2 Minuten Lesezeit (390 Worte)

Integration er-fahren

Integration er-fahren

Bruck. Die katholische Kindertagesstätte St. Josef in Bruck betreut auch in diesem Jahr Asylbewerberkinder. Die tägliche Arbeit mit ihnen stellt an das Personal neben kulturellen Problemen vor allem hohe Anforderungen bei der Hinführung zum Spracherwerb. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration fördert Projekte zur Integration, also das gemeinsame Spielen und Lernen von Kindern, ob nun mit Fluchterfahrungen bzw. Migrationshintergrund oder ohne. Alle sollen eingebunden werden.

Anzeige (Kreis Schwandorf)

Anzeige

 

Antragsteller müssen sich orientieren an der „Richtlinie zur Förderung der Bildung, Erziehung und Betreuung von Asylbewerber- und Flüchtlingskindern in Kindertageseinrichtungen“. Der Kath. Kindergarten St. Josef in Bruck erhielt nun finanzielle Zuschüsse zu pädagogisch wertvollen Materialien und Veranstaltungen, wie verschiedenen Fahrzeugen, Spielteppichen, den Besuch von „Mimi Blaupo – einem Zupfelzwerg und Waldkoch“.

Fahrzeuge mit alternativem Antrieb wecken die Neugier und die Motivation der Kinder.Sie können sich zunächst alleine mit sich und dem Fahrzeug/ der Bewegung auseinandersetzen. In Bewegung erfahren die Kinder viel über sich selbst. Fahrzeuge ermöglichen eine neue andere Fortbewegung als zu Fuß oder getragen zu werden. „Was mache ich mit dem Ding?“ „Was macht das Ding mit mir?“ Kinder setzen sich mit Technik auseinander. Bereits bekannte Bewegungsmuster und Vorstellungen müssen erweitert, verändert oder ersetzt werden. 

Gemeinsam ein Tandem-Laufrad antreiben ist eine soziale und sprachliche Bewegungsleistung. Parkplatz und Verkehrszeichen werden eingeführt. Schutzhelme werden getragen, Regeln eingehalten und Grenzen erkannt. Mit Partnerfahrzeugen in verschiedenen Bewegungsabläufen lernen Kinder Kooperation. Sie üben Absprachen, Kompromisse und die Bewegungen des Partners einzuschätzen. Sie lernen, sich in die Partner hineinzuversetzen, sie zu verstehen und entwickeln so Einfühlungsvermögen.

Fahrzeuge für drei Partner stellen noch höhere Abspracheanforderungen an die Kinder. Beim Circlebike mit gleicher Bewegung der Kinder ist die Distanz zwischen ihnen vorgegeben, über die Richtung allerdings müssen sie sich einigen. Beim Taxi mit Rücksitz und Hänger sind drei Kinder in unterschiedlichen Sitz- und Bewegungspositionen unterwegs. 

Teppiche sind Erlebnisräume

Die Kinder übertragen großmotorisch gewonnene Erkenntnisse auf einen begrenzten Teppich. Mit den Straßenbausätzen können sie eigene Straßen bauen, Räume verändern oder den bestehenden Straßenteppich erweitern. Sie lernen einerseits Grenzen einzuhalten und sich an Vorgaben zu orientieren, können aber auch verändern. Der Umgang mit Fahrzeugen und Straßen ist international in allen Ländern bekannt und zunächst ist FAHREN nicht an Sprache gebunden. Mit Teppichen zu verschiedenen Themen können die Kinder zwischen unterschiedlichen „Welten“ wechseln. Sie können sich körperlich/ räumlich dahin begeben. Mit Materialien zu den Teppichen lernen sie Kategorien zu bilden und zu sortieren. 

Geladene Panzerfaust unter Wasser gesprengt
Treffen der Generationen schafft Kunst und Freude