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Bild-5-Fotograf-Stefan-Dirnberger Tauchroboter der Wasserwacht Hirschau, mit Fernbedienung und großem Bildschirm. Im Hintergrund das Einsatzleitfahrzeug. Bild: © Stefan Dirnberger

Große Sonarübung in der Oberpfalz

3 Minuten Lesezeit (511 Worte)

Wasserwachtler aus drei Landkreisen üben die Unterwassersuche.


Landkreise Schwandorf/Cham/Amberg-Sulzbach. „Über, auf und unter Wasser!" So hätte der Titel der Großübung von Wasserwacht Ortsgruppen aus drei Landkreisen am Eixendorfer Stausee zwischen Neunburg v. W. und Rötz lauten können. Aktive aus den Kreis-Wasserwachten Cham, Amberg-Sulzbach und Schwandorf waren gekommen, um dem Stausee im wahrsten Sinn des Wortes „auf den Grund zu gehen".

Suchaktionen im Wasser sind immer eine Herausforderung für Einsatzkräfte und für das eingesetzte Material. Schlechte Sicht, niedrige Wassertemperaturen psychische und physische Belastung und dann schlimmstenfalls auch noch Dauerregen, Schneefall oder eine dicke Eisschicht.

Dass es inzwischen auch anders geht haben die Aktiven der Wasserwacht am Eixendorfer Stausee jetzt geübt und demonstriert. Überwacht und unterstützt von einer Drohne mit Wärmebildkamera machte man sich daran, den Grund des Stausees mit Sonargeräten zu erfassen und zu erkunden. Die Sonargeräte der Ortsgruppen Auerbach, Cham und Teublitz spürten dabei mit ihrer auf Motorbooten stationierten Sonartechnik sowohl versunkene Straßenteile als auch Mauerreste auf, aber auch größere Fische waren mit geschultem Auge zu erkennen.

Ist ein Objekt mit dem Sonar einmal grob geortet stellt sich die Frage: „Was ist das genau? Ist es das gesuchte Objekt, oder die gesuchte Person?" Normalerweise müsste man an dieser Stelle bereits einen Taucher ins Wasser schicken, um abzuklären, was da genau im Sonar zu sehen ist. Heute schicken die Wasserwachtler aus Hirschau und Cham erst einmal Tauchroboter auf den Grund des Sees, um anhand der Kamerabilder zu entscheiden, ob jetzt doch ein Taucher ins Wasser muss. Zur Bergung von Gegenständen oder Personen braucht es am Ende immer noch die gut ausgebildeten und erfahrenen Rettungstaucher der Wasserwacht. Die Technik erleichtert zwar Vieles, kann aber nicht alles abnehmen. „Wir schonen aber mit der Unterwassertechnik unsere Einsatzkräfte, weil diese nicht so oft und so lange ins Wasser müssen!", so der Leiter der Großübung Stefan Dirnberger, der als Vorsitzender der Ortsgruppe Neunburg die Übung mit ortskundigen Kräften unterstützte.

Wenn Kamerabilder vom Grund des Gewässers direkt auf das Tablet des Einsatzleiters übertragen werden, dann kann dieser sehr zeitnah über die weiteren Schritte entscheiden. Manchmal hilft aber auch die modernste Technik nicht weiter, denn bei „Null-Sicht" -wie teilweise im Eixendorfer Stausee- stoßen auch Roboter an ihre Grenzen, da hilft am Ende nur noch der Tastsinn des Tauchers, der sich dann „blind" durchs Wasser tasten muss.

Gemeinsam mit den Vorsitzenden der Kreis-Wasserwachten Michael Schmid aus Amberg und Armin Schlüter aus Cham zog Stefan Dirnberger ein positives Fazit der gemeinsamen Übung. „Wir haben unsere Kräfte gebündelt und uns gegenseitig ergänzt. Das wird sicher nicht die letzte gemeinsame Aktion gewesen sein!"

Ganz nebenbei schauten die Verantwortlichen der Ortsgruppe Neunburg den Kameraden mit den Sonargeräten sehr genau über die Schulter, denn als nächste Investition steht ein Sonargerät auf der Wunschliste. Bei der Übung konnte man gleich mehrere verschiedene Geräte ausprobieren und vergleichen.

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Eine Einsatzkraft beim Steuern der Unterwasserdrohne Bild: © Stefan Dirnberger
Vom Wasser Richtung Yachthafen - Ein Einsatzfahrzeug mit Bootstrailer in der Slippstelle, mehrere Fahrzeuge im Hintergrund Bild: © Drohne der K-WW Amberg-Sulzbach

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