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43 Betriebe als besonders gute Ausbilder ausgezeichnet

ausbildungspreis2019_alle Die Ausgezeichneten und ihre Bürgermeister nahmen für das Gruppenfoto Aufstellung auf dem Platz beim Bürgerhaus Donaustauf. Bild: (c) Presse Sollfrank

​43 Betriebe hat Landrätin Tanja Schweiger am 4. Dezember im Bürgerhaus Donaustauf mit dem Qualitätssiegel „Ausbildung. Geht gut bei uns!" ausgezeichnet. Damit will der Landkreis Regensburg vorbildhafte Ausbildungsbetriebe und deren vielfältige Bemühungen rund um das Thema duale Berufsausbildung vorstellen und den Austausch in einem überbetrieblichen Netzwerk ermöglichen.

Bei der ersten Verleihung des Siegels 2017 wurden 34 Betriebe ausgezeichnet. „Die steigende Resonanz bei der Teilnahme zeigt", so die Landrätin, „welch hohen Stellenwert gute Ausbildung bei den Unternehmen in der Region hat." Ausgezeichnet wurden neben Betrieben aus dem Landkreis auch Unternehmen aus der Stadt Regensburg. „Voneinander lernen und in der Region branchenübergreifend zusammenwachsen, so bringen wir gemeinsam die Ausbildung weiter voran." Obwohl die Netzwerktreffen für die Landrätin bei „Ausbildung. Geht gut bei uns!" im Vordergrund stehen, betonte sie bei der Verleihung auch die Bedeutung eines solchen Siegels für die Betriebe in ihrer Außenwirkung. Besonders Familien- und Handwerksbetriebe könnten ihren Mehrwert als Arbeitgeber und Ausbilder dadurch sichtbar und greifbar machen.

Gute „Werbebotschaften" haben die Ausbildungsbetriebe, das zeigte sich bei der Verleihung ganz deutlich, allemal zu bieten. Die Qualitätsmerkmale reichen vom mehrtägigen Kennenlernseminar über Umzugshilfen bis zu Boni für besonders gute Leistungen. Bei der Siegelverleihung nannte Landrätin Tanja Schweiger einige Beispiele. So ist der Zweckverband Bayerische Musikakademie gleichzeitig im Netzwerk „Inklusion. Geht gut bei uns!" und bietet spezielle Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung an. Der Zweckverband wurde bereits 2017 mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet. Michaela Bauer von der Farben Bauer GmbH erzählte bei der Verleihung von ihrem „Azubiknigge", den sie ihren Auszubildenden an die Hand gibt. Sogar zu einer Kniggeschule wurden die Azubis geschickt. „Und wir haben von den jungen Leuten die positive Rückmeldung bekommen, dass es für sie eine Bereicherung für Arbeit und Alltag war", freute sich Michaela Bauer.

„Die Azubis stehen bei uns im Mittelpunkt", sagt auch Barbara Brunnenmeier von der Donau Speditions Gesellschaft Kiessling GmbH. Azubi-Events, gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten und eine ausgeprägte Willkommenskultur danken die Auszubildenden der Firma Kiessling mit einer hohen Weiterempfehlungsquote und sehr guten Prüfungsergebnissen. Nach einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch bleibt die Personalleitung mit den künftigen Azubis und ihren Eltern bis zum ersten Arbeitstag aktiv in Kontakt. Brunnenmeier: „So haben wir die Zahl kurzfristiger Abspringer gesenkt."

Individuelle Wege zu gehen beim Thema Ausbildung zahlt sich in jedem Fall aus. Die BMS Maschinenfabrik GmbH aus Pfatter etwa hat einen Teilzeitausbildungsplatz und damit etwas gemeinsam mit dem Landkreis, der diese Möglichkeit selbst als Arbeitgeber nutzt. „Gedacht ist das zum Beispiel für Mütter, die so den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben schaffen können", erklärte Landrätin Tanja Schweiger. Der Arbeitgeber bekomme dafür hochmotivierte Mitarbeiter mit Lebenserfahrung.


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