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Digitalisierung: Ministerin fordert Kompetenz-Aufbau

130120-Gerlach-2 De Ministerin im Gespräch bei der Firma DS in Schwandorf.
Schwandorf. Das Thema Digitalisierung stand am Sonntagmittag in Schwandorf bei der IT-Firma Deutsche Systemhaus GmbH (DS) bei einem Besuch der bayerischen Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach auf dem Programm. Im Gebäude der ehemaligen Bäckerei Sittl in Ettmannsdorf, das gerade renoviert wird, traf man sich auf Einladung des Schwandorfer Stimmkreisabgeordneten Alexander Flierl und des Firmeninhabers von DS Christian Paulus zu einem Baustellengespräch. 
In ihrem Vortrag nannte die Ministerin zwei Punkte, um die sie sich mit ihren Mitarbeitern mit höchster Priorität kümmern will. Zum einen beobachtet Gerlach eine Spaltung in der Gesellschaft, wovon der eine Teil bereits Mitglied der digitalen Gemeinde sei und entweder – wie Paulus – eine ganze Firma betreibe oder eben sonst im normalen Alltag Smartphone, PC und Notepad nutze. Der andere Teil, so Gerlach, sei tief verunsichert über die rasante Entwicklung und fremdele mit den technischen Neuerungen. „Da prallen Welten aufeinander", sagte Gerlach unter großer Zustimmung der rund 40 Anwesenden.

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Dies gelte es zu bekämpfen und die Vorteile der Computerwelt eben auch für den bislang eher digitalscheuen Bürger nutzbar zu machen. 

Zum anderen hielt es die Staatsministerin für wichtig, gerade in den Rathäusern, Ämtern, Behörden und Ministerien kompetente Ansprechpartner zu haben, um dem Bürger den raschen und zielgerichteten Dialog zu ermöglichen – genau dafür seien oben genannte Institutionen da.

Ihr junges Ministerium beschrieb Gerlach in der Weise, dass sie nicht wie andere Ministerkollegen mit großsummigen Förderbescheiden durch die Lande ziehe. Sie begreift ihr Haus als „Think Tank", also eine Ideenschmiede, bei der im Sinne der Bürger die schnellstmögliche Vernetzung zwischen ihnen und staatlicher Verwaltung im Vordergrund steht. 

„Die digitale Verwaltung muss kommen, daran führt kein Weg vorbei", schloss Gerlach ihr Referat und fügte hinzu, dass jedoch selbstverständlich noch über geraume Zeit auch eine analoge Parallelstruktur existieren werde, damit der Übergang für alle Bürger erlebbar sei und sie in die Entwicklung mit hineinwachsen könnten.

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