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Sensible Lebewesen zu Ware degradiert - PETA erstattet Strafanzeige

Sensible Lebewesen zu Ware degradiert - PETA erstattet Strafanzeige

Whistleblower informierten PETA auch in diesem Jahr über tierquälerische Verhältnisse, auf dem im Februar stattgefundenen Dreikönigsmarkt, in Straubing. Eingepfercht in engen Transportbehältnissen, in den Transportklappen, von Reisebussen, sind die Kleintiere und Vögel den winterlichen Temperaturen über Stunden hinweg schutzlos und ohne Nahrung und Wasser ausgesetzt.

Auf dem Markt werden Tiere jedes Jahr aufs Neue rücksichtslos von den Händlern aus den Käfigen gerissen und herumgereicht. Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen hat die Tierrechtsorganisation nun erneut Strafanzeige gegen die Veranstalter des Tiermarktes, die teilnehmenden Aussteller sowie die Verantwortlichen des zuständigen Veterinäramts bei der Staatsanwaltschaft Regensburg erstattet. PETA appelliert darüber hinaus an die Behörden, dem Dreikönigsmarkt künftig keine Genehmigung mehr zu erteilen und fordert die Stadt Straubing auf, ihre Räumlichkeiten nicht mehr für Tierquälerei zur Verfügung zu stellen.

„Es ist herzlos, zahlreiche Tiere einzupferchen und sie wie Obst und Gemüse stundenlang durch Europa zu karren – das ist Tierquälerei“, so Dörte Röhl, Tierärztin und Fachreferentin bei PETA. „Der Straubinger Tiermarkt verstößt seit Jahren gegen die Tierbörsenleitlinien; wir fordern die Stadt auf, Veranstaltungen dieser Art zu verbieten.“

Nachdem im Nachbarlandkreis Cham Anfang Dezember 2015 die Geflügelpest auftrat, wurde der Dreikönigsmarkt in diesem Jahr vom 06. Januar auf den 12. Februar verschoben. Grundsätzlich bieten solche Tierbörsen sehr gute Bedingungen für eine rasche Krankheitsausbreitung unter den ausgestellten Tieren und bergen auch eine potenzielle Gesundheitsgefahr für den Menschen. Aufgrund der Terminänderung waren die Ausmaße der Veranstaltung in diesem Jahr zwar deutlich reduziert, statt mehrerer Tausend wurden im Februar schätzungsweise „nur“ einige Hundert Tiere dorthin transportiert, trotzdem wurden erneut tierschutzwidrige Umstände aufgedeckt.

Auf der Börse mit einer Ausstellungsfläche von 6.500 Quadratmetern werden normalerweise jedes Jahr über 17.000 Tiere angeboten. In den letzten Jahren schoben sich regelmäßig rund 15.000 Besucher durch die Gänge, in denen Käfige in langen Reihen übereinandergestapelt wurden – durch die Enge stießen Menschen immer wieder an Käfige und Behältnisse. PETA-Videomaterial aus dem Jahr 2013 zeigt, wie zahlreiche Tiere – darunter auch Qualzuchten – apathisch in ihren zum Teil überbesetzten Käfigen sitzen; andere weisen deutliche Stresssymptome wie schnellere Atmung oder Aggressionen auf. Rückzugsmöglichkeiten fehlen, die Tiere werden teilweise nicht ausreichend mit Nahrung und Wasser versorgt. PETA setzt sich seit Jahren für ein Verbot der Veranstaltung ein und appelliert an alle Tierfreunde, Tierbörsen wie den Dreikönigsmarkt strikt zu meiden und derartiges Tierleid nicht zu unterstützen.

 

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