Hofer Konzerte - Auftakt mit I Zefiretti

„Großes Programm für einen kleinen Raum mit kleinem Publikum“, beschrieb Carolin Schmuck die 10. Hofer Konzerte. Anlässlich dieses kleinen Jubiläums wurde das Programm, die traditionellen drei Konzerte um zwei Lesungen ergänzt.

Kühle und Unwetter draußen bildeten einen Kontrast zu „I Zefiretti“, dem „Frühlingslüftchen“, das die Burg Hof am Regen am Sonntagabend mit zauberhaften Klängen erfüllte. Ihre Programmwünsche seien berücksichtigt worden, verriet Carolin Schmuck, Vorsitzende des Volksbildungswerks Nittenau und Leiterin des Stadtmuseums. Schon einmal fand „I Zefiretti hier in der Burg sein Publikum. Auch diesmal begeisterte die Gruppe seine Zuhörer. Klassische Musik traf auf Volksmusik. „Klassische Komponisten haben für ihre Werke sich an der Volksmusik bedient“, schickte Schmuck voraus.

Es ging eine große Faszination von diesem eher ungewöhnlichen Mix aus, den Mina Voet (Flöten), Susanne Kaiser (Harfe) und Regina Frank (Zither) im Zusammenklang, aber auch als Solisten boten. Das Publikum fühlte sich zurückversetzt in die Zeit von edlen Tänzen bei Hofe. Beinahe nahtlos fügte sich dabei die Volksmusik aus Schwaben und Altbayern ein. Spontane Bravo-Rufe und kräftiger Applaus brandeten auf. Mina Voet brillierte ihrem Flöten-Solostück „Fantasia Nr. 11“ von Georg Philipp Telemann. Ein perfektes Zusammenspiel zeigten Regina Frank mit ihrer Zither und Susanne Kaiser auf der Harfe bei „Chiaccona“ von Alessandro Piccinini.

Weitere Werke von Telemann, Hartmut Brandt, Johann Sebastian Bach waren vor der Pause zu hören. Eingeläutet wurde diese von „A Division on a Ground by Mr. John Banister“. Die damals moderne Musik und „die Popstars des Barocks“ brachten abwechselnd die Musikerinnen dem Publikum näher. Gespannt wartete das Publikum auf den zweiten Teil des Konzerts. Und es sollte nicht enttäuscht werden. Unter anderem gab es den „Gföller Marsch“ von Georg Kaufmann, „D‘ r Saitenträtzer“ von Hartmut Brandt, die „Bravade“ von Vallet Apollo. Der Applaus verlangte nach mehr. Und die Zugabe wurde gerne gewährt, ehe sich „I Zefiretti“ endgültig an diesem Abend verabschiedete.