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Regensburg. Für Bernhard Brei ist es jedes Jahr wieder ein besonderer Termin – wie Weihnachten, doch mit viel mehr Action. Statt lieben Verwandten gibt es viele, viele neue Gesichter und Talente. Der „Leiter Berufsausbildung" im BMW Group Werk Regensburg freut sich daher auf den Samstag, 20. Juli, wenn beim „Tag der offenen Berufsausbildung" zwischen 9 und 13 Uhr niemand Geringerer als die Zukunft des Werkes in großer Zahl durch das Tor kommen wird.

Ausbildung am BMW-Standort Regensburg (auch zuständig für Wackersdorf) – das ist eine vielschichtige Angelegenheit. Jedes Jahr schaffen es rund 120 neue Lehrlinge, auf einem der begehrten Plätze ihre Karriere zu starten, und zwar in den unterschiedlichsten Berufsfeldern:

Manche Intensiv-Ausbildungen dauern dreieinhalb Jahre, manche erfolgen im Rahmen eines Verbund-Studiums. Im Durchschnitt 1000 Bewerbungen gehen alljährlich am Standort ein – kein Wunder, garantiert das Unternehmen durch eine Betriebsvereinbarung doch eine unbefristete Übernahme in modernste, hochattraktive, gut dotierte Arbeitsplätze. Da braucht es ein pfiffiges Auswahlverfahren, um für BMW, aber auch für die Azubis das Beste rauszuholen. „Wir gehen das positiv an", sagt Brei. „Wir wollen den Bewerbern die Möglichkeit bieten, zu uns zu stoßen. Mobilität und Flexibilität als Chance zu begreifen, das ist das Ziel, das wir uns für die jungen Leute vorstellen."

Beim „Tag der offenen Berufsausbildung" verfolgt Brei zusammen mit den zwölf Ausbildern am Standort ein vorrangiges Ziel: „Transparenz schaffen. Welche Berufsfelder gibt es, wie wird dort gearbeitet? Was haben wir an Ausstattung? Wie steigt man bei BMW ein? Wir wollen Antworten geben, auch den Eltern, auf praktische Fragen. Wie läuft das mit der Berufskleidung, und vieles mehr." Dazu präsentieren die BMWler die Ausbildungsberufe in Praxis und Theorie. Die Azubis zeigen, was sie drauf haben – z.B. bei ihren Projekten, bei denen ihnen BMW viel Freiraum lässt, so dass sich jeder nach seinem Talent und seiner Kreativität entfalten kann. Wie funktionieren die Berufsfelder in der Zukunft? Industrie 4.0 lautet die große Überschrift, unter der sich alle Einzel-Aspekte zusammenfassen lassen. Dazu gibt es am 20. Juli Infostände, Vorträge und praktische Informationen. 


Talent ist überhaupt das Merkmal, das bei BMW größtmögliche Beachtung findet. Natürlich bilden die Schulnoten (das Werk interessiert sich für junge Leute von allen Schularten) ein Bewertungskriterium für Bewerber. Daneben gibt es aber auch einen Online-Test, bei dem Interessenten zu verschiedenen Themengebieten Fragen beantworten müssen. Wie ist es um die Fähigkeit bestellt, Probleme zu lösen? Wie sieht es mit mechanisch technischem Verständnis aus? Wie stark ist der Ehrgeiz des Bewerbers ausgeprägt? Passt der Mix aus Noten und Testergebnis, winkt eine Einladung zum Auswahltag. „Das geht es um das Kennenlernen. Wir wollen den jungen Leuten die Möglichkeit geben, etwas von sich zu zeigen", sagt Brei. Beispielsweise bei Gruppenarbeiten und etlichen weiteren Challenges. 


Die Besten dürfen sich anschließend über einen Ausbildungsstart bei BMW freuen. Für Bernhard Brei beginnt so ein Tag in der Ausbildungsphase morgens mit einer Frühbesprechung, bei der alle zwölf Ausbilder mit ihm zusammenkommen. Was steht heute auf dem Programm in Sachen Kurse, Aktionen oder Themen? So schafft es das Werk, die Azubi-relevanten Themen miteinander zu vernetzen und alle Verantwortlichen auf dem neuesten Stand zu halten. Brei kümmert sich anschließend um aktuelle Projekte, informiert sich über neue Lernmethoden und schaltet sich ins Recruiting ein oder hält Kontakt zur IHK. „Meine Aufgabe ist es, den Bereich Ausbildung lebendig zu koordinieren und strategisch auszurichten", sagt er. Alle Berufsausbildungen arbeiten über den eigenen Standort in einem starken Netzwerk zusammen. 

An BMW schätzt Brei auch das große Potential und die hohe Durchlässigkeit, die der Arbeitgeber bietet. Brei selbst ist gelernter Krankenkassen-Betriebswirt. Über die BMW-Krankenkasse und die Personalabteilung hat er sich weiterentwickelt bis zur heutigen Aufgabe, der Leitung Ausbildung. „Wer engagiert ist, Berufserfahrung sammelt und weiterkommen möchte, der findet immer wieder Schnittstellen bei uns, die ihm das ermöglichen", freut sich Brei. Das gilt auch über die Standorte Regensburg und Wackersdorf hinaus.