Elly-quer Die Schauspielerin Christine Elsa Wagner (links) verkörpert darin die reale Person Elly Maldaque und Julian Kühndel (rechts) den fiktiven Neonazi Ingo. (c) by Monika Schächerer

In der Mittelschule Bruck gab es am 23.01. eine Theateraufführung vom ueTheater Regensburg. Das ueTheater ist eine freie, politische, gesellschaftskritische Theatergruppe aus Regensburg. Diese macht unter anderem professionelles, mobiles Schultheater. Das Stück gegen Rechtsextremismus trägt den Titel „Elly und Ingo" und vermittelte den Schülerinnen und Schülern auf höchst eindrucksstarke Weise wie wichtig die Werte: GUTES MITEINANDER, VERSTÄNDNIS UND TOLERANZ sind.

Die Schauspielerin Christine Elsa Wagner verkörpert darin die reale Person Elly Maldaque, die als Lehrerin in Regensburg tätig war und als eines der ersten Opfer des Naziregimes gilt. Sie war davon überzeugt, dass die Menschen GUT sein wollen, solange man ihnen ihre Rechte lässt. Julian Kühndel verkörpert den fiktiven Neonazi Ingo, der um sich herum nur Krieg, Auslese und Gewalt sieht. Beide Figuren erleben ein strenges Elternhaus, doch die Beiden entwickeln sich komplett unterschiedlich. Mit einfachsten Mitteln wurde auf der Bühne Liebe gegenüber Hass, Mitgefühl gegenüber Gewaltbereitschaft und Gutmensch gegenüber Gesellschaft dargestellt.


Die Schülerinnen und Schüler waren von der ersten Minute an mitgerissen und verfolgten sehr aufmerksam das Geschehen auf der Bühne. Letztlich wurden in beiden Figuren Facetten gezeigt, die zum Nachdenken anregten und deutlich machten, dass kein Mensch zu 100% immer gut sein kann, genauso wenig, wie zu 100% schlecht. Kurt Raster, der Autor des Stücks, vermag es immer wieder aufs Neue, Themen so aufzuarbeiten, dass die Kernaussagen deutlich in Erinnerung bleiben. Elly Maldaques Credo- „Die Liebe zu ALLEN Menschen ist der Wahrheit letzter Schluß!" gehört mit Sicherheit dazu.