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2020_07_Klausur_AOVE_1 Bürgermeister und Geschäftsstelle der AOVE besprechen im Rahmen ihrer Klausurtagung Projekte für den Aktionsplan 2023. Bild von Waltraud Lobenhofer

Klausurtagung AOVE in Erbendorf

2 Minuten Lesezeit (489 Worte)
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Amberg-Sulzbach. Die Erstellung eines Zeitplans für die Projekte, die in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden sollen, war Schwerpunkt der AOVE Klausurtagung, die in Erbendorf stattfand. Den Rahmen für die Umsetzung bildet das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) AOVE Resilienz.Als Ergebnis wurden die Projekte thematisch gegliedert und im Aktionsplan 2023zusammengefasst. Die AOVE-Geschäftsstelle wird die Entwicklungen auch zukünftig begleiten und siehtsich dabeimit neuen Aufgaben konfrontiert (siehe Kasten). 

Stolz sind die Beteiligten, dass das ILEK AOVE Resilienz bayernweit das erste ILEK ist, das unter Resilienz-Gesichtspunkten erstellt wird (siehe Kasten).

Nicht einfach war die Aufgabe für die Anwesenden,aus den über 70 vorliegenden Projekten eine Auswahl für den Aktionsplan2023 zu treffen. Die Projekte stammten aus der Bürgerumfrage, der AOVE-Steuerungsgruppe, den Ideen der Bürgermeister und der AOVE-Geschäftsstelle sowie von verschiedenen Fachstellen. Diesewurden von Dr. Sabine Hafner und Dr. Elisabeth Appel-Kummer (KlimaKom eG) vorgestellt,von allen ausführlich diskutiert und anschließend bepunktet.

Ein Schwerpunkt in den nächsten Jahren wird das Thema Digitalisierung sein, ergab die Bewertung. Für die digitalen Projekte wurden folgende Grundsätze festgelegt: Digitalisierung soll kein Selbstzweck sein, sondern muss der Umsetzung des ILEKs dienen sowieauf bestehende Tools oder Software-Lösungen zurückgreifen. Ziel ist es, soweit wie möglich und sinnvoll alle Lebensbereiche online zugänglich machen.

Im Mittelpunkt werden aber auch Themen wie interkommunaler Glasfaserausbau, Klärschlammentsorgung, Ausbau der Wege-Infrastruktur und Naherholung sein, so der Wunsch der Bürgermeister. Auf dem Plan stehen außerdem Projektcluster wie Energie-, Mobilitäts-, Konsum-, Ressourcen- und Erholungswende sowie die Themen Wirtschaftsumbau und Kommune als Vorreiter mit verschiedensten Teilprojekten.

Bild von Frau Dr. Sabine Hafner
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„Wir freuen uns,dass wir mit der Erarbeitung eines ILEKs unter Resilienz-Gesichtspunkten auf die drängenden Herausforderungen unserer Zeit eingehen können und eine Vorreiterrolle spielen. In der Krise haben wir gesehen, wie attraktiv der ländliche Raum ist. Dies wollen wir ausbauen.", betonte der Sprecher der AOVE, 1. Bürgermeister Bernhard Lindner aus Hahnbach. Das ILEK wird im Sommer fertig gestellt und im Herbst verabschiedet. Die Erstellung des ILEKs wird gefördert über das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz.

Am zweiten Tag der Klausurtagung stellte Leitender Baudirektor Hans-Peter Schmucker vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz Struktur, Organisation und Aufgaben des ALE Oberpfalz vor und ging auf den Fördermittelbedarf sowie geplante Dorferneuerungsverfahren in der AOVE ein. Insbesondere erläuterte er die aktuellen FörderinitiativenLand.belebt, FlurNatur, Innen statt Außen und boden:ständig. Einig waren sich die Bürgermeister, dass im Rahmen der Umsetzung des ILEKs AOVE Resilienz auf diese Förderungen zurückgegriffen werden soll. Abschließend präsentierte Schmucker eine Übersicht bereits ausbezahlter sowie noch offener Fördermittel an die AOVE.

Kasten: Aufgaben der AOVE-Geschäftsstelle

  • -Impulsgeber für einen solidarisch-ökologischen Wandel
  • -Anregen von sozialen Innovationen und kulturellem Wandel
  • -Unterstützung von Bürger*innen mit „gschpinnerten" Ideen
  • -Bindeglied zwischen Bürgerschaft – Kommunen – Landkreis
  • -Öffentlichkeitsarbeit
  • -Abschaffung dessen, was überholt oder nicht mehr wirksam ist


Kasten:Was ist Resilienz? Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, Krisen ohne große Schäden bewältigen zu können. Projektumsetzung unter Resilienz-Gesichtspunkten bedeutet für die AOVE, die Krisenanfälligkeit der Region zu verkleinern und deren Widerstandskraft zu stärken.

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