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"Glück auf, Glück auf" zum Jahresschluss des Knappenvereins

3 Minuten Lesezeit (577 Worte)

Mit einer Mettenschicht und dem Heinrich-Korn-Gedächtniskonzert beschloss der Knappenverein das diesjährige Knappenjahr. Einen bunten Melodienreigen brachte die Bergmannskapelle zu Gehör. Mehrere Musiker wurden für ihr langjähriges Engagement vom Nordbayerischen Musikbund ausgezeichnet.

Mit einer kleinen Andacht wurde in der Pfarrkirche die Mettenschicht eröffnet. Pfarrer Christoph Melzl erinnerte an den alten Brauch der Bergleute, die sich bei der letzten Schicht vor dem Heiligen Abend trafen und Bergmanns- als auch Weihnachtslieder sangen. Ihre Premiere feierte „4eeerBlech", eine kleine Formation der Bergmannskapelle mitMatthias Ippisch, Andreas Königsberger sowie Roland und Julian Kerschner. Fritz Falter sprach ein Knappengebet und in den Fürbitten betete man für die Bergleute auf der ganzen Welt um eine täglich sichere Heimkehr. Bei Fackelschein und mit musikalischer Begleitung marschierten die Knappen und die Andachtsbesucher zur Sporthalle. Hier erwarteten die Gäste deftige Mettenwürste mit Kraut und Kesselfleisch.

Bevor die Bergmannskapelle den Konzertabend eröffnete, begrüßte Jürgen Müller die zahlreichen Besucher als auch die Familie Korn. Der Bergbau, die Bergbautraditionen und das bergmännische Liedgut sind untrennbar miteinander verbunden. „Das mittlerweile achte Heinrich-Korn-Gedächtniskonzert hat sich dank der hervorragenden Leistungen unserer Bergmannskapelle und Ihrem sehr geschätzten Interesse zu einer hochqualifizierten Veranstaltung etabliert", betonte der Sprecher. Für die Kumpel im Ruhrgebiet auf der ZecheProsper Haniel in Bottrop wird es am 21. Dezember die allerletzte Schicht verfahren. Es wird die letzte Tonne Steinkohle gefördert. Damit endet die deutsche Steinkohlenära und wir sollten uns solidarisch zeigen und den dortigen Bergleuten auch unser diesjähriges Konzert widmen", meinte der Knappenvereinvorsitzende.


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Eine Premiere gab es auch für Armin Kraus, Landesvorsitzender der Bayerischen Bergmanns-, Knappen- und Hüttenmännischer Vereine. Er wollte sich die Veranstaltung der Wackersdorfer Knappen nicht entgehen lassen. In einem Grußwort hob Kraus die hiesigen Bergleute und die bergmännischen Traditionen hervor. „Sie haben die Oberpfalz auf unverwechselbare Weise geprägt und diese Prägung wirke auch noch weiter", so der Landesvorsitzende. Grußworte sprachen auch die beiden Bürgermeister Thomas Falter und Harald Bemmerl. „Der Zuspruch zum Gedächtniskonzert ist ungebrochen", sagte „Bergbau-Landrat" Jakob Scharf, wie er seit jüngster Zeit genannt wird. „Mit der Anrede fühle ich mich geschmeichelt, weil ich mich der Pflege der bergmännischen Tradition im ganzen Landkreis wirklich verpflichtet fühle", unterstrich der Landkreisvertreter. „Die Braunkohle ist in Deutschland zu einem Unwort gekommen und nicht wenige verteufeln diese Art der Energiegewinnung. Es ist sicher unbestritten, dass der Ausstieg aus der Braunkohle kommen muss und kommen wird auch wenn man verkennt, dass viele Arbeitsplätze verloren gehen, ähnlich wie es 1982 im Raum Wackersdorf geschah", meinte Jakob Scharf.

„Zeitlos" hieß das Motto des 8. Heinrich-Korn-Gedächtniskonzerts, das die 20-köpfige Bergmannskapelle mit ihrem Dirigenten Andreas Königsberger anschließend zu Gehör brachte. Mit dem „Graf Mercy Konzertmarsch" ging es beeindruckend los. Die Musikerinnen und Musiker spielten in den folgenden zwei Stunden Polka, Walzer und Märsche. Extra-Beifall gab es für das Gesangsduo Roland und Julian Kerschner sowie für den ersten Trompeter Tobias Zeitler mit dem Solo „Weinende Trompete".

Im Rahmen des Konzertabends nahm Georg Schmid, der stellvertretende Kreisvorsitzende vom Nordbayerischen Musikbund auch einige Ehrungen vor und zeichnete Musikerinnen und Musiker für ihr Engagement aus. Für zehn Jahre aktives Musizieren wurde Philipp Neumann sowie Julian und Roland Kerschner eine Anstecknadel überreicht. Dank für die Präsenz nach Außen wurde Yvonne Huber, Matthias Ippisch, Florian Janker, Alfred und Bernhard Kerschner sowie Roman Kick für 15 Jahre Musizieren zuteil. Mit der Ehrennadel in Silber wurde schließlich Andreas Königsberger für 20 Jahre ausgezeichnet. Nach der „Feierabendserenade" und dem Konzertmarsch „Jubelklänge" gab es als Zugabe noch die „Polkafreude" bevor die Knappen mit Geleucht in die abgedunkelte Halle einmarschierten. Zum Abschluss sang man gemeinsam das Steigerlied.

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