2 Minuten Lesezeit (305 Worte)
Empfohlen 

Verdächtige Anrufe im Gemeindegebiet Pösing

694265_original_R_by_Peter-Hebgen_pixelio.de Symbolbild: (c) by by_Peter-Hebgen_pixelio.de

Am gestrigen Mittwoch, 19.12.2018, in der Zeit von ca. 18.15 – ca. 21.00 Uhr, wurden mehrere Pösinger Bürger von einem bis dato unbekannten Mann, angeblich mit sächsischem Dialekt - von einer Telefonnummer mit Rodinger Vorwahl angerufen. Hierbei erschien am Display der Geschädigtentelefone immer eine andere Rufnummer, wobei die Vorwahl gleich blieb.

Der Anrufer gab sich hierbei als Polizeibeamter der Polizeiinspektion Roding aus und teilte mit, dass im Bereich Pösing soeben mehrere Ausländer festgenommen worden seien. Bei der anschließenden Durchsuchung seien u.a. Adressen und Personalien der Angerufenen aufgefunden worden. Zudem solle in einem Schreiben auch von einem Safe die Rede gewesen sein. Der Anrufer machte die Bürger z.T. darauf aufmerksam, ihre Vermögenswerte möglichst in Sicherheit zu bringen. Zu Geldforderungen im Einzelnen kam es allerdings nicht. Nach momentanem Ermittlungsstand geht die Polizeiinspektion Roding von 21 geschädigten Bürgern, vorwiegend aus dem Gemeindebereich Pösing, aus. Zu echten Vermögensschäden kam es nach bisherigen Erkenntnissen in keinem der angesprochenen Fälle, da die Geschädigten richtigerweise auflegten und damit das Gespräch beendeten.

Geschädigte, die sich noch nicht bei hiesiger Dienststelle gemeldet haben, werden gebeten, sich mit selbiger in Verbindung zu setzen.


Anzeige

Von Seiten der Polizeiinspektion Roding ergeht nochmals folgender Warnhinweis:

Oben genannte Anrufe sind aus polizeilicher Sicht dem Phänomen des sogenannten Callcenter-Betrugs, einer Sonderform des Trickbetrugs, zuzuordnen. Hierbei treten die Täter zumeist an lebensältere Opfer heran und versuchen selbige unter Vorspiegelung einer Legende, wie etwa „falscher Polizeibeamter", „falsches Gewinnversprechen", „Vortäuschen einer Notlage" oder „Enkeltrick", zu einer Vermögensverfügung zu animieren. Dahinter stecken oft Personengruppen, die bandenmäßig, arbeitsteilig, EDV-technisch professionell, redegewandt und auf Gewinn ausgerichtet, aus Callcentern, mit Sitz in der Türkei agieren und versuchen, die Geschädigten entsprechend zu täuschen und um ihre Vermögenswerte zu bringen. In keinem Fall gehen Telefonanrufe dieser Art von der Polizei aus. Im Zweifel wird empfohlen, das Telefongespräch sofort zu beenden, sich auf keinerlei Gespräch einzulassen und Anzeige zu erstatten.

Spenden statt Weihnachtsinserate
Fensterscheibe eingeschlagen