HvO: Schon mehr als 300 Einsätze

„Ich erinnere mich, als sei es gestern gewesen“ blickt der Riedener Altbürgermeister Gotthard Färber auf seine Erfahrung mit den Riedener „Helfern vor Ort“ zurück. „Ich hatte starke Schmerzen in der Brust, glaubte, einen Herzinfarkt erlitten zu haben. Meine Schwiegertochter Silvia alarmierte den Rettungsdienst“, schildert er die Situation vor gut einem Jahr.

Als Erster sei Thomas Graf von den Riedener HvOlern erschienen, habe ihn untersucht, erstversorgt und beruhigt, bis der Notarzt gekommen sei. Für Färber seien die Helfer vor Ort eine gute, eine tolle Sache, über die er auch von anderen nur Positives vernommen habe und, so seine Meinung „deren Arbeit auch weiter unterstützt werden soll.“


Vor gerade einmal drei Jahren konstituierten sich in Rieden die „Helfer vor Ort,“ konnten bis dato bereits mehr als 300 Einsätze leisten. Aus sieben jungen Männern und Frauen besteht die Truppe. Alle sind haupt- oder ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig und nehmen selbstverständlich regelmäßig an Fortbildungen teil. So haben alle den Sanitätskurs absolviert, zwei von ihnen die höher qualifizierte Ausbildung zum Rettungssanitäter, einer zum Rettungsassistenten.
Weitere, so Thomas Graf, befänden sich in Ausbildung. Einsätze hätten die Riedener Helfer vor Ort, berichtet er weiter, auch schon in Vilshofen, Kreuth, Siegenhofen, Ensdorf, Schmidmühlen und neben anderen auch in Lengenfeld und Kümmersbruck geleistet.


Alarmiert werde der HvO über Funkmeldeempfänger durch die Integrierte Leitstelle Amberg parallel zum Rettungsdienst, komme also nie alleine. „Wir fahren mit Privatautos ohne Sonderrechte zum Einsatzort, geben über Funk dann diesen sowie weitere Informationen zum Einsatz weiter“ erzählen die Helfer. Ihre Aufgaben seien die Leistung qualifizierter Erster Hilfe, die Lagemeldung an die Leiststelle, die Nachforderung weiterer Einsatzkräfte bei Bedarf, die Einweisung der nachfolgenden Einsatzkräfte sowie die Unterstützung des eingetroffenen Rettungsdienstes. Danach müsse das Material wieder einsatzklar gemacht und ein Einsatzprotokoll geschrieben werden. Helfer vor Ort finanzierten sich rein über Spenden, betonen die Akteure, die Erstausstattung sei vom BRK zur Verfügung gestellt worden.