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Pfarrei unterstützt die Aktion „1000plus“ – Hilfe statt Abtreibung

Pfarrei unterstützt die Aktion „1000plus“ – Hilfe statt Abtreibung

Bruck. In einer der letzten Sitzungen stimmte der Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Ägidius zu, dieses Jahr erneut die Aktion „1000plus – Hilfe statt Abtreibung“ zu unterstützen.

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Bereits im Dezember 2015 waren Ehrenamtliche in Bruck und stellten das Projekt vor. Nun war es wieder soweit. Vergangenes Wochenende kamen die ehrenamtlichen Mitarbeiter, das Ehepaar Samona und Josef Schipp aus München, nach Bruck und stellten am Samstag in der Vorabendmesse, am Sonntag im 9.30 Uhr- und im 11.00 Uhr-Gottesdienst die Arbeit von 1000plus vor. Pfarrer Andreas Weiß leitete in der Predigt auf das Thema hin. Missbrauch von Macht, Machtstrukturen, Druck auf Schwächere. Die Mitarbeiter von 1000plus setzen sich ein für schwangere Frauen, die sich mit dem Gedanken einer Abtreibung tragen. Sie tun das aus der Überzeugung und der Erfahrung heraus, dass viele dieser Frauen eine Abtreibung in Erwägung ziehen, nicht weil sie das selber wollen, nicht weil sie darin die große Freiheit sehen, sondern weil sie verzweifelt sind, weil sie dem Druck, dem sie ausgesetzt sind, nicht mehr standhalten können, standhalten wollen. Druck von Seiten des sozialen Umfelds, vom Kindsvater, von den Eltern, vom Arbeitgeber, dem Vermieter oder von wem auch immer. 1000plus will diesen Frauen helfen, wirklich helfen, andere Optionen aufzeigen, Unterstützung anbieten … und in sehr vielen Fällen wird das auch dankbar angenommen. 

Mit Schlagwörtern wie „Weil jeder fehlt, der nicht geboren wird!“, „Mein Bauch gehört Dir!“, „Weil Leben das größte Geschenk ist!“, „Wenn aus einem Geburtstag viele Geburts-Tage werden!“ fühlt sich jeder schon gleich mal angesprochen. Josef und Samona Schipp trugen anschließend zwei Briefe von betroffenen Frauen vor. Der erste handelte inhaltlich davon, wie eine Frau mit ihren Gewissensbissen kämpft, um die richtige Entscheidung zu treffen. In einem weiteren Brief wurde das kurze, persönliche Dankeschön einer frisch gebackenen Mutter vorgelesen. Im Durchschnitt wenden sich täglich 44 Fragen an die Beratungsstelle von 1000plus. Über 65 % der Frauen entscheiden sich Dank der Beratung von 1000plus für ihr Baby. Abschließend bat das Ehepaar Schipp um die Beteiligung an der Babyflaschen-Aktion und bedankten sie sich schon im Voraus für jede Unterstützung. Insgesamt wurden gut 100 Babyflaschen als umfunktionierte Spendenboxen verteilt. Die mit Spenden gefüllten Babyflaschen der Aktion 1000plus, sollen bis spätestens Montag, 12.11.2018 abgegeben werden. Dies ist entweder im Pfarrbüro oder bei den Sonntagsgottesdiensten - in die dafür aufgestellten grünen Boxen - oder in der Sakristei möglich. „Vergelt‘s Gott“ für jede Gabe! Der Träger des Kooperationsprojekts „1000plus“ ist Pro Femina e. V. Information, Beratung und Hilfe für Schwangere in Not: www.1000plus.de

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