IMG_20201203_130139 Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt (li.) und Schulleiterin Dr. Eva Schropp zeigten sich von der Ausstellung rund um die Herstellung von Smartphones unter dem Titel „Dein Smartphone – eine Rohstoffkatastrophe?“ sehr angetan. Foto: Philipp Seitz

Kallmünzer SchülerInnen informierten sich: Das Smartphone als "Rohstoff-Katastrophe"

2 Minuten Lesezeit (312 Worte)

Kallmünz. Das Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dennoch gibt es vor dem Kauf eines neuen Handys jede Menge zu beachten. Mit der Ausstellung „Dein Smartphone – eine Rohstoffkatastrophe?" macht die Grund- und Mittelschule in Kallmünz auf die Thematik aufmerksam.

Schulleiterin Dr. Eva Schropp betonte: „Es ist uns ein Anliegen, auch über die Schattenseiten unseres Elektronikkonsums aufzuklären und Handlungsoptionen aufzuzeigen." Auf plakativen Ausstellungstafeln spannt die Ausstellung den Bogen vom Abbau der Rohstoffe in den Minen über die Arbeitsbedingungen in den Fabriken der Elektronikhersteller bis hin zu den Möglichkeiten der Endverbraucher zur nachhaltigen Veränderung dieser Zustände.

Die Ausstellung selbst wurde vom Eine-Welt-Netzwerk Bayern konzipiert und erarbeitet, sagte der Kallmünzer Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt. Gotthardt ist im Bayerischen Landtag als Ausschussvorsitzender unter anderem für die Entwicklungsarbeit zuständig und holte mit seinem Team die Ausstellung nach Kallmünz. „Sie wurde vorher noch nirgendwo gezeigt. Es ist hier also eine absolute Premiere", sagte der Abgeordnete.

Die Feuertaufe hat die jugendgerecht und informativ gestaltete Ausstellung aus Sicht von Schulleiterin Dr. Schropp und Abgeordneten Gotthardt bestanden: Die Schülerinnen und Schüler hätten sich sehr über die Herstellung der Smartphones interessiert und mit der Thematik auseinandergesetzt. So beleuchtet die Ausstellung sämtliche Stationen der Liefer- und Nutzungskette.

Alarmierend sei insbesondere, so Schulleiterin Dr. Schropp, dass nach Angaben des Eine-Welt-Netzwerks allein in Deutschland jedes Jahr ungefähr 25 Millionen neue Handys gekauft werden. Wie Abgeordneter Gotthardt ergänzt, werde jedes Gerät lediglich etwa 18 Monate genutzt und dann durch ein neues ersetzt. „Allein Handys verursachen so jährlich mindestens 5000 Tonnen Elektronikschrott." In den bayerischen Schubladen schlummern Millionen alter Handys.

Doch die „kleinen Schatzkisten" enthalten wertvolle Rohstoffe wie Gold oder Kupfer. Abgeordneter Gotthardt beteiligt sich deshalb an der deutschlandweiten Handysammelaktion. Alte, nicht mehr genutzte Handys können in den Briefkasten des Bürgerbüros in der Langen Gasse 14 in Kallmünz gegeben werden. Sie gehen dann an die Aktion des Eine-Welt-Netzwerkes, welches wohltätige Zwecke mit dem Erlös unterstützt.

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