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Hauptausschuss Nittenau

Nittenau-Hauptausschuss Bürgermeister Karl Bley (rechts) nahm die Berichte von Tina Schmidt, Hermann Riedl und Birgit Auburger (von links) entgegen. Foto von Rudolf Hirsch

Nittenau. Seit sechs Jahren ist Tina Schmidt Jugendbeauftragte der Stadt Nittenau. Nach den Kommunalwahlen will die CSU-Stadt- und Kreisrätin dieses Ehrenamt abgeben. Bei der Sitzung des Hauptausschusses, am Dienstag, im Rathaus zog die Polizeibeamtin eine nüchterne Bilanz ihrer Tätigkeit. Ihre Vorschläge, eine hauptamtliche Kraft anzustellen, einen Abenteuerspielplatz zu bauen und den Jugendtreff zu sanieren, seien nicht umgesetzt worden.

„Seit zwei Jahren ist der Jugendtreff geschlossen", kritisierte die Jugendbeauftragte. Sie zählt die Jugendförderung zu den Pflichtaufgaben einer Kommune und wünscht sich mehr Wertschätzung der jungen Leute durch die Stadt. Bürgermeister Karl Bley widerspricht dieser Einschätzung und betont: „Zur Finanzierung braucht es Mehrheiten im Stadtrat". Im aktuellen Haushalt seien Finanzmittel zur Sanierung des Jugendtreffs eingestellt. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung befassten sich die Mitglieder mit der Ausstattung der mittlerweile sanierten Jugendtreff-Räume.
Die Stadt verzeichnete im vergangenen Jahr eine Zunahme der Buchungszahlen, um fünf Prozent auf 28 174 Übernachtungen. Der Leiter des Tourismusbüros, Hermann Riedl, erklärt die Steigerung mit der Umstellung des Reservierungssystems auf eine Online-Plattform. Trotz dieses guten Ergebnisses sieht er noch erheblichen Handlungsbedarf. „Ich bewerbe den Fremdenverkehr in Nittenau mit gemischten Gefühlen", gibt Hermann Riedl zu verstehen. Am Beispiel des Marienthalradweges erklärt er warum. „Er ist nicht fahrradtauglich". Und: „Enttäuschte Urlauber bleiben weg oder geben schlechte Bewertungen ab". Für eine Bewerbung in der „Oberpfälzer Radl-Welt" sei der Marienthalradweg „geradezu kontraproduktiv". Bürgermeister Karl Bley wies auf die schwierigen Verhandlungen mit Grundstücksanliegern entlang des Radweges hin.


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Hermann Riedl macht deutlich: „Beim Radln, Wandern und Bootswandern müssen wir uns noch gewaltig anstrengen, wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen". Verbesserungsbedarf sieht der Fremdenverkehrsbeauftragte auch beim Campingplatz, wenn er feststellt: „Das Chaos wie im letzten Jahr will ich heuer nicht mehr mitmachen". Riedl pocht auf eine „Optimierung des Stellplatzangebotes". Camping sei „ein boomender Markt", darauf sollte sich die Stadt einstellen. Mit der Qualität der Unterkünfte ist der Leiter des Tourismusbüros dagegen zufrieden. Sie befinde sich auf einem „guten Niveau". Riedl wünscht sich vor dem Rathaus ein Info-Terminal zur Gästeinformation rund um die Uhr.
„Wir haben die Botschaft verstanden", erwiderte Bürgermeister Karl Bley auf die Ausführungen seines Mitarbeiters. SPD-Stadträtin Monika Kulzer sieht die Stadt bei der touristischen Entwicklung dagegen auf einem guten Weg und ist der Meinung: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht".
„Das Leserverhalten hat sich geändert", stellte die Vertreterin der Stadtbücherei, Birgit Auburger, in ihrem Rückblick fest. Die Zahl der Ausleihen ging im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 20303 zurück. Auburger kündigte Aktionen zur Steigerung der Lesebereitschaft an und will zwei angekaufte „Telefonhäuschen" mit Sachbüchern und Romanen bestücken und sie am Marktplatz und im Freibad zur kostenlosen Nutzung der Bücher aufstellen. Spielzeit - Zeitspiel" heißt eine Sonderausstellung im Mai im Stadtmuseum. Dabei sind alte neben neuen Spielzeugen zu sehen. Auch wird das Spielverhalten der Kinder früher und heute verglichen.
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