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Sperrmüll-Sortierung muss optimiert werden, offene Fragen zur Klärschlamm-Verbrennung

010319-ZMS v.l.n.r.: Verbandsdirektor (ZMS) Thomas Knoll, Verbandsvorsitzender (ZMS) Landrat Thomas Ebeling, Verbandsvorsitzender (ZTKS) Oberbürgermeister Andreas Feller.

Kreis Schwandorf. Es gehört zur Tradition, dass die Verantwortlichen des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) in einem Jahresgespräch eine kurze Bilanz ziehen und einen Ausblick auf die künftige Entwicklung geben. Am Donnerstagabend lud dazu der Verbandvorsitzende, Landrat Thomas Ebeling, zum Gasthof Schmidtbräu ein.

Das vergangene Jahr stellte sich in Zahlen wie folgt dar: Im gesamten Verbandsgebiet des ZMS fielen 468.386,16 Tonnen Müll an, davon wurden über 95 % im Müllkraftwerk Schwandorf verwertet. Gegliedert wird der Müll in Hausmüll (253.469,96 t, entspricht etwa 54%), Sperrmüll (46.474,66 t = rund 10%) und Gewerbemüll (168.441,54 t = rund 36%).

Als Neuerung kam im letzten Jahr die Sperrmüllsortieranlage in Bodenwöhr/Blechhammer. Sie ist laut Verbandsdirektor Thomas Knoll auf einem sehr guten Wege, wenngleich es nicht so sei, „dass man eine Linie aufbaut und vorne Müll reinschiebt, der dann hinten fein getrennt herauskommt." Solche Anlagen gebe es nicht von der Stange, weswegen man in nächster Zukunft erst noch weiter an der Optimierung der Prozesse in Bodenwöhr arbeiten müsse, so Knoll weiter. „Es ist komplizierter, als man denkt", so Knoll. Von der geplanten Menge von 25.000 Tonnen pro Jahr sei man aber derzeit mit bislang nur 1176 Tonnen Müll weit entfernt.

Ein weiterer Punkt war das vielerorts diskutierte Thema Klärschlamm. Hier warb Knoll dafür, die Substanz und deren Verwertung „nicht von vorne herein als Teufelszeug" zu verdammen. Genaue Angaben darüber, wie und wo getrockneter Klärschlamm aus Schwandorf verbrannt werden soll, wollte der Verband nicht machen. Hintergrund ist ein Bürgerbegehren in Straubing, bei dem die dort zu verbrennende Menge an Klärschlamm zur Disposition steht.

Nach dem Stichtag am 26. Mai wird sich dann erweisen, ob der in Schwandorf getrocknete Klärschlamm nach Niederbayern gebracht werden kann oder nicht. Was als Alternative kommt, ist ebenfalls unklar. Sowohl Ebeling als Verbandsvorsitzender des ZMS als auch sein Amtskollege Andreas Feller vom Zweckverband thermische Klärschlammverwertung (ZTKS) hielten sich mit Aussagen über die Planungen zurück. Im Vorfeld hatte der Schwandorfer Stadtrat eine weitere Verbrennungsanlage im Stadtgebiet abgelehnt.


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