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Jahreshauptversammlung mit Auszeichnungen der FFW Bergham

Jahreshauptversammlung mit Auszeichnungen der FFW Bergham

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Traditionell am Dreikönigstag hielt die Freiwillige Feuerwehr Bergham, im Landgasthof Schmidbauer in Muckenbach, ihre Jahreshauptversammlung ab.

Schriftführerin Gabi Reil berichtete von den Aktivitäten der Feuerwehr. Die eigenen Veranstaltungen wie Feuerwehrball, Maibaumaufstellen, Sommernachtsfest oder der Blaulichttag fanden großen Anklang bei der Bevölkerung. Auch die Feste anderer Vereine wurden besucht. In der  neugegründete Kindergruppe „Löschdrachen“ werden bereits die Vorschulkinder spielerisch an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt. Über die Arbeit dieser Gruppe berichtete der Betreuer Reinhard Weber näheres. Von sechs Betreuern, die sich abwechseln, werden elf Jungs und sechs Mädchen betreut. Durchschnittlich 13 Kinder besuchen die Gruppe einmal im Monat.

Einer der Höhepunkte war der Besuch beim Rettungsflieger des DRF, der dann tatsächlich einen Einsatz hatte. Auch „Löschanzüge“ (nicht einsatztauglich) wurden für die Kleinsten angeschafft und bei Festumzügen sind die Kleinen in ihrer Montur dabei. Insgesamt hat die Freiwillige Feuerwehr Bergham 438 Mitglieder. Von den 18 Neumitgliedern sind fünf aktiv und 13 passiv.

Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch lobte die Feuerwehr selbst als gut ausgerüstet und ausgebildet, die zu Ehrenden für 25 Jahre Dienst als „Idol und Vorbilder für die Jugend“. Nicht nur bei den Übungen, sondern vor allem bei den Einsätzen bereit sein, sei wichtig. „Wenn eine Gemeinde die freiwillig geleisteten Stunden zahlen müsste, wäre das nicht zu schultern“, so Hanisch. Kreisbrandinspektor Thomas Schmid stellte fest, dass bei vielen Feuerwehren die Alarmsicherheit während des Tages oder die Einsatzstärke generell nicht mehr gegeben sei, weil viele Aktive auswärts arbeiteten. Neben Geld für die Ausbildung und Ausrüstung seien auch die Kameradschaft und der Spaß wichtig, und dies sei in Bergham der Fall. 25 Jahre aktiver Dienst müsse anerkannt werden, denn „es ist nicht immer einfach, Dramen zu erleben“.

Nach der Ehrung der Aktiven erläuterte Kommandant Franz Schuierer die Einsätze im letzten Jahr. Von den 73 Einsätzen waren elf Brandeinsätze, 38 technische Hilfeleistungen, elf Sicherheitswachen, sechs freiwillige Leistungen und ein Fehlalarm. Bei diesen Einsätzen rückten 190 Kameradinnen und Kameraden aus und erbrachten 1990 Einsatzstunden. Das LF 8/6 wurde 1310 km bewegt und der RW2 1248 km, das Mehrzweckfahrzeug 4483 km. Um den Ausbildungsstand zu halten, hielt die Feuerwehr 21 praktische Übungen ab, zwei davon in Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren aus dem Stadtgebiet. In 19 Ausbildungsabenden wurde Wissen vermittelt. Insgesamt nahm die Ausbildung 1360 Stunden in Anspruch, davon 860 Stunden Praxis und 500 Stunden Theorie.

Verschiedene Feuerwehrmänner und –frauen bildeten sich in unterschiedlichen Lehrgängen weiter. Besonders interessant war ein Lehrgang mit realen Bedingungen in einem Munitionsbunker mit echtem Feuer, dichtem Rauch und Hitze. Schuierer dankte der Stadt für die Übernahme der Kosten. Für die Gerätewartung und –pflege wurden 356 Stunden aufgebracht, für die Hausmeistertätigkeiten am Feuerwehrhaus 307 Stunden. Die Stadt Nittenau stellte der Feuerwehr Bergham 3000 Euro zur Verfügung, der Feuerwehrverein 6500 Euro. Im Oktober ging ein „langgehegter Wunsch“ der Feuerwehr Bergham in Erfüllung: Es wurden vom Landkreis Schwandorf zwei Schubboote aus dem Katastrophenfonds angeschafft. Die offizielle Übergabe finde noch statt. Schuierer dankte der Stadt und den Landkreis für die gute Zusammenarbeit. Bei einer Bilderschau erläuterte der Kommandant auch einzelne Einsätze oder Übungen.

Jugendwart Tobias Aumann berichtete von der Jugendarbeit. Die Jugendgruppe habe derzeit vier Jungen und vier Mädchen, die sehr interessiert sind. Die verschiedenen Stufen des Wissenstests bestanden alle mit Bravour. Auch beim Ferienprogramm halfen die Jugendlichen mit, ebenso bei den feuerwehreigenen Veranstaltungen.

Der Kassenbericht verlas Kassier Hans Heimerl, Kassenprüfer Lothar Pöllinger bestätigte ordentliche Arbeit. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Bürgermeister Karl Bley freute sich über die „eindrucksvollen Berichte über das Vereinsgeschehen und die Einsätze“, sowie über den Austausch mit der Partnerstadt Prestice. „73 Einsätze zum Schutz der Bürger sind eine beachtliche Leistung“, fand Bley: „Freizeit, die man der Allgemeinheit opfert“. Jahrelang habe er sich die Notwendigkeit eines Bootes anhören dürfen, jetzt seien die Boote da. Man müsse jetzt aber auch in Zusatzausbildungen und einen Unterstellplatz investieren. Er hob auch einige Besonderheiten der Freiwilligen Feuerwehr Bergham heraus: Sie habe den dienstältesten Kommandanten und hatte vor 40 Jahren die erste Damenlöschgruppe im Landkreis.

Nicht nur die Ehrungsurkunden, auch die Lehrgangsurkunden und die Verpflichtung der Neuaufnahmen gingen recht zügig über die Bühne.

Vorstand Karl-Heinz Stich nannte noch einige Termine, die in diesem Jahr anstehen.

 

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