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Messerangriff in Asylbewerberunterkunft

Messerangriff in Asylbewerberunterkunft

Am Mittwochmorgen, 20.05.2015 gegen 08.00 Uhr, ging in Passau ein 22-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan nach einem Streit vom Vortag mit einem Küchenmesser auf einen 26-jährigen Mitbewohner aus Uganda los. Beim darauffolgenden Gerangel verletzte sich der Angreifer selbst, das „Opfer“ blieb glücklicherweise unverletzt. Der Beschuldigte sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Staatsanwaltschaft Passau und Kripo Passau ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. 

 

Die beiden Männer bewohnen die Asylbewerberunterkunft im Passauer Ortsteil Grubweg und sind dort in verschiedenen Zimmern untergebracht. Im Laufe des gestrigen Dienstagabends kam es zwischen den Beiden in der Küche der Unterkunft zu einem Streit. Angeblich ging es um die Zubereitung des Essens. Heute Morgen trat der Afghane mit einem Küchenmesser bewaffnet, nachdem auf Klopfen nicht geöffnet wurde, die Zimmertüre des ugandischen Staatsangehörigen ein, ging auf den 26-Jährigen los und attackierte ihn mit dem Messer in Richtung Oberkörperbereich. Der Geschädigte konnte zum Glück durch eine schnelle Abwehrbewegung Schlimmeres verhindern, so dass er durch den Messerangriff keinerlei Verletzungen erlitt. Der Angreifer fügte sich bei dem Gerangel vermutlich selbst leichte Schnittverletzungen an den Händen zu, die vor Ort ambulant versorgt werden mussten.


Nach der tätlichen Auseinandersetzung hielt sich der Täter weiterhin im Gebäude auf. Sofort nach Eingang des Notrufes durch den Hausmeister der Asylbewerberunterkunft in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern wurden mehr als ein Dutzend Beamte der Passauer Polizei zum Einsatzort beordert. Dort konnte der 22-jährige Mann widerstandslos festgenommen und zur Polizeiinspektion Passau gebracht werden. Weder Täter noch Opfer waren zur Tatzeit alkoholisiert. Das verwendete Küchenmesser konnte im Zimmer des Angreifers aufgefunden und sichergestellt werden. 

Nachdem mittlerweile der Beschuldigte und auch der Geschädigte jeweils mit einem Dolmetscher durch Beamte des Fachkommissariates der Passauer Kripo vernommen werden konnten, bestätigte sich der Tatablauf größtenteils wie geschildert. Daraufhin wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Passau ein Ermittlungsverfahren wegen eines versuchten Tötungsdeliktes in die Wege geleitet.



Der 22-jährige Afghane wurde im Laufe des Donnerstags, 21.05.2015 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Passau vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Totschlags. Der Verhaftete wurde daraufhin in eine ostbayerische Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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