corona-Gerd-Altmann-pixabay Symbolbild: © Gerd Altmann, pixabay

Landkreis Schwandorf: Erneut mehr als 100 Infektionen an einem Tag

3 Minuten Lesezeit (689 Worte)

Schwandorf. Das Landratsamt Schwandorf meldet: Mit 137 Fällen vom 4. November stieg die Gesamtzahl auf 10.221 und die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich von 215,5 auf 264,0. Die Inzidenz wird weiter kräftig steigen, da uns heute bislang 130 neue Meldungen erreicht haben, denen nur 65 gegenüberstehen, die aus der Berechnung der Inzidenz wieder herausfallen.


In einem Krankenhaus in Regensburg ist eine 83-jährige Bewohnerin eines Altenheimes im südlichen Landkreis Schwandorf gestorben. Sie ist der 173. Todesfall im Landkreis. Die Auslastung der Intensivbetten hat im Leitstellenbereich, zu dem die Stadt Amberg und die Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf gehören, die Schwelle von 80 Prozent erreicht. In der zu Ende gehenden Schulferienwoche waren fünf neue Ermittlungen in Schulen und ebenso fünf Ermittlungen in Kindertagesstätten erforderlich. Die Ansteckungen reichen in die Zeit vor Ferienbeginn zurück. In der Tagesübersicht wird erneut ein Großbetrieb genannt. Doch während der Ausbruch in dem mehrmals genannten Betrieb mit Sitz im südlichen Landkreis beendet ist, ist jetzt ein Betrieb im nördlichen Landkreis betroffen. Fälle sind auch in zwei Seniorenheimen und in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber zu verzeichnen. Trotz deutlich steigender Fallzahlen bleibt das Infektionsgeschehen diffus.

„Run" auf das Impfzentrum

Gestern hatte unser Impfteam rund 220 Impfungen zu bewältigen, was auch mit den in München kurzfristig angekündigten Verschärfungen in Verbindung stehen dürfte. Da unsere Kapazitäten auch durch die Menge des Impfstoffes begrenzt sind, wurden heute folgende Beschränkungen als ad-hoc Maßnahme eingeführt:

Damit sich der Vorrat an Biontech nicht erschöpft, können wir voraussichtlich in den nächsten zehn Tagen keine neuen Erstimpfungen mit diesem Impfstoff anbieten. Dies ist dem Bestellvorlauf von zwei Wochen geschuldet und der Tatsache, dass wir bei Zweitimpfungen nicht auf einen anderen Impfstoff wechseln können. Da wir diese Zweitimpfungen mit Biontech gewährleisten wollen, muss der Bestand für die Zweitimpfungen reserviert werden. Die Belieferung in der nächsten Woche wird daran zunächst kaum etwas ändern.

Als Alternative für die Erstimpfungen steht der technisch vergleichbare und mindestens gleichwertige Impfstoff von Moderna zur Verfügung. Beide sind mRNA Impfstoffe und ab zwölf Jahren zugelassen. „Meiner Meinung nach ist Moderna gegen die vorherrschende Delta-Variante auch etwas besser wirksam. Leider machen derzeit wir und auch die Ärzte in der Umgebung die Erfahrung, dass es auch Impfdurchbrüche bei Biontech gibt", erläutert der Ärztliche Leiter unseres Impfzentrums, Dr. Moritz Maenner.

Kreuz-Impfung als Auffrischung

Nicht zuletzt aufgrund der Impfdurchbrüche empfehlen wir bei der Booster-Impfung ein Kreuz-Impfschema (also nach zwei Impfungen mit Biontech die Booster-Impfung mit Moderna und umgekehrt). Dieses Schema zeigt in aktuellen Studien eine bessere Immunantwort als die dreimalige Impfung mit demselben Impfstoff. Auch nach einmaliger Impfung mit Johnson & Johnson sind diese Impfstoffe als Kreuz-Impfung empfohlen.

Boosterimpfung nur mit Termin und zeitlichem Mindestabstand

Aus den genannten begrenzten Kapazitäten und der derzeit starken Nachfrage nach Erstimpfungen resultiert auch die Notwendigkeit, für die Boosterimpfungen einen Termin zu vereinbaren. Hierbei ist der zeitliche Mindestabstand unbedingt zu beachten. Dieser beträgt sechs Monate nach einer Zweitimpfung mit Biontech, Moderna oder Astra und vier Wochen nach einer Erstimpfung mit Johnson & Johnson. Verschiedentlich wurde gefragt, ob die sechs Monate ab der Erstimpfung oder ab der Zweitimpfung rechnen. Richtig sind sechs Monate ab der Zweitimpfung, wobei die Zweitimpfung in einem dpa-Bericht vom Mittwoch als „Abschluss der ersten Impfserie" bezeichnet wurde.

Erst- und Zweitimpfungen sind zu unseren aktuellen Öffnungszeiten ohne Terminvereinbarung möglich.

Personen, die ohne Termin für eine Boosterimpfung erscheinen oder bei denen der zeitliche Mindestabstand nicht eingehalten ist, werden abgewiesen. Diese Maßnahme ist leider notwendig, um die ohnehin schon wenig planbare Impfstofflogistik nicht noch zusätzlich zu verkomplizieren. Außerdem können so bei den Booster-Impflingen lange Wartezeiten vermieden werden.

Für Erstimpfungen kann ein Termin auf Wunsch weiterhin auch online gebucht werden. Die Termin-Slots werden zukünftig wieder vermehrt in eigenen Zeitfenstern angeboten, also außerhalb der kommunizierten Öffnungszeiten. Wenn wir also mitteilen, dass ab 13 Uhr geöffnet ist, ist es durchaus möglich, dass der Vormittag ausschließlich für Termine reserviert ist.

In diesem Sinne teilen wir für die nächsten Tage folgende Öffnungszeiten mit:

Samstag, 6.11.von 9 bis 13 und 14 bis 17 Uhr

Sonntag, 7.11.von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr

Montag, 8.11.geschlossen

Dienstag, 9.11geschlossen

Mittwoch, 10.11.von 13 bis 16 Uhr

Donnerstag, 11.11.von 16 bis 19 Uhr

Informationen zu Corona sind in unserer Landkreishomepage unter den Buttons „Coronavirus" und „Impfzentrum" zusammengefasst.

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