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Eichenprozessionsspinner sorgt für Probleme auf dem Waldfriedhof

Eichenprozessionsspinner sorgt für Probleme auf dem Waldfriedhof

2 Minuten Lesezeit (344 Worte)

Symbolbild: (c) by_Albrecht E. Arnold_pixelio.de

Amberg. Der Wildwuchs auf den Grünflächen des Waldfriedhofs nimmt zu und wird von vielen Bürgerinnen und Bürger als störend empfunden. Doch wenn es um die Beseitigung des hohen Grases geht, sind den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Betriebshofs derzeit weitestgehend die Hände gebunden. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich der Eichenprozessionsspinner im Frühjahr auch hier ausgebreitet hatte und die giftigen Haare der Tiere, die intensive allergische Reaktionen auslösen können, leider sehr widerstandsfähig und lange haltbar sind.

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„Das Institut für Gesundheit und Management IFG hat daher eine Betriebsanweisung in Kraft gesetzt, wonach wir angehalten sind, in befallenen Bereichen nur noch mit einem Traktor mit geschlossener Kabine und keinesfalls mit Handmähern zu arbeiten“, erläutert Josef Alzinger, der Leiter des städtischen Betriebshofs.
Diese Auflage ist am Amberger Waldfriedhof mit dessen Hanglage und der Kleinteiligkeit der Flächen jedoch in vielen Bereichen nicht einzuhalten. Die lange Trockenheit tat ein Übriges, so dass die giftigen Härchen noch immer in großer Anzahl auf dem Boden zu finden sind. Dadurch wiederum besteht die Gefahr, dass sie durch Aufwirbelung wieder in die Luft gelangen und bei Friedhofsbesuchern ebenso wie bei den städtischen Beschäftigten zu gesundheitlichen Problemen führen.
Vor diesem Hintergrund haben sich die Betriebshofmitarbeiter letzte Woche daran gemacht, zumindest die zusammenhängenden Großflächen mit einem geschlossenen Traktor zu mähen. Der weitaus größere Teil der Flächen wie die Bereiche zwischen den Gräbern und an den Hängen musste jedoch unberührt bleiben, da in diesen Fällen der – nicht erlaubte – Einsatz von Handmähern und Traktoren ohne Kabine erforderlich wäre. Deshalb soll nun im Rahmen der nächsten Sitzung des Arbeitsausschusses besprochen werden, wie auch für diese Flächen eine Lösung gefunden und rasch Abhilfe geschaffen werden kann.

Bis dahin bittet die Stadt Amberg die Besucherinnen und Besucher des Waldfriedhofs, sich noch etwas zu gedulden, bis ein gangbarer Weg gefunden ist. Keinesfalls wurde, wie von manchen Bürgerinnen und Bürgern gemutmaßt, das Gras nicht gemäht, „um Einsparungen zu erzielen“. Vielmehr hatten bereits in der Vergangenheit städtische Bedienstete mit den unangenehmen Folgen eines Kontakts mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners zu kämpfen, was sich keinesfalls wiederholen darf.

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