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Dauerhafte Bühne für das Marionettentheater geplant

Marionetten-Pllmann Wann wird Theatergründer Raimund Pöllmann mit seinen Marionetten umziehen?

Schwandorf. Die Stadt kaufte das ehemalige Sparkassengebäude in Fronberg mit dem Ziel, dort die Kunstsammlung des Bezirks unterzubringen. Jetzt hat die Verwaltung andere Pläne. „Das Haus soll eine feste Spielstätte für das Marionettentheater werden", eröffnete Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld den Stadträten bei der Sitzung am Montag.


SPD-Fraktionsvorsitzender Franz Schindler muss sich über diese „Hü- und Hott-Politik aus dem Rathaus" wundern und fragt rhetorisch nach, ob denn die Kunstwerke weiterhin „in den verschimmelten Kellerräumen des Künstlerhauses verbleiben werden". Diese Frage wurde nicht weiter verfolgt, wohl aber die Nutzung des Gebäudes, das zuletzt der Zweckverband Oberpfälzer Seenland angemietet hatte. Franz Schindler machte zum weiteren Vorgehen einen Vorschlag, den die Stadträte mit einer Ausnahme mittragen konnten.

Demnach soll die Verwaltung ein Gesamtkonzept zur Nutzung des Hauses erstellen, eine Organisationsstruktur vorlegen sowie die Kosten für die Umbaumaßnahmen und eine mögliche Förderung ermitteln. Dann könne man im Stadtrat eine Entscheidung treffen. Denn in einem waren sich alle einig: Die Erfolgsgeschichte des Schwandorfer Marionettentheaters, das 2015 den Oberpfälzer Kulturpreis erhielt, soll fortgeschrieben werden. Die Gründer Christine und Raimund Pöllmann haben in den vergangenen 40 Jahren 90 Stücke aufgeführt und 600 Marionetten eingesetzt. Immer in der Vorweihnachtszeit kommt ein neues Kinder- und Erwachsenenstück dazu. Aufführungsort ist stets das Dachgeschoss des Künstlerhauses. Mit einem Umzug in das Nebengebäude könnte dort ein „Ganz-Jahres-Theater" mit fest installierter Bühne und bestuhlten Zuschauerrängen entstehen, so Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld.



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In der Industriestraße wird die Stadt für über vier Millionen Euro ein Kinderhaus bauen und die Trägerschaft dem Bayerischen Roten Kreuz übergeben. Architekt Alfred Popp und Landschaftsarchitekt Manfred Neidl stellten die Pläne vor. Es entsteht ein Gebäude in der U-Form für Krippen- und Kindergartenkinder. Zwei Punkte wurden diskutiert. In einem waren sich alle einig: „Auf das Flachdach gehört eine Photovoltaikanlage". Oberbürgermeister Andreas Feller will die Entscheidung darüber den Mitgliedern des Bauausschusses überlassen. Kritisch sahen viele Stadträte die Verlegung der Parkplätze nach Norden.

Die Eltern sollen nach den Vorstellungen der Planer und des Trägers dort ihr Auto abstellen und mit dem Kind um das Haus herumgehen und von der anderen Seite das Foyer betreten. „Das werden nicht viele machen", waren sich die Räte einig. „Warum kann man den Haupteingang nicht auf die Nordseite an den Parkplatz verlegen?" fragte Wolfgang Meischner nach. „Da müssten wir unser gesamtes Konzept über den Haufen werfen", entgegnete Architekt Alfred Popp. Das aber will wiederum niemand, den der Bau der Kindertagesstätte eilt. So wurden die Pläne mit der Gegenstimme von Wolfgang Meischner angenommen.

Stadtrat Dr. Wolfgang Schuster hat schon einmal moniert, dass in der Friedrich-Ebert-Straße kontaminiertes Material verlegt worden sei. Jetzt hat er im neu erstellten dritten Abschnitt erneut verunreinigte Platten entdeckt. Stadtbaumeister Reinhard Schade sagte eine Nachbehandlung zu. Wenn das Eisenoxid nicht entfernt werden könne, „müssen die Platten ausgetauscht werden".

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