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Donnerstag, 16.11.2017 - 18:11

VIDEO: Stadt möchte Schmidt-Bräu Areal erwerben

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Um das Gelände am Marktplatz in zweiter Reihe geht´s: OB Andreas Feller und die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung. Um das Gelände am Marktplatz in zweiter Reihe geht´s: OB Andreas Feller und die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung.

Am Mittwoch hat die Stadtverwaltung von Schwandorf offiziell die Absicht mitgeteilt, das Gelände der ehemaligen Brauerei „Schmidt“ erwerben zu wollen. Das war auf einer nichtöffentlichen Sitzung des Hauptausschusses am vergangenen Montag ausgesprochen worden. Der Kauf des rund 3.000 qm großen Grundstücks in bester Innenstadtlage ergebe Sinn, weil sich bessere Möglichkeiten der Förderung nutzen ließen, wenn die Kommune als Eigentümerin auftritt, sagte Oberbürgermeister Andreas Feller.

Er wies mehrmals darauf hin, dass das Gelände noch nicht gekauft sei, sondern hierüber selbstverständlich der Stadtrat zu entscheiden habe, welcher sich Anfang Dezember mit der Thematik befassen werde. Auch Anfragen nach geplanten Nutzungen müssten unbeantwortet bleiben, weil eben noch keine Planungen stattfinden könnten, solange man das Gelände nicht im Besitz habe, hieß es. Zurzeit stehen außerdem noch die Ergebnisse von drei Gutachten aus, die die Themen Baugrund, Statik und Altlasten zum Inhalt haben. „Es sind alle bisherigen Ideen und Vorschläge noch im Rennen“, betonte Feller.

 

Letztendlich gehe es um eine vernünftige und nachhaltige Lösung für das große Grundstück. Auch der bisherige Eigentümer, die „Schmidt Grundstücksverwaltung GmbH“ unter Geschäftsführung der Familie Geiß, zeigte in allen bisherigen Gesprächen ein „faires Miteinander“ und gemeinsames Interesse für eine sinnvolle und dauerhaft positive Nutzung für die Einwohner Schwandorfs und ihre Nachkommen, wie der Sachbearbeiter Liegenschaften der Wirtschaftsförderung, Armin Rank, bei der Pressekonferenz hervorhob.


Wenngleich derzeit nichts Konkretes vermeldet werden kann, so gehen Überlegungen dahin, den Marktplatz mit der Spitzwegstraße und dem Bergviertel zu verbinden. Denkbar seien nach Abriss einiger Gebäude die Nutzung für Wohnungsbau, die alte Mälzerei hingegen böte sich eventuell für die öffentliche Nutzung an. „Diese Entscheidungen kann eine Stadt als Eigentümer effizienter treffen als ein privater Investor“, sagte der Oberbürgermeister. Ganz so überraschend, wie in manchen Medienberichten verkündet, fiel die Entscheidung, den Kauf des Schmidtbräu-Geländes zu empfehlen, nun doch nicht. Schließlich sei die Kaufsumme von ca. €480.000,- im Haushalt für 2017 bereits eingepflegt worden. Vermeiden will man damit unter anderem auch die Entstehung von jahrelang brachliegenden ehemaligen Industrieflächen à la Tonwarengelände.


War das Schmidtbräu-Areal seit dem Jahr 1858 prägend für das Stadtbild, was man von der Amberger Seite kommend gut sehen kann, so soll es das auch künftig sein. Hierfür könnten dann bald bei entsprechendem Beschluss des Stadtrates die Konzepte und Ideen erörtert werden.

Fabian Borkner

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