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Kleinkindergottesdienst zum 20. Mal gefeiert

Kleinkindergottesdienst_Lucia_1 Die heilige Lucia (Tanja Staudinger) erzählte ihre Geschichte. Bilder: (c) Ingrid Schieder

​Kinder sind von Anfang an willkommen in jedem Gottesdienst. Jedoch werden die Kleinen erfahrungsgemäß in dessen Verlauf unruhig, weil die Messe zu lange dauert und sie mit der Liturgie allgemein nicht viel anfangen können, weil deren Sprache für sie unverständlich ist. Kleingottesdienste, wie sie in den Pfarreien immer beliebter werden, wirken dem entgegen.

Was als Versuch am 10. Oktober 2015 startete, entwickelte sich rasant zu einem großen Erfolg. Am Samstag feierten die Teilnehmer am Kleinkindergottesdienst ein Jubiläum: Die „Bodenwöhrer Kirchenmäuse" als ehrenamtliche Organisatoren und Durchführende in Personalunion hatten zum 20. Kleinkindergottesdienst eingeladen! 

Kinder ab den sogenannten 0 Jahren kommen in Begleitung ihrer Familien, um auf ihre Weise einen Gottesdienst zu feiern. Die Themen wechseln und orientieren sich am Kirchenjahr mit seinen verschiedenen Ereignissen. Eine Geschichte mit biblischem Hintergrund wird gespielt, begleitet von passendem Liedgut. Die Kinder werden dabei mit verschiedenen Aktivitäten einbezogen, beispielsweise, indem sie ein Bild mit unterschiedlichen Utensilien gestalten. Die Älteren unter ihnen tragen kleine Texte bzw. Fürbitten vor. 

Im Fokus des Jubiläums-Gottesdienstes stand die Heilige Lucia. Die Kirche begeht deren Gedenktag am 13. Dezember. Die Kleinen erfuhren von der Heiligen, dargestellt von Tanja Staudinger, dass Lucia übersetzt „die Leuchtende" bedeutet. Als junge Christin lebte sie im dritten Jahrhundert in Syrakus auf Sizilien. Wegen der Christenverfolgung hatten sich viele Christen versteckt gehalten. Lucia versorgte diese Menschen, die sich in den Katakomben verborgen hielten, mit Lebensmitteln. Damit sie ihre Hände zum Tragen frei hatte, setzte sie sich einen Kranz mit Lichtern auf den Kopf. Eigentlich sollte sie einen reichen Mann heiraten. Doch weil sie sich anders entschieden hatte, wurde sie nach einem fürchterlichen Martyrium hingerichtet. 

Die Kinder zeigten sich fasziniert vom Kerzenschein und verfolgten aufmerksam das Bild, das in der Mitte des Raums durch das Ablegen verschiedener Symbole, die die Adventszeit charakterisieren, entstand. Unterstützt wurde der Gesang durch Josef Siedschlag am Keyboard, auch oft zusammen mit weiterer musikalischer Begleitung durch Karl Schwarzer. „Angefangen haben wir 2015 mit der Geschichte vom Regenbogen", erinnerte sich Initiatorin Marion Weixler im Gespräch. Kindgerecht wurde unter anderem auch die Schöpfungsgeschichte, das Erntedankfest, die Geschichte der „Laterne Lumina" erzählt und Fasching gefeiert. „Wir haben im Schnitt etwa 30 Kinder mit ihren Familien" freut sich Marion Weixler. 

Pfarrer Johann Trescher gratulierte zum Jubiläum und dankte den Organisatoren für ihre Tätigkeit, neben Marion Weixler auch Manuela Grün, Martina Röder und Tanja Staudinger, sowie Josef Siedschlag und Bruno Grün für deren Unterstützung. Der Geistliche spendete allen Anwesenden den kirchlichen Segen, den Kindern den Einzelsegen. Ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen schloss sich an.


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Pfarrer Johann Trescher spendete den Kleinen den Einzelsegen.
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