Kinderkrippe für Ensdorf kommt bis 2017

In der Ensdorfer Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag fiel der einstimmige Beschluss: Eine zweigruppige Kinderkrippe soll gebaut und 2017 fertiggestellt werden.

Zuvor aber stellte Dipl.-Ing. Thomas Hollweck von der HC-Plan und Bau GmbH per Power-Point-Präsentation detailliert die Planung dafür vor. Die Kinderkrippe auf dem Grundstück neben dem Kindergarten wird eine Grundfläche von 20 mal 12 Metern haben. Sie wird eingeschossig „mit viel Stahl und Glas“ und einem 36-Grad-Walmdach mit roten Ziegeln gedeckt als moderner Bau entstehen. Durch ein umlaufendes Vordach soll ganzjährig Sonne einfangen bzw. vor ihr geschützt werden. Zudem wird das neue Gebäude eine überdachte Verbindung zum Kindergarten erhalten und so als geschlossene Einheit erscheinen.

Die Kinderkrippe werde zwei Gruppenräume mit entsprechenden Sanitäranlagen, einen Gruppennebenraum und einen Wartebereich, ein Büro für die Leitung und einen Sozialraum für das Personal enthalten. Der Außenbereich, welcher 250 Quadratmeter umfasst, werde als Spiel- bzw. Freiflächegestaltet. Der Eingangsbereich wird, auch für den Kindergarten, an der Rückseite sein und eine 6,50 Meter breite Zufahrt die Anfahrt der Eltern mit Pkws ermöglichen, wodurch ein großes Stück Sicherheit geschaffen werde. 16 Parkplätze für Personal und Besucher werden geschaffen.

Die zweigruppige Kinderkrippe, so Hollweck, sei für 24 Kinder im Alter von einem bis drei Jahren konzipiert, die Gesamtkosten würden 950.000 Euro nicht überschreiten. Auf eine maximale staatliche Förderung von bis zu 500.000 Euro könne die Gemeinde dabei hoffen. „Das Ganze ist ein wohldurchdachter Entwurf. Es sprechen aber noch viele Stellen mit, wenngleich mit den entscheidenden bereits fundierte Vorgespräche stattgefunden haben“, erklärte der Planer. Die Gemeinderäte gaben sich von dem „heimeligen Charakter“ des übersichtlichen Baus überzeugt, in dem sich „Kinder und Erzieher sicherlich wohl fühlen werden“. „Geeignetes Personal für die Kinderkrippe zu finden wird das Spannendste werden“, gab sich Bürgermeister Markus Dollacker überzeugt.

Einstimmig war das Votum des Gemeinderats, die Planung in Abstimmung mit den Zuschussträgern und Fachstellen weiter zu verfolgen sowie die entsprechenden Förderanträge zustellen. In der nächsten Klausursitzung werde man sich intensiv mit dem Projekt befassen und in den Haushaltsplan 2016 dann auch die entsprechend notwendigen finanziellen Mittel einstellen. Einstimmig genehmigte anschließend der Gemeinderat auch die Bauanträge von Jürgen Hofmeister auf Neubau einer Garage für Baufahrzeuge auf den Flurnummern 62 und 8/2 der Gemarkung Thanheim sowie von Monika und Wolfram Seebauer für einer Doppelgarage mit Werkzeugraum statt einer Fertiggarage auf dem Grundstück Abt-Meiler-Straße 22 in Ensdorf.

Auf Anregung von Bürgermeister Markus Dollacker wurden konkrete Planungen für die Gründung einer „Infrastrukturgesellschaft Amberg-Sulzbach GmbH (InAS) erstellt. Inzwischen sei von den beteiligten Gesellschaftern, den Gemeinden Birgland, Ebermannsdorf, Ensdorf, Kümmersbruck, Ursensollen, den Marktgemeinden Hohenburg, Kastl, Rieden sowie den Stadtwerken Amberg ein Gesellschaftsvertrag geschlossen worden. Vorrangig solle dabei der Ausbau der Breitbandversorgung der Partnergemeinden sein. Die Projektabwicklung solle dabei federführend durch die Stadtwerke Amberg unterstützt werden. Einstimmig votierte Gemeinderat für Gründung der Infrastruktur Amberg-Sulzbach GmbH (InAS) u und billigte ebenso den Gesellschaftsvertrag.

Länger und teils kontrovers diskutiert wurde der Antrag der SPD-Fraktion auf eine kostenfreie Energieanalyse für die örtlichen Vereine in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) bzw. dem Bayerischen Landessportverband (BLSV). Auf Vorschlag von Bürgermeister Dollacker kam folgender Beschlussvorschlag zustande: „Der Gemeinderat forciert für die Liegenschaften der örtlichen Vereine einen Klimacheck und beteiligt sich im Bedarfsfall dafür mit bis zu 800 Euro. Die gegebenen Fördermöglichkeiten sollen ausgeschöpft werden.“ Umso überraschender dann aber das Abstimmungsergebnis: Mit sechs gegen sieben Stimmen wurde der Antrag abgelehnt. Bürgermeister Dollacker informierte abschließend den Gemeinderat darüber, dass die Mittelschule Ensdorf wieder mit dem Prädikat „Umweltschule“ ausgezeichnet worden sei. Mit drei Sternen habe sie nun die höchste Auszeichnung erreicht.