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Kreis Schwandorf. "Der Spielraum für die Öffnung von Schulen und Kindertagesstätten wurde zwar maximal ausgenutzt, aber wir haben eine Grenze erreicht, bei der verantwortungsbewusst gehandelt werden muss. Die Inzidenz ist deutlich von 110,2 auf 123,8 gestiegen und es besteht keine Aussicht, dass die Zahlen zeitnah wieder deutlich sinken würden. Schulen und Kitas sind deshalb ab morgen geschlossen", schreibt Hans Prechtl vom Landratsamt am Mittwoch.

31 Fälle sind am Mittwoch aus der Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz herausgefallen. Trotzdem ist die Inzidenz deutlich gestiegen, da am Dienstag 51 neue Fälle aufgetreten sind. "Unsere Erwartung, dass eine, wenn auch kleine Entspannung eintreten würde, hat sich leider nicht erfüllt", so Prechtl. Auch dass morgen 29 Fälle aus der Berechnung der Inzidenz herausfallen werden, werde keinen Rückgang bedeuten, da für heute mehr Fälle erwartet werden. 

Aufgrund der fehlenden realistischen Chance, dass sich die Werte bis zum Ende der Woche wieder auf etwa 100 oder knapp darüber einpendeln würden, musste am Mittwoch gehandelt werden. Es werde stets eine sachgerechte Abwägung vorgenommen, bei der die Prognosen für die nächsten Tage eine Rolle spielen. "Während gestern das Pendel noch zugunsten der Öffnung ausschlug, ist ein weiteres Offenhalten der Einrichtungen jetzt aufgrund der aktuellen Zahlen nicht mehr vertretbar", schreibt Prechtl.

Die Kindergärten und die Kinderkrippen wechseln ab morgen wieder vom eingeschränkten Regelbetrieb in die Notbetreuung. Die Schulen wechseln vom Präsenz- in den Distanzunterricht. Eine Sonderregelung gilt für Abiturientinnen und Abiturienten, für die im Jahr 2021 Abschlussprüfungen durchgeführt werden, sowie für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen anstehen. Für diese Schüler findet inzidenzwertunabhängig Wechselunterricht statt, wobei eine Teilung der Klasse bzw. des Kurses nur erforderlich ist, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

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