2 Minuten Lesezeit (471 Worte)
Empfohlen 

Neuer Grünen-OV in Teublitz

Grune-Teublitz
Teublitz. An der Gründungsversammlung des Grünen-Ortsverbandes Teublitz nahmen am Dienstag im Restaurant „Keskins" auch die beiden Landesvorsitzenden Eva Lettenbauer und Eike Hallitzky teil. Das hatte einen besonderen Grund.
Die bayerischen „Grünen" hatten sich nach den letzten Landtagswahlen das Ziel gesetzt, bis zu den Kommunalwahlen im kommenden Jahr 100 neue Ortsverbände zu gründen. „Dieses Ziel haben wir vorzeitig erreicht", freut sich die neu gewählte Landesvorsitzende Eva Lettenbauer. Die 27-jährige Landtagsabgeordnete wählten die Delegierten beim Landesparteitag vor wenigen Tagen an die Spitze der Partei, die mittlerweile 15 000 Mitglieder in über 400 Ortsvereinen hat.



Anzeige

Teublitz ist der 100. Ortsverband seit den Landtagswahlen 2018. Eva Lettenbauer kam am Dienstag in Begleitung ihres Co-Vorsitzenden Eike Hallitzky und der Landtagsabgeordneten Anna Toman (Bärnau) nach Teublitz, um mit den Mitgliedern den Aufschwung der Partei zu feiern. Sie überreichten dem Gastgeber als Geschenk einen Pavillon zum Einsatz für politische und gesellige Veranstaltungen.


„Den können wir für den Kommunalwahlkampf gut gebrauchen", freut sich Hannah Quaas, die gemeinsam mit Claudia Lehmann-Schmidkonz und Christian Knarr den neuen Ortsverband der Grünen anführt. Es ist mittlerweile der sechste Verband der Grünen im Landkreis. Über die Aufwärtsentwicklung freut sich auch der „kommunalpolitische Wahlkampfsprecher" und Landratskandidat Rudi Sommer. Er ist mit der Gründung neuer Ortsverbände beauftragt und hofft, in Kürze auch in Schwarzenfeld und Wackersdorf Vollzug melden zu können. Auch im Raum Oberviechtach entwickle sich eine „grüne Bewegung".

Die 28-jährge Hannah Quaas, studierte Wirtschaftsingenieurin und Mutter von drei Kindern, kandidiert im März 2020 für das Bürgermeisteramt in Teublitz. In ein paar Wochen will sie ihre Kandidatenliste für die Stadtratswahlen präsentieren. Auslöser für die Idee, in Teublitz „aktive, grüne Politik" zu machen, war das Volksbegehren „Rettet die Bienen". Mit ihrer Bewerbung für das Bürgermeisteramt wollte Hannah Quaas ein Zeichen setzen und „Leute zum Mitmachen" bewegen. „Das hat wunderbar funktioniert", stellte sie beim Blick in die volle Runde des Veranstaltungslokals fest.

Den „Findungsprozess" haben die Grünen in Teublitz hinter sich. Sie mischen sich inzwischen ein und haben bereits zwei Anträge gestellt: Bau des geplanten Kindergartens in Katzdorf in ökologischer Bauweise und Umstellung der kommunal gestellten Hundekotbeutel von Plastik auf eine nachhaltige Variante. Die Mitglieder unternahmen eine Radltour durch das Städtedreieck und warben dabei für „ein besseres Netzwerk an Radwegen" und die Errichtung eines Radweges an der Verauer Straße zum Bahnhof.


Die Teublitzer Grünen fordern einen gemeinsamen Flächennutzungsplan für das Städtedreieck zur besseren Nutzung von Brachflächen und zur Verhinderung weiterer Versiegelungen. „Wir wollen Wachstum in gemäßigter Form", gibt Hannah Quaas zu verstehen. Keine Überbauung von Biotopen und kein Gewerbegebiet an der A93. Ihre Partei setze sich für ein „gesamtheitliches, alternatives Verkehrskonzept für das gesamte Städtedreieck" ein, das den ÖPNV fördere und eine Umgehungsstraße durch das Weihergebiet ausschließe, so die Grünen-Ortsvorsitzende. Sie nimmt die Verkehrsprobleme in Teublitz ernst und spricht sich für verkehrsberuhigende Maßnahmen aus. Die Stärkung und Förderung der Infrastruktur in der Stadt sei ihr ein weiteres Anliegen.

Schulkinder auf Entdeckungstrip in früheren Zeiten
Bahn-Elektrifizierung Regensburg - Hof könnte schn...