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Schleiereule---Clausen-Hans-_LBV-Bildarchiv Die gefährdete Schleiereule frisst gern Feldmäuse. Bild: © Hans Clausen, LBV Bild-Archiv

Gesucht: Die Schleiereule - Wo gibt es sie noch im Landkreis?

3 Minuten Lesezeit (556 Worte)

Die Schleiereule ist etwa taubengroß, jedoch mit deutlich längeren Flügeln. Sie erreicht eine Spannweite von knapp einem Meter. Auffallend ist ihr herzförmiger Gesichtsschleier, der auch zu ihrem Namen geführt hat. Sie trägt keine Federohren wie der Uhu. Die Schleiereule ist ein Kulturfolger, der sich eng an menschliche Siedlungen angeschlossen hat.


Sie ist die einzige Eule, die in unseren Breiten ausschließlich in menschlichen Siedlungen und von Menschen errichteten Gebäuden sowohl ihren Tageseinstand als auch ihren Nistplatz hat. Zum Jagen braucht sie offenes Gelände wie zum Beispiel am Rand von Siedlungen oder entlang von Straßen und Wegen. Die Nahrung der Schleiereule besteht hauptsächlich aus Feldmäusen.

Zeno Bäumler vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) wollte schon länger wissen, an welchen Orten es im Landkreis Schwandorf noch Schleiereulen gibt. Eine Gruppe von Aktiven der Kreisgruppe machte sich deshalb an die Arbeit. Erste Anlaufstelle für den LBV-Kreisvorsitzenden war Josef Wittmann vom Bayerischen Bauernverband. Zeno Bäumler erklärt: „Manche Landwirte erinnern sich noch an Schleiereulen auf ihren Höfen. Das Fehlen von Nistmöglichkeiten, die vor Mardern und Katzen sicher sind, ist ein großes Problem. Diese wollen wir den Schleiereulen in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Bauernverband und Landwirten anbieten." Josef Wittmann ergänzt: „Die Mäusebestände haben sich aufgrund des Klimawandels auf den Wiesen deutlich erhöht, und damit verbunden auch die Fraßschäden an der Grünlandnarbe. Schleiereulen können hier zur Regulierung der Mäusebestände beitragen. Die Aufstellung von Kästen für die Schleiereulen ist eine ‚win-win-Situation' für alle Beteiligten." Auch der Naturparkverein Oberpfälzer Wald und die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Schwandorf unterstützen das Projekt. Sie bitten um Mithilfe bei der Suche nach der Vogelart und um Interessenten, die der gefährdeten Eule ein Zuhause anbieten können.

Wer Interesse und Platz für einen Schleiereulenkasten hat, kann sich gerne direkt an Zeno Bäumler per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder mobil unter 0160 7640817 wenden. Die LBV-Kreisgruppe Schwandorf gibt die speziellen Kästen kostenlos ab und bringt sie auch fachmännisch an. Kaum eine Vogelart ist so unmittelbar vom Vorhandensein geeigneter Brutplätze abhängig wie die Schleiereule.

Gebietsbetreuerin Birgit Simmeth wirbt: „Helfen Sie mit und schaffen Sie für die Schleiereule geeignete Brutplätze. Sie nisten gerne in Scheunen, Stadeln oder Dachgiebeln von Bauernhöfen. Wenn eine Einflugmöglichkeit ins Gebäude vorhanden ist, kann dahinter ein großer Nistkasten für die Schleiereule aufgehängt werden. Mit etwas Glück können Sie die schönen Vögel bald aus der Nähe beobachten." Wer eine Schleiereule sichtet, kann dies der Gebietsbetreuerin unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 09431 471-677 melden. Dabei sollten Ansprechpartner, Fundort (Ortschaft, Flurstück oder Straße/Hausnummer) und das Jahr der Beobachtung (auch alte Funde sind von Interesse) genannt und der Fundort beschrieben werden. Falls vorhanden, wäre ein Foto als sicherer Beleg natürlich von großem Interesse.

Weitere Informationen finden sich unter

https://www.lfu.bayern.de/natur/sap/arteninformationen/steckbrief/zeige?stbname=Tyto+alba

https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/schleiereule/

https://praxistipps.lbv.de/praxistipps/turmfalken-und-schleiereulen-ansiedeln.html
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