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SC Weinberg macht sich fit für die Zukunft

SC-Weinberg-Ausbau Abteilungsleiter Markus Graßmann, Vorsitzender Reinhard Berger (von links) und Jugendleiterin Marion Trautner (rechts) packen an der Baustelle mit an, wenn der Handwerker kommt. Der SC Weinberg saniert sein Sportheim.

Schwandorf. Der SC Weinberg will weiter an seiner Selbständigkeit festhalten und hat die Weichen dafür gestellt. Der Verein ist gerade dabei, das Sportheim umzubauen und zu erweitern und plant als nächste Maßnahme die Sanierung des Spielfeldes. Auch sportlich ist 2019 ein erfolgreiches Jahr. Die Fußballer belegten Platz zwei in der A-Klasse West und schafften über die Relegation den Aufstieg in die Kreisklasse.

Damit machte die Mannschaft ihrem Trainer ein schönes Abschiedsgeschenk. Richard Wagner verlässt den SC Weinberg nach fünf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit. „Wir trennen uns in bestem Einvernehmen", versichert Vorsitzender Reinhard Berger. Er hat auch bereits die Nachfolge geregelt und als neuen Trainer Wolfgang Kurzendorfer verpflichtet. Der Verein werde in der neuen Saison auch wieder eine zweite Mannschaft in der B-Klasse melden, kündigt der Vorsitzende an und begegnet damit den Gerüchten eines angeblichen Spielermangels. Bei den Nachwuchsmannschaften bildet der Sportclub eine Spielgemeinschaft mit dem SC Kreith. Schließlich hat der Verein auch noch eine Damenmannschaft im Spielbetrieb.

Mit der Erweiterung und Sanierung des Sportheimes will der Vorstand den Verein zukunftsfähig machen. „Die letzte Renovierung liegt 30 Jahre zurück", erklärt Vorsitzender Reinhard Berger. Marode Leitungen, keine Dusche in der Schiedsrichterkabine, zu wenig Damentoiletten - die Mängelliste wurde immer größer. Deshalb entschloss sich der Vorstand, in den Umbau der Schiedsrichterkabine, der Toilettenanlagen, der Duschen und der Umkleidekabinen 65 000 Euro zu investieren.. Mit Eigenleistung kann der Verein den Betrag um 20 000 Euro reduzieren. Von den 2000 ehrenamtlich geleisteten Stunden entfallen allein 500 auf Platzwart Martin Merl. Mit einem Eigenkapital von 10 000 Euro und zu erwartenden Zuschüssen vom Landessportverband, der Brauerei und des Fördervereins sei die Finanzierung kein Problem, so der Vorsitzende.



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Mit Einsparmaßnahmen und Strukturveränderungen sei es gelungen, die finnzielle Situation „spürbar" zu verbessern, versichert Reinhard Berger. Die „günstige Altersstruktur der Führungsriege" und die erfolgreiche Jugendarbeit stimmen ihn zuversichtlich. Reinhard Berger war von 2007 bis 2016 Fußballabteilungsleiter und fünf Jahre zweiter Vorsitzender. Bei der letzten Jahreshauptversammlung löste er Hans Sturm an der Spitze ab, der 25 Jahre lang die Geschicke des SC Weinberg gelenkt hatte. Zweiter Vorsitzender und zugleich Fußballabteilungsleiter ist Markus Graßmann, dritte Vorsitzende und Schatzmeisterin Carmen Knerer. Als Jugendleiterin konnte der Verein Marion Trautner gewinnen.

Die Mitgliederzahl ist auf 265 Personen angestiegen. Auch dieser Trend bestärkt den Vorstand in seinem Bestreben, den Verein eigenständig weiter zu führen und nicht den Weg einzuschlagen, den der TuS Dachelhofen und der ASV Fronberg gegangen sind. Für Reinhard Berger sei im Erwachsenenbereich auch kein geeigneter Partner in Sicht. Deshalb stehe die Eigenständigkeit des Vereins nicht zur Disposition. Im Gegenteil: Der Vorsitzende will im nächsten Jahr erneut investieren und den Sportplatz sanieren. Der trockene Sommer im vergangenen Jahr habe die Defizite zutage gefördert. „Wir brauchen eine Beregnungsanlage für den Rasen", ist sich Reinhard Berger im Klaren. Das sei heute Standard und schone den Platz.

Auch in der Gaststätte hat sich die Vereinsführung für einen personellen Wechsel entschieden. Der bisherige Pächter Sascha Sablatnik hört auf und wird ab 1. Juli von Tanja und Markus Spichal abgelöst. Derzeit ist der Verein noch auf der Suche nach einem Ehrenamtsbeauftragten, der die Schlüsselpositionen im Verein vernetzt und die ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützt. Vor fünf Jahren schaffte der SC Weinberg schon einmal den Sprung in die Kreisklasse, konnte sich dort aber nicht etablieren. Nun unternimmt der Verein einen neuerlichen Anlauf und will sich erneut der Herausforderung „Kreisklasse" stellen.

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