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Kultur im goldenen Kleid: Projekt Aurelium

Kultur im goldenen Kleid: Projekt Aurelium

3 Minuten Lesezeit (675 Worte)

Golden glitzert der neue kulturelle Mittelpunkt Lappersdorfs in der Sonne. Das außergewöhnliche und lichtdurchflutete Gebäude schmiegt sich wunderbar in die Landschaft.  Durch den Bau der Autobahn wurde der Fluss verlegt und zusätzliches Bauland entstand. So konnte nun der Wunsch nach einem kulturellen Zentrum inmitten der Ortschaft verwirklicht werden. Lange wurde das Konzept für ein solches Zentrum mit den Bürgern, Vereinen, Pfarreien und Verbänden diskutiert. Im Mai 2012 fasste dann der Marktrat einen Grundsatzbeschluss, ein Kulturzentrum zu bauen.


Alle Beteiligten waren von Anfang an begeistert und brachten sich mit vielen produktiven Vorschlägen aktiv in den Gestaltungsprozess mit ein. Für die Planungen nahm man sich über ein Jahr Zeit - schließlich sollte das Zentrum perfekt werden. Am 23. Juli 2013 war es dann so weit – der Spatenstich erfolgte. Und seither geht es zügig voran. Auch ein Wasserschaden im Sommer 2015 konnte die beteiligten Firmen nicht bremsen.

Insgesamt sind bzw. waren rund 30 Firmen am Bau beteiligt, teilweise waren bis zu zwölf Gewerke mit gesamt 30 bis 40 Mann gleichzeitig beschäftigt. Entstanden ist ein Bauwerk, auf das die Marktgemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger stolz sein können, ist sich Bürgermeister Christian Hauner sicher. Hier können Vereine und Künstler eine neue Heimat finden und das Haus mit Leben und Musik füllen. Geplant sind auch Vernissagen, Lesungen oder Ausstellungen.

Das AURELIUM verfügt über verschiedene Räume. Der große Konzertsaal im Erdgeschoss bietet Platz für 600 Gäste. Er ist teilbar, so dass auch kleinere Kulturereignisse ihren Platz finden. Um den besten Musikgenuss zu erhalten, erhielten die Wände des Konzertsaals eine spezielle Verkleidung. Dafür wurde eigens ein Ingenieurbüro, das sich ausschließlich mit der Akustik eines Raumes beschäftigt, beauftragt. Weiterhin ist die Cateringküche im Erdgeschoss untergebracht.
Im Zwischengeschoss sind die Künstler-Umkleiden mit direktem Zugang zur Bühne. Die Garderoben, Toiletten, ein Konferenzraum und das Büro von Klaus Wenk, dem Leiter des AURELIUM befinden sich im 1. Stock. Der 2.Stock beherbergt einen weiteren, kleineren Konferenzraum, Technikräume, sowie Lagerräume für die Vereine.

Die Konferenzräume sind mit einer technischen Grundausstattung bestückt. Der Konzertsaal verfügt über eine sehr gute Audio-Anlage und eine exzellente Eigenakustik, so Klaus Wenk. Die Bühne umfasst ca. 60 Quadratmeter, ist an der Front elf Meter breit und sechs Meter tief.

Ein eigener Flügel
„Das AURELIUM besitzt einen hochwertigen Konzertflügel, der durch die Initiative einiger Lappersdorferinnen und Lappersdorfer möglich wurde“, ist Bürgermeister Hauner sichtlich stolz auf seine Bürger. Mit neun Benefiz-Konzerten zugunsten des Flügels konnten 15.000 Euro an Spenden gesammelt werden. 10.000 Euro hatte bereits im Vorfeld die Rewag gespendet und weitere 2.000 Euro aus dem Rewag-Kulturfonds beigesteuert. Somit gingen 27.000 Euro an Spenden für den Flügel ein, den Rest übernahm die Marktgemeinde, so Hauner.

Bevor das AURELIUM jedoch seiner endgültigen Bestimmung übergeben werden kann, ist noch einiges zu erledigen. So sind die Techniker mit dem endgültigen Verkabeln der Elektroinstallation beschäftigt, die Cateringküche muss noch aufgebaut werden und noch vieles mehr. “Aber wir werden rechtzeitig zur Eröffnung fertig werden”, ist sich Peter Achatz, Bauamtsleiter des Marktes, sicher. Wenn nun alle groben Arbeiten erledigt sind, geht es ans Feintuning mit der Innenausstattung, der Bestuhlung für rund 600 Personen, der Einrichtung der Büroräume, der Kommunikationstechnik, etc. Und dann wird auch noch der Konzertflügel geliefert, für den man sogar einen eigenen kleinen Raum hinter der Bühne eingeplant hat.

Die Gesamtkosten des Bauwerks liegen bei rund 6,9 Millionen Euro netto und dürften nach derzeitiger Lage auch im gesetzten Rahmen bleiben. Im Außenbereich entsteht eine Terrasse an der West-Seite des Gebäudes. Um an den ursprünglichen Verlauf des Regens zu erinnern, wurde ein Kunstwerk - eine stilisierte Zille - bei Heinrich Glas in Nittendorf in Auftrag gegeben.
Weiterhin wird das gesamte Areal durch eine Parkanlage mit Boule-Bahn und Spielgeräten aufgewertet. 80 neue Stellplätze werden für die Besucher geschaffen. Für die Erstellung des Außenbereiches fallen noch zusätzliche 800.000 Euro (netto) Kosten an.

Am Freitag, 15. April, wird das AURELIUM mit einem Festakt eröffnet. Zwei Tage später, am 17. April, präsentiert das Georgische Kammerorchester Ingolstadt im Eröffnungskonzert ein spannendes Programm mit Highlights der klassischen Musik. Am Sonntag, 24. April, ist dann die Lappersdorfer Bevölkerung sowie alle anderen Interessierten beim „Tag der offenen Tür“ eingeladen, das Gebäude zu besichtigen.

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