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Unterstützung für die letzten Begleiter

Hospizspende Helfen statt beschenken: Die Gemeinde Wackersdorf verzichtet auf Geschenke an örtliche Geschäftspartner und unterstützt den Hospizverein Stadt und Landkreis Schwandorf e.V. finanziell. Der Verein selbst wirbt derzeit verstärkt um neue ehrenamtliche Helfer und bietet im Januar eine Schulung zum Hospizbegleiter an. Bild: (c) Michael Weiß/Gemeinde Wackersdorf
Die Gemeinde Wackersdorf spendet 1.000 Euro an den Hospizverein Stadt und Landkreis Schwandorf e.V. Seit vielen Jahren verzichtet die Gemeinde Wackersdorf auf kleine Weihnachtsgeschenke an örtliche Geschäftspartner und unterstützt stattdessen soziale Einrichtungen, Organisationen und Projekte. In den vergangenen Jahren gingen Spenden an das Kinderheim in Kallmünz, die Schwandorfer Tafel und die Kinderklinik St. Marien in Amberg.

Die Gemeinde Wackersdorf spendet 1.000 Euro an den Hospizverein Stadt und Landkreis Schwandorf e.V. Seit vielen Jahren verzichtet die Gemeinde Wackersdorf auf kleine Weihnachtsgeschenke an örtliche Geschäftspartner und unterstützt stattdessen soziale Einrichtungen, Organisationen und Projekte. In den vergangenen Jahren gingen Spenden an das Kinderheim in Kallmünz, die Schwandorfer Tafel und die Kinderklinik St. Marien in Amberg.

„Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr einen guten Zweck in unserer Region unterstützen können. Vor allem weil dieses Thema irgendwann jeden betrifft", erklärte Bürgermeister Thomas Falter bei der Übergabe des Spendenschecks. Der Hospizverein begleitet Schwerstkranke und Sterbende und unterstützt dabei sowohl die Patienten als auch deren Angehörige – völlig kostenfrei. „Wir haben 50 Sterbebegleiter im ständigen Einsatz, 5 Trauerbegleiter und zusätzlich Begleiter für Kinder. Alle sind umfassend ausgebildet und geschult, alle machen diese Arbeit ehrenamtlich", so Gisela Pöhler, 2. Vorstand des Vereins. Für jeden Patienten versuche man immer den individuell passenden Begleiter zu finden, im Notfall ist das Team 24 Stunden über eine durchgehend besetzte eigene Hotline erreichbar. Ein wichtiges Feld sei auch der Begleiterschutz schilderte Gisela Pöhler: „Ich würde nicht sagen, dass die Begleitung für uns eine Belastung ist, definitiv aber ist sie zehrend. Wie bei allen sozialen Tätigkeiten bekommen sie in den gemeinsamen Momenten, in der Gemeinschaft mit den Menschen, vieles zurück. Aber nach einer Begleitung ist es trotzdem wichtig, wieder Kraft zu schöpfen." Auch die Spende werde in genau diesem Bereich eingesetzt.

Der Kontakt zum Hospizverein ist durch dessen rege Arbeit in Wackersdorf entstanden. Die gemeinnützige Organisation ist sowohl in zahlreichen Privathaushalten als auch im Seniorenheim in der Gemeinde begleitend tätig. Der Verein ist jederzeit unter 0 94 31 / 79 98 – 76 und 0 151 / 52 52 53 15 erreichbar. Wer helfen möchte, kann spenden oder sich selbst als ehrenamtlicher Begleiter einbringen. Der Tätigkeit geht eine umfassende Schulung zum Hospizbegleiter voraus. Ab dem 8. Januar wird wieder ein 100-stündiger Ausbildungskurs mit anschließendem Praktikum angeboten.


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