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Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege verleiht „Goldene Rose“ an Josef Moder Der Präsident des Landesverbandes Bayern für Gartenbau und Landespflege Wolfram Vaitl bei der Verleihung der „Goldenen Rose“ an Josef Moder, Ehrenmitglied der Verbandsleitung des Kreisverbandes Regensburg. Foto: Markus Bauer

Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege verleiht „Goldene Rose“ an Josef Moder

4 Minuten Lesezeit (847 Worte)
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Der langjährige Fachberater des Landkreises und Geschäftsführer des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege Josef Moder ist nun Träger der „Goldenen Rose“. Die Verleihung dieser höchsten Auszeichnung, die der Landesverband Bayern für Gartenbau und Landespflege zu vergeben hat, war Höhepunkt der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes am 2. Februar in der Schlossgaststätte zur Post in Alteglofsheim. Darüber hinaus erhielten sieben engagierte OGV-Mitglieder aus dem Landkreis die Goldene Verdienstmedaille.


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Die Kreisverbandsvorsitzende und Landrätin Tanja Schweiger sowie Geschäftsführerin Stephanie Fleiner zeichneten OGV-Mitglieder aus fünf Ortsverbänden mit der Goldenen Verdienstmedaille des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege aus. Vom OGV Alteglofsheim erhielt diese Würdigung Heribert Homeier, vom OGV Aufhausen Gisela Hierlmeier und Christine Würsch, vom OGV Bach a.d.
Donau Evi Riedel und Karl-Heinz Scheuchengraber, vom OGV Hemau Wendelin Pickl und vom OGV Moosham-Sengkofen Helmut Sommerer. In Alteglofsheim, dem Veranstaltungsort der Versammlung, sind die Ämter des 1. Bürgermeisters und des OGV-Vorsitzenden mit Herbert Heidingsfelder in einer Hand. Er gab einen Überblick über die Gemeinde und den örtlichen OGV, der mit derzeit 593 Mitgliedern der viertstärkste OGV-Verein im Landkreis Regensburg ist. Heidingsfelder lobte das stets hohe ehrenamtliche Engagement.

APPELL: WIEDER MEHR ORTE FÜR „UNSER DORF HAT ZUKUNFT“ MELDEN!

Der stellvertretende Bezirksverbandsvorsitzende Josef Heuschneider appellierte an die Versammlungsteilnehmer, „nicht nachzulassen und für unsere Idee weiterzuarbeiten“. Ebenso bat er darum, aus dem
Landkreis Regensburg künftig doch wieder einige Orte für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ anzumelden, vor allem kleinere Orte bzw. Ortsteile und Dörfer. „Die Preise sind Nebensache. Wichtig ist, was in den Orten passiert“, so Heuschneider. Dieses Anliegen unterstrich auch Wolfram Vaitl, Präsident des Landesverbandes Bayern für Gartenbau und Landespflege. „Nicht der Rang ist das Wichtigste, sondern das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde. Macht wieder mit, denn je mehr mitmachen, umso mehr Golddörfer dürfen wir auf der Landesebene weiterbringen. Es würde uns freuen, wenn die Oberpfalz mal wieder vorne dabei wäre“, motivierte Vaitl die OGV-Aktiven. Ebenso blickte er auf die Höhepunkte im Jahr 2019 – wie etwa die 125-Jahrfeier des Landesverbandes in Würzburg – und wünschte für die Vereinstätigkeit besseres, also niederschlagsstärkeres Wetter als im „Extremjahr“ 2018.

„GOLDENE ROSE“ AN JOSEF MODER

Vaitl verlieh die „Goldene Rose“ an Josef Moder. Dieser habe fast ein Vierteljahrhundert, von 1977 bis 2000, in verschiedenen Funktionen und Aufgabenbereichen den Gartenbau, die Gartenkultur und die
Landespflege vorbildhaft und nachhaltig geprägt. „Sein Engagement war und ist beispielgebend für uns und unsere Gemeinschaft“, fasste der Landesverbandspräsident zusammen. 


VORSITZENDE TANJA SCHWEIGER LOBT ENGAGEMENT UND „GUT BESTELLTEN KREISVERBAND“

In ihrem Jahresbericht verwies die Landrätin und Kreisverbandsvorsitzende Tanja Schweiger auf über 40 Veranstaltungen mit über 2000 Teilnehmern: Feiern und Versammlungen, Schnittkurse, Führungen, Kinder- und Jugendleiterseminare, Gartenpflegekurse, Seminare zu verschiedenen Themen. Besonders ging Tanja Schweiger auf die Kinder- und Jugendarbeit ein – mit der neuen Veranstaltungsreihe „Garten-Schule“ im Kreislehrgarten, dem OGV-Kino in Wörth und dem Wettbewerb „Streuobst, Vielfalt – Beiß rein!“, an dem elf Kinder- und Jugendgruppen von OGVs im Landkreis teilnahmen. Ebenso erläuterte
die Kreisverbandsvorsitzende kurz die Renovierung des Albert-Plagemann-Kreislehrgartens und freute sich über die kinderfreundliche Umgestaltung mancher Bereiche. Zudem erwähnte sie die zahlreiche Ehrungen von OGV-Mitgliedern und die Gründungsjubiläen. Mit Blick auf ihren Vorgänger als Kreisvorsitzenden – Karl Pröpstl – erklärte Tanja Schweiger, dass sie von ihm einen gut bestellten Kreisverband übernommen habe. Ihr Dank galt besonders der Geschäftsführerin Stephanie Fleiner und Assistentin Birgit Böhm vom Kreisverband. Nach dem vom Kassenverwalter Gerhard Listl vorgetragenen positiven Kassenbericht und der Bestätigung durch Kassenprüfer Horst Rothert erteilte die Versammlung einstimmig der Vorstandschaft die Entlastung.

„BIOLOGISCHE VIELFALT“ IST DAS THEMA DES JAHRES

Über die Arbeit im inzwischen laufenden Jahr 2019 informierte Geschäftsführerin Stefanie Fleiner. So wird auch heuer und im nächsten Jahr das von den Vereinten Nationen proklamierte Thema „Biologische Vielfalt“ in Fortbildungen, Seminaren und in der Kreisfachberatung in den Fokus gerückt – auch mit Blick auf die Vielfalt und Schönheit in den Gärten. Vor allem betonte Fleiner, dass sich viele Seminare nicht nur an OGV-Mitglieder, sondern an alle Landkreis- und insbesondere Neubürger wenden. Zum breiten Angebot gehören wieder Schnittkurse, Wettbewerbe, Kinder- und Jugendbetreuerseminare, Kurse und Seminare für OGV-Kinder, die Ausbildung „Gartenpfleger“, diverse Führungen, der Tag der offenen Gartentür (Kneiting, 30. Juni), das Sommertreffen im Kreislehrgarten sowie die Samen- und  Pflanzentauschbörse in Bach. Kreisfachberater Josef Sedlmeier sprach die neuen Bewertungskriterien beim Gartenwettbewerb beziehungsweise die Zusammenführung in einen Wettbewerb an. Demnach werden drei Hauptpunkte künftig im Speziellen betrachtet: Außenwirkung, privater Bereich, Ökologie.

Ein verspätetes Geschenk übergab der im vergangenen Jahr zum Ehrenvorsitzenden ernannte Karl Pröpstl an seine Nachfolgerin Tanja Schweiger: nämlich einen Sämling der Wolfgangseiche, die bekanntlich nicht weit weg von Alteglofsheim steht. Aus Eicheln dieses Baumes sind inzwischen einige junge Pflanzen gewachsen, und diese könnten – so Pröpstl – an Plätzen gepflanzt werden, wo sie auch stehen bleiben können, zum Beispiel in der freien Flur oder nahe eines Flurkreuzes. „Die Wolfgangseiche ist ein besonderer Baum, und dieser Sämling stammt von einem Naturdenkmal ab“, so Pröpstl.

In der Aussprache ging es vor allem um die Zweistufigkeit der Bewertung bei den Gestaltungswettbewerben. Diese Thematik soll nun gleichermaßen in den Ortsvereinen wie auch in der Kreisvorstandschaft beraten werden, um dann bei der nächstjährigen Jahreshauptversammlung zu einem Meinungsbild zu kommen.

HINTERGRUND: Der Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege e.V. als Dachverband für insgesamt 85 Obst- und Gartenbauvereine mit rund 23.000 Mitgliedern im Landkreis möchte –
neben der fachlichen Beratung rund um den Obst- und Gartenbau – vor allem auch das Interesse für die Kulturlandschaft fördern. Das Heranführen an die Natur und deren Wertschätzung wird in den 47
Kinder- und Jugendgruppen der Obst- und Gartenbauvereine vermittelt.



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Alle Geehrten mit dem 1. Bürgermeister von Alteglofsheim
Herbert Heidingsfelder, dem Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes für
Gartenkultur und Landespflege Karl Pröpstl, der Kreisvorsitzenden und
Landrätin Tanja Schweiger und der Geschäftsführerin Stephanie
Fleiner. Foto: Markus Bauer

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