Klärschlammtrocknung: Genehmigung in Rekordzeit

Klärschlammtrocknung: Genehmigung in Rekordzeit

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Schwandorf. In Rekordzeit von gerade mal sieben Monaten ab dem Eingang der Antragsunterlagen genehmigte das Landratsamt Schwandorf als zuständige Genehmigungsbehörde die Klärschlammtrocknungsanlage des Zweckverbandes Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf (ZTKS) auf dem Gelände neben dem Müllkraftwerk. Landrat Thomas Ebeling übergab am Freitag zum Abschluss des förmlichen, immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens den Bescheid für das samt Baunebenkosten voraussichtlich rund 21 Millionen Euro teure Vorhaben an den Verbandsvorsitzenden des ZTKS, Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller.

 

Schon ein wenig stolz zeigte sich Landrat Thomas Ebeling angesichts der Bearbeitungszeit seiner Behörde. Dieses hochkomplexe Genehmigungsverfahren, in das verschiedenste Träger öffentlicher Belange eingebunden waren, konnte binnen einer Frist von nur sieben Monaten abgeschlossen werden. Ein im Mai vorgesehener Erörterungstermin musste mangels begründeter Einwendungen nicht durchgeführt werden und beschleunigte dadurch das Verfahren.

Geplanter Baubeginn ist nunmehr gegen Ende September 2017. Die Fertigstellung der Hochbaumaßnahmen ist für Mai bzw. Juni 2018 vorgesehen. Danach beginnt die Vor-Ort-Montage des Bandtrockners mit geplanter Beendigung Mitte September 2018. Die Inbetriebnahme der Gesamtanlage ist für Mitte Dezember 2018 vorgesehen.

Wer ist der ZTKS und welche Aufgabe hat er?

25 Kläranlagenbetreiber aus den Landkreisen Schwandorf, Neustadt a. d. Waldnaab und Regensburg haben sich im November 2015 zum „Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf“, kurz „ZTKS“ zusammengeschlossen. Ziel dieses Verbandes ist es, in Schwandorf eine Klärschlammtrocknungsanlage zu errichten. Der Standort wird östlich des Müllkraftwerks auf dem Gelände des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) liegen. Dieser ist ebenfalls Gründungsmitglied des Verbandes und wird die Anlage künftig auch betreiben.

Die Klärschlammtrocknungsanlage

Die Klärschlammtrocknungsanlage wird hauptsächlich aus Annahme- und Zwischenlagereinrichtungen, der eigentlichen Trocknerhalle mit zwei Bandtrocknern und der notwendigen Abluftreinigung sowie Biofiltern bestehen. Die entstehenden Abwässer sollen über eine eigene Druckleitung direkt zur Verbandskläranlage Schwandorf abgeleitet werden.

Das Material wird von ca. 25 % Trockensubstanzgehalt (d.h. ca. 75 % Wassergehalt) auf über 90 % getrocknet und anschließend als Ersatzbrennstoff, z.B. im Zementwerk verwendet. Eine Verbrennung des Trockengutes im Müllkraftwerk ist nicht vorgesehen.

Die Trocknungsanlage benötigte aufgrund der geplanten Durchsatzleistung eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung mit Öffentlichkeitsbeteiligung. Zuständig für die Genehmigung war das Landratsamt Schwandorf.


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