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Regionalmanagerin will ärztliche Versorgung sichern

Neunburg-ILE-Schwarzach-Regen Tanja Weinberger (rechts) ist die neue ILE-Regionalmanagerin. Der stellvertretende Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung, Hans-Peter Schmucker (links), und Bürgermeister Martin Birner (Mitte) stellten sie bei der Versammlung der zehn Verbundpartner vor.

Neunburg v.W. Seit drei Wochen ist Tanja Weinberger nun im Amt. Bei der siebten Sitzung der „Integrierten Ländlichen Entwicklung Schwarzach-Regen" am Dienstag im Rathaus stellte sich die 29-jährige Regionalmanagerin erstmals den Bürgermeistern der zehn beteiligten Kommunen vor.

Tanja Weinberger stammt aus Regensburg, hat an der Hochschule Weihenstephan ein Masterstudium „Regionalmanagement" absolviert und bekam den Zuschlag für die Stelle einer ILE-Managerin „Schwarzach-Regen". Sie ist auf fünf Jahre befristet und wird vom „Amt für ländliche Entwicklung" zu 70 Prozent gefördert. Die Regionalmanagerin hat sich im Rathaus ein Büro eingerichtet und ist offiziell Angestellte der Stadt Neunburg v.W. Die Personal- und Sachaufwandskosten werden nach Abzug der Förderung auf die beteiligten Kommunen umgelegt.



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Tanja Weinberger wird sich in den nächsten Wochen den Stadt- und Gemeinderäten in Neunburg v.W., Bodenwöhr, Bruck, Dieterskirchen, Neukirchen-Balbini, Schwarzhofen, Thanstein, Stamsried, Pösing und Pemfling vorstellen und dabei ihre Pläne zur Nutzung der Synergien darlegen. Wichtig ist der Regionalmanagerin auch eine wirksame Außendarstellung. Sie hat mit dem „Förderverein für regionale Entwicklung e.V." Kontakt aufgenommen und um eine kostenfreie Erstellung einer Homepage gebeten. Der Verbund soll auch ein eigenes Logo bekommen. In einem Workshop sollen sich die Vertreter der Kommunen auf die Gestaltung der Homepage und des Logos einigen.

In einem ersten Projekt geht es um ein „Konzept zur Sicherung einer nachhaltigen haus- und fachärztlichen Versorgung in der Region der ILE Schwarzach-Regen". Für Tanja Weinberger gehört ein ausreichendes medizinisches Angebot zur Daseinsvorsorge einer Kommune, die angesichts des demographischen Wandels zunehmende Bedeutung erlange. Sie legte den Bürgermeistern am Dienstag den Zeitplan vor. Der ILE-Verbund werde im November einen Antrag beim „Amt für Ländliche Entwicklung" zur Förderung der Kosten für eine Studie und ein Jahr später den Verwendungsnachweis einreichen.

Wie können die beteiligten Kommunen voneinander profitieren, sich ergänzen und gegenseitig unterstützen? Darüber will sich die Regionalmanagerin Gedanken machen und ihre Vorschläge den Gemeinden unterbreiten. Die zehn Kommunen schlossen sich 2015 zusammen, um die Kräfte zu bündeln und die Synergien zu nutzen. Dabei hilft ihnen das „Amt für Ländliche Entwicklung" in Tirschenreuth. Stellvertretender Leiter Hans-Peter Schmucker nahm am Dienstag an der Sitzung teil und ermunterte die Kommunen, die Förderung in Anspruch zu nehmen. Sein Amt beteilige sich an der Finanzierung der Projekte mit 70 Prozent. Das Bundeswirtschaftsministerium habe die Mittel im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe erheblich aufgestockt, um den ländlichen Raum zu stärken, betonte der „Leitende Baudirektor". Diese Botschaft vernahm Bürgermeister Martin Birner mit Wohlwollen. Er ermunterte seine Kollegen, sich Maßnahmen zur Zusammenarbeit zu überlegen.

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