Bundesliga, der Bayernligen, der Landesligen (jeweils Herren und Frauen) und der Bezirksligen der Herren sowie fünf von den Vereinen der Bezirksoberliga der Frauen benannte Vertreter eine Stimme. Stimmberechtigt sind zudem Funktionäre aus den verschiedenen oberpfälzer BFV-Ausschüssen.