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Amberg bekämpft Eichenprozessionsspinner

4B6CC25C-5A99-4FB3-8F28-90C5E126F65E Fotos - Bernhard Frank, Stadt Amberg

Amberg. Bei der Untersuchung von Referenzbäumen hat das Amberger Sachgebiet Grünplanung und Landespflege festgestellt, dass bereits Larven des Eichenprozessionsspinners geschlüpft sind und sich zum ersten Mal gehäutet haben. Jetzt muss gehandelt werden.



Deutlich erkennbar ist der Befall anhand von Fraßspuren an den frischen Blättern der Eichen, an den Ansammlungen der behaarten Raupen und an den Häutungsresten auf der Baumrinde.

Die Raupen fressen das Blattgrün bis auf die Blattadern ab und ziehen sich danach in Gruppen zur Häutung in regengeschützte Teile auf der Unterseite von Ästen oder in Astgabelungen zurück. Die Eichenprozessionsspinnerraupen dürfen nicht mit Gespinstraupen anderer Falterarten wie Frühlingswollafter und Pflaumengespinstmotte verwechselt werden, die andere Gehölzarten wie Linden, Birken, Schlehen, Weißdorn oder Pfaffenhütchen befallen und für den Menschen ungefährlich sind.

Auch geht von den Raupen des Eichenprozessionsspinners keine Gefahr aus, solange sie sich im ersten und zweiten Entwicklungsstadium befinden und noch keine Brennhaare haben. Dies ist aber der optimale Zeitpunkt, um vorbeugende Bekämpfungsmaßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Schädlings durchzuführen. Aus diesem Grund werden am Montag und Dienstag, 27. und 28. Mai befallene Eichen auf verschiedenen städtischen Flächen, die als besonders sensible Bereiche gelten – wie beispielsweise in öffentlichen Grünanlagen, im Sportpark, auf Spielplätzen, Schulen und Friedhöfen – mit einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel im Sprühverfahren behandelt.

Auf diese Weise kann die weitere Entwicklung der Raupen, insbesondere die Entwicklung von Individuen mit Brennhaaren, unterbrochen werden. Da ein größeres Sprühfahrzeug eingesetzt wird und während der Behandlung besondere Sicherheitsvorschriften zu beachten sind, muss mit kurzzeitigen Behinderungen, Sperrungen und Umleitungen des Verkehrs gerechnet werden. Der Ammersrichter und der Waldfriedhof sind während der beiden Tage komplett gesperrt.


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