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cameringo_20191118_073743 Weiterer Streik vor der Klinik Lindenlohe. Foto von ver.di

Erneuter 24-Stunden-Streik bei Asklepios in Lindenlohe am 27.11.2019 mit Kundgebung auf dem Marktplatz Schwandorf um 13:30 Uhr

2 Minuten Lesezeit (341 Worte)
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Schwandorf. Bereits mit zwei Streiktagen haben die Beschäftigten der Asklepiosklinik Lindenlohe lautstark ihre Forderung für einen Tarifvertrag mit ver.di an die Arbeitgeberseite untermauert. Jedoch sieht weder die Konzernleitung noch die Unternehmensleitung die Notwendigkeit sich mit ver.di zu Tarifverhandlungen zu treffen.

Im Gegenteil, die Kolleginnen und Kollegen sollen sich mit einer Betriebsvereinbarung begnügen, die keine Rechtssicherheit für ihre Arbeitsbedingungen gewährleistet. Die Arbeitgeberseite hat die Beschäftigten in einer Mitarbeiterinformation darüber informiert, dass der Tarifvertrag TVöD aufgrund der privatwirtschaftlichen Organisation Asklepios nicht möglich sei. „Dies ist nicht korrekt, so Gewerkschaftssekretärin Manuela Dietz, denn wir fordern einen Anwendungstarifvertrag des TVöD und dieser ist sehr wohl möglich und auch nicht unüblich." Außerdem ist auch die Asklepios Klinik Lindenlohe Mitglied im Verband der privaten Krankenanstalten (VPKA) und mit diesem Verband besteht in Bayern ein Tarifvertrag für die beiden Akslepios Häuser in Lindau und Gauting. Also warum kann nicht auch in Lindenlohe ein Tarifvertrag gelten?


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Hintergrund (was bisher geschah…):

Die ver.di Mitglieder der Asklepios Klinik Lindenlohe haben sich bei der Urabstimmung mit 98,7% sehr eindeutig dafür entschieden, ihrer Forderung nach einer tariflichen Regelung der Arbeits- und Einkommensbedingungen auch über das Mittel des Streiks zu erkämpfen.

Im Vorfeld des Streiks hatte ver.di der Arbeitgeberseite eine Notdienstvereinbarung vorgelegt um die Sicherheit der Patientinnen und Patienten an Streiktagen zu gewährleisten. Dabei sei die Gewerkschaft ver.di auf verschiedene Anmerkungen der Arbeitgeber in der Notdienstvereinbarung eingegangen.

Vor 15 Jahren wurde die Klinik Lindenlohe vom privaten Krankenhauskonzern Asklepios übernommen. Dieser Wechsel hatte für die Beschäftigten weitreichende Folgen, denn seit dem 01. November 2004 gilt für die Beschäftigten in der Asklepios Klinik Lindenlohe kein einheitlicher Tarifvertrag. Die Kolleginnen und Kollegen werden nach unterschiedlichen Regelungen entlohnt, es gelten verschiedene Urlaubsansprüche und selbst die wöchentliche Arbeitszeit ist nicht für alle gleich.

Regelungen zu Urlaubsansprüchen, wöchentlicher Arbeitszeit und Entgelt werden üblicherweise in Tarifverträgen zwischen den Tarifvertragsparteien – Gewerkschaft und Arbeitgeber - vereinbart. Diese Normalität verlangen auch die Beschäftigten der Asklepios Klinik Lindenlohe von ihrem Arbeitgeber Asklepios. Doch Asklepios verweigert sich Tarifgesprächen mit ver.di.

Erster Streiktag in Lindenlohe fand am 13.11.2019 statt, der zweite Streiktag am 18.11.2019, siehe hier.

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