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Geschichten aus dem Eisengau

Geschichten aus dem Eisengau

2 Minuten Lesezeit (370 Worte)

Noch pfeift der Wind durch das alte Tor, eine Gasheizung bemüht sich redlich um Wärme. Der Steinstadel aber, dessen denkmalgerechte Sanierung Birgit Rieder und Willi Schmid sich mit der Torhaus-Sanierung im Hirschwald auf die Fahnen schrieben, konnte Premiere feiern. Als Teil des historischen Ensembles zur Nutzung für kulturelle Zwecke gedacht, war am Freitag bei der ersten Veranstaltung zur Vorstellung des neuen Eisengau-Sonderbandes in den Stadel eingeladen.„Geschichte und Geschichten aus dem Naturpark“ sei der Band überschrieben, freute sich der Naturpark-Vorsitzende Markus Dollacker, der im vollbesetzten Stadel auch viele Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden begrüßen konnte. „Mehrere Autoren des Sonderbands werden heute Abend für Sie lesen, jedoch nicht aus diesem Band sondern aus ihrem weiteren Repertoire,“ so Kreisheimatpfleger Dieter Dörner und schmunzelte „… denn den Sonderband sollen Sie ja erwerben“. Naturpark-Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager führte in die vier Hauptaufgaben des Naturparks „nachzulesen in meinem Vorwort“ ein. Ihr Dank gelte Ortsheimatpfleger Josef Schmaußer, der die Anregung zu diesem Sonderband gegeben habe, Kreisheimatpfleger Dieter Dörner für Koordination und Redaktion und im Besonderen allen Autoren, „die noch viel im Ärmel haben“.

Und dann ging es Schlag auf Schlag: Josef Schmaußer erzählte dialektssicher die im Wirtshaus aufg’schnappte wahre Geschichte vom allerersten Unfall­ in Inzelsberg. Warf dabei die Frage auf „wia kann ma in so an kloan Dörfl mit vier Häusern an Unfall hom?“ und setzte mit der „G’schicht vom ausg’liehanen Kirwabärn“ noch eins drauf. Ines Kämmler warf einen Blick auf Handwerk und Zünfte, stieg tief in Erleben und Gedanken eines Hohenburger Braumeisters ein. Bei der Lesung von Hubert Haas aus Rieden stand der verschwundene Weiler Volkreiching im Mittelpunkt, „der zur Pfarrei Vilshofen gehörte, 1336 noch vier Höfe zählte, seit 1676 bereits verlassen war“. Erst seit zehn Jahren gebe es im über 1000-jährigen Ebermannsdorf einen Historischen Verein, so Bürgermeister Josef Gilch. Da könne die Aussage „Wos, mir hom Hügelgräber, mir hom doch noch hia oa g’habt“ kaum erstaunen,“ so Gilch.

Mit einem Exkurs zu den Themen Landwirtschaft, Wohnen, Essen und Trinken, Hygiene sowie die medizinische Versorgung in früherer Zeit, schloss Dieter Dörner den Kreis der Lesungen. Willi Schmid, der noch viel über die Geschichte Hirschwalds mit dem ehemaligen Jagdschloss (Dieter Dörner: „Doch mehr Lustschloss) und die Sanierung des Torhauses mit Stadel zu berichten wusste, lud zu Häppchen und Getränken ein.

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