3 Minuten Lesezeit (670 Worte)

Kinderbetreuung in Containern – ein Erfolgsprojekt

KiGa-Eitlbrunn Alle Beteiligten sind sich einig: Die zusätzliche Kindergartengruppe in einem Container unterzubringen, war eine sehr gute Lösung. Bild: (c) Markt Regenstauf

​Am 18. November 2019 bezogen die Kinder der „Bärengruppe" in Eitlbrunn ihr neues Domizil – einen Container. Um dem Bedarf gerecht zu werden und bis zur endgültigen Baumaßnahme, Erweiterung und/oder Umbau der Kindertageseinrichtung in Eitlbrunn oder einem Neubau bei der Grundschule in Steinsberg, beschloss der Marktgemeinderat, die Errichtung einer neuen Kindergartengruppe in Eitlbrunn in Container-Bauweise.

Mitte Februar 2020 erkundigte sich Erster Bürgermeister Böhringer nach den bisher gesammelten Erfahrungen. Neben Astrid Heyde, Leiterin der Einrichtung in Eitlbrunn, den beiden Betreuerinnen der Bärengruppe Caroline Simon (Erzieherin) und Corina Knauer (Kinderpflegerin) waren zu diesem Erfahrungsaustausch auch einige Eltern der „Bärenkinder" eingeladen. „Dem Marktgemeinderat war es wichtig, weiterhin eine wohnortnahe Betreuung der Kinder der westlichen Ortsteile sicherzustellen" beginnt Böhringer die Gesprächsrunde. Der Neubau bzw. Um-/Erweiterungsbau von solchen Projekten gestaltet sich meist langwierig und schwierig. Von der Planung über Genehmigung und Fertigstellung können hier schon mal zwei Jahre vergehen. Daher investierte der Markt Regenstauf rund 210.000 Euro in die Anschaffung und Einrichtung des Kindergarten-Containers. „Viele Kommunen setzen zwischenzeitlich bei Kindertageseinrichtungen komplett auf die Container-Bauweise und das mit sehr gutem Erfolg" informiert Bürgermeister Böhringer. „Container sind heute keine Stahlkonstruktionen mehr sondern vergleichbar mit schlüsselfertigem Bauen."

Die anwesenden Eltern sind begeistert von der Lösung. „Unsere Kinder haben sich hier sofort wohlgefühlt" ergreift Frau Pilz das Wort. „Einen großen Teil dazu trägt selbstverständlich die liebevolle Betreuung durch Caroline Simon und Corina Knauer bei." Die Kinder gehen unvoreingenommen an die Situation heran. Für sie hat ein Container nichts Negatives. Der einzige Unterschied für die Kinder ist, dass manche Kinder durch die eine Tür in den Kindergarten gehen und die anderen Kinder durch eine andere. „Die Kindergärtnerinnen fördern durch gemeinsame Aktivitäten aller Kinder den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl. Durch die räumliche Trennung wird dies sogar noch verstärkt" ist das Empfinden von Frau Schmid. Frau Schmid ist Mama von zwei Kindern, von denen die Tochter eine „Tigerente im Haupthaus" ist und der Sohn in der neuen Bärengruppe betreut wird. „Beide finden ihren Kindergarten toll." Frau Pilz ist dankbar für die Möglichkeit der wohnortnahen Betreuung. Sie ist Mutter von vier Kindern, zwei im Schulalter, zwei im Kindergartenalter. „Im vergangenen Jahr durfte ich eine Woche erleben, was es bedeutet, den zweiten KiTa-Platz in Regenstauf zu haben. Es war ein logistischer Kraftakt, dass alle Kinder pünktlich an der Schule bzw. Bushaltestelle und in den Kindertageseinrichtungen ankamen. Schön, dass mit dem Container eine weitere Kindergartengruppe in Eitlbrunn installiert wurde. Unsere Kinder lieben ihre Bärenhöhle." Die Eltern der „Bärenkinder" haben sich in einer Whats-App-Gruppe kurzgeschlossen „und ich darf für alle Eltern sprechen, wir sind sehr zufrieden, ja begeistert von den neuen Räumlichkeiten. Es ist eine vollwertige Alternative, die allen Ansprüchen unserer Kinder gerecht wird!" gibt Frau Schmid das Fazit der Elternumfrage via Whats-App wider.

In der neuen Gruppe ist alles vorhanden, was für die Kinderbetreuung erforderlich ist. „Nur alles etwas großzügiger als im Haupthaus" erklärt Astrid Heyde. „Es gibt einen geräumigen Gruppenraum, einen Schlafraum, einen großen Flur, eine Küche und sanitäre Einrichtungen, die sowohl für Krippenkinder als auch für Kindergartenkinder ausgelegt sind. Die beiden Kolleginnen in der Bärengruppe haben sogar einen kleinen Raum für sich, der als Büro und Aufenthaltsraum dient" stellt Einrichtungsleiterin Heyde ein bisschen neidisch fest. „Das würde ich mir im Haupthaus auch wünschen."

Erfahrungen aus Diesenbach, die bereits im zweiten Betreuungsjahr Gruppen in Containern betreuen, zeigen, dass auch die Hitze in den Sommermonaten kein Problem darstellt. „Die Container sind hervorragend isoliert" erklärt Bürgermeister Böhringer. Auch bei der anstehenden Baumaßnahme in Eitlbrunn, die Sanierung der Ortsdurchfahrt, haben die Verantwortlichen das Wohl der KiTa-Kinder im Blick: „Der Zugang bzw. die Zufahrt zum Kindergartengelände wird während der gesamten Bauzeit möglich sein" informiert der Bürgermeister.

Als Fazit dieses Erfahrungsaustausches lässt sich festhalten: Die Container-Unterbringung ist eine gelungene Lösung für alle Beteiligten. Der Träger der Einrichtung konnte eine schnelle und gute Lösung für die Betreuungssituation in den westlichen Ortsteilen anbieten. Die Kindergartenleitung, die Erzieherinnen und die Kinderpflegerinnen sind sehr zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz. Die Eltern zeigen sich dankbar über die wohnortnahe Kinderbetreuung und sind glücklich, weil ihre Kinder hier glücklich sind. Und die Kinder? Sie lieben ihre Bärenhöhle

Anzeige
„Das 1x1 der häuslichen Pflege“
Lebensgefährliche Verletzungen: Unfall auf A3