Ratgeber

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Orthopädie bewegt – Lindenloher Experten zu Gast in Regenstauf

HCW-PHR-OKL-RST-Bhne Über eine große Präsentationsleinwand wurden die Vorträge der vier referierenden Chef- und Oberärzte mit Fotos, Grafiken und Informationen unterstützt. Foto: H.C. Wagner

Regenstauf. Unter dem Titel „Orthopädie bewegt" referierten drei Chefärzte sowie ein Oberarzt der Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe am vergangenen Donnerstag in der Jahnhalle Regenstauf. Über 250 Besucherinnen und Besucher folgten den Vorträgen der Spezialisten mit großem Interesse und hatten die Möglichkeit, nach der Veranstaltung ein persönliches Gespräch mit den Ärzten zu führen.

Regenstaufs Bürgermeister Siegfried Böhringer, selbst ein zufriedener ehemaliger Hüft-Patient der Schwandorfer Spezialklinik, ließ es sich nicht nehmen, die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer in der Jahnhalle zu begrüßen. Marius Aach, Geschäftsführer der Klinik, stellte nach den einleitenden Begrüßungsworten des Bürgermeisters die Klinik für Allgemein- und Sportorthopädie mit integriertem Wirbelsäulenzentrum vor.Mit den Top-Bewertungen aus der Behandlung von 4.000 stationären und 10.000 ambulanten Patienten pro Jahr schaffen es Klinik und Ärzte immer wieder in die Focus-Bestenlisten. Zahlreiche Qualitätssiegel und Zertifizierungen sowie die Auszeichnung als „Olympiastützpunkt Bayern" unterstreichen den eigenen Anspruch, so der Geschäftsführer weiter.

Die Reihe der fachlichen Vorträge eröffnete Privat-Dozent Dr. Konstantinos Kafchitsas, Chefarzt und Leiter des Wirbelsäulenzentrums in Lindenlohe unter dem Titel „Das Kreuz mit dem Kreuz". Im Fokus standen hierbei die Ursachen, Präventions- undBehandlungsmöglichkeiten des Rückenschmerzes.Entscheidend sei bei der Behandlung von Wirbelsäulenbeschwerden neben einer umfassenden Diagnostik stets die Ausschöpfung aller konservativen Behandlungsmethoden. Falls eine Operation beispielsweise bei der Verengung des Wirbelkanals, Wirbelgleiten, Bandscheibenschmerz oder Wirbelgelenk-Arthrose unumgänglich sein sollte, spiele die Erfahrung der Operateure eine entscheidende Rolle. Ein Teil seines Vortrages widmete der Chefarzt auch der „Volkskrankheit" Osteoporose, die primär auf die fehlende Mobilität zurückzuführen sei und durch minimal-invasive Eingriffe gut zu behandeln sei.

Bewegung bzw. Bewegung trotz Beschwerden stand auch im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Markus-Johannes Rueth, Chefarzt für Sportmedizin und Sportorthopädie. Neben der Behandlung von akuten Sportverletzungen, die über die Notfallambulanz rund um die Uhr gewährleistet sei, stehe in der Lindenloher Sportklinik die Therapieplanung bei Sportschäden im Mittelpunkt. Nach dem Zusammenführen von Befunden und Beschwerden müsse eine sinnvolle Entscheidung zwischen konservativen und operativen Behandlungsoptionen getroffen werden, so der Sport-Experte – immer verbunden mit der Zielsetzung, die Patienten nach der klinischen Behandlung über komplexe Übungsprogramme wieder zur ursprünglichen Leistungsfähigkeit zurück zu führen.

„Eine Anästhesie in unserem Haus ist mindestens genauso gut überwacht wie eine Raumfahrtmission", erläuterte Oberarzt Martin Wallinger, der für den erkrankten Chefarzt Dr. Franz-Jürgen Unterburger, eingesprungen war. Mit zahlreichen Bildern beschrieb Wallinger die im Haus durchgeführten zentralen und regionalen Anästhesieformen, von denen die Patienten in der Regel nichts mitbekommen. Anschließend stellte er die zweitewichtige Funktion der Abteilung vor: Die Schmerztherapie. Statistisch verspüren in den ersten 48 Stunden nach der Operation bis zu 83 Prozent der Patienten Schmerzen. Diese Schmerzen können in Lindenlohe jedoch durch sogenannte Katheterverfahren ausgeblendet werden.

Langfristige Schmerzfreiheit, gute Beweglichkeit, Alltags- und Sporttauglichkeit sowie die Wiederherstellung der korrekten Anatomie – so formulierte Prof. Dr. Heiko Graichen die Ziele der Endoprothetik, also der Behandlungsmöglichkeiten bei Gelenkverschleiß. Der Ärztliche Direktor verschaffte den Zuhörerinnen und Zuhörern einen Einblick in den modernen Gelenkersatz. Mittels Computer-Tomogramm-Vermessung und 3-D-Planung könne eine individuelle Implantat-Auswahl getroffen werden. Möglichst kleine Schnitte, im Fachjargon „minimal-invasive" Zugänge verbesserten die Operationsergebnisse ebenso wie der Einsatz von Navigationshilfen im Operationssaal. „Unsere Klinik ist seit 2013 zertifiziertes Endoprothetik-Zentrum und Mitbegründer des Endoprothesenregisters Deutschland", unterstrich Prof. Graichen den hohen Qualitätsanspruch der Schwandorfer Spezialklinik.


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