Foto-Graskarpfen Marco Mulzer, Thomas Forster und Bürgermeister Rudolf Seidl beim Einsetzen der Graskarpfen (von links)

Graskarpfen schwimmen im Teich beim Stadtpark

2 Minuten Lesezeit (318 Worte)

Maxhütte-Haidhof. Seit kurzem leben im „Teich am Sauforst", dem Teich neben der Maximilian-Grundschule Maxhütte-Haidhof, zehn Graskarpfen (Amur). Die Graskarpfen stammen aus Oberweiherhaus in Schwandorf aus der Teichanlage Fischhof Mulzer und wurden von Marco Mulzer eingesetzt.


Bei den Fischen handelt es sich um den klassischen Graskarpfen, der als Biotopfisch eingesetzt wird. Den Namen "Graskarpfen" hat der Fisch deswegen bekommen, da so sein Nutzen als Algen- und Pflanzenfresser deutlich wird. Der Graskarpfen als Biotopfisch nutzt den Biomasseanteil im Teich als Nahrungsgrundlage und frisst beispielsweise Gräser, Schilf, Röhricht und Plankton. So stellt der Fisch eine gute Wasserqualität her.

„Zusätzlich zu dem Springbrunnen, der mit der Funktion des Sauerstoff-Einbringens eingesetzt wird, bilden die Graskarpfen die zweite wichtige Komponente, wenn es um eine gleichbleibend gute Wasserqualität geht. Indem die Fische die Gräser fressen, verbessern sie die Wasserqualität", so Bürgermeister Rudolf Seidl.

Mit Hilfe dieser Graskarpfen kann auf biologische Art und Weise der Teich und das Teichwasser gefiltert werden. Für Marco Mulzer ist es vor allem „in der heutigen Zeit wichtig, auf altbewährte Techniken zurückzugreifen, um Teiche in Stand zu halten, ganz ohne modernste Verfahrenstechnik oder Chemie". So bleibt die Gewässerstruktur auf biologische Art und Weise sauber und erhalten.

Hätte man beispielsweise im Sommer weder einen Springbrunnen noch Graskarpfen im Gewässer, würden viele Pflanzen und Kleinstlebewesen wachsen. Diese produzieren zwar unter tags Sauerstoff, nachts jedoch können die Pflanzen keine Photosynthese betreiben. So verbrauchen die Pflanzen in der Nacht den Sauerstoff, was dann die Gefahr birgt, dass das Sauerstoffverhältnis im Wasser nicht stimmt, das Gewässer zum Tümpel wird und ein Fischsterben eintritt.

Marco Mulzer nennt das Stichwort „Regionale Wertschöpfungsketten", da die Karpfen hier regional gezüchtet und regional an den Kunden vermarktet werden.

Mulzer beweist, dass nicht nur modernste Technik kommunale Gewässer in Schuss halten, sondern auch Biotopfische, wie die Graskarpfen.

Für alle Tierliebhaber dürfte interessant sein, dass diese Fische nicht wegen der schönen Optik in den Teich eingesetzt wurden, sondern einen wichtigen Bestandteil im Gewässer darstellen. 

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