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Landrätin und Oberbürgermeister übergaben die ersten Ehrenamtskarten

Landrätin und Oberbürgermeister übergaben die ersten Ehrenamtskarten

5 Minuten Lesezeit (1014 Worte)

Landrätin Tanja Schweiger und Oberbürgermeister Joachim Wolbergs übergaben am vergangenen Freitag im Historischen Reichssaal des Alten Rathauses in Regensburg die ersten Ehrenamtskarten an ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis bzw. der Stadt Regensburg. In Anwesenheit von Staatssekretär Johannes Hintersberger wurden 150 Ehrenamtliche mit dieser Karte ausgezeichnet. Die erstmalige Verleihung fand damit exakt an dem Tag statt, an dem Stadt und Landkreis Regensburg offiziell dieses neue Vergünstigungssystem einführten.

 

Oberbürgermeister Joachim Wolbergs konnte neben den 150 Ehrenamtlichen auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und Wirtschaft begrüßen. Sein Dank gelte zu aller erst allen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern, „die in vielen Bereichen und in unterschiedlichsten Tätigkeitsfelder für das soziale und damit gesellschaftliche Wohl in der Stadt und im Landkreis eintreten.“  Seine Gedanken gingen in dieser Stunde auch an Markus Sackmann, der das Projekt Ehrenamtskarte mit großem Einsatz vorangebracht habe. Dem Ehrenamt die gebührende Anerkennung zu geben, sei nach den Worten des Oberbürgermeisters eine „Daueraufgabe, der wir uns gerne stellen“. Mit der Ehrenamtskarte komme diese Wertschätzung auch deutlicher zum Ausdruck als mit der bisherigen Freiwilligenkarte, sei sie zum einen doch personalisiert und biete sie zum anderen auch einen Zugang zu Vergünstigungsmöglichkeiten in ganz Bayern an. Mit der Ehrenamtskarte habe im übrigen nun auch ein weiteres gemeinsames Kooperationsprojekt von Stadt und Landkreis Regensburg realisiert werden können, auch dafür bedanke er sich beim Landkreis und bei der Landrätin.

 

Landrätin Tanja Schweiger ging in ihrer Ansprache zunächst auf die Meinungsbildung ein, die der Einführung der Ehrenamtskarte im Landkreis voranging. Ihr erklärter Wille und der des Oberbürgermeisters zum Amtsantritt vor zwei Jahren sei gewesen, sich diesem Vergünstigungssystem anzuschließen. Die Rückmeldungen aus den Ehrenamtsverbänden und auch von den Kreistagsfraktionen signalisierten hierfür einhellige Zustimmung, denen die Beschlussgremien des Landkreises dann einstimmig gefolgt seien. Mit  Stadt und Landkreis Regensburg gehörten nun 80 % aller bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte dem Projekt Ehrenamtskarte an. Wichtig sei ihr darüber hinaus, den Vereinen und Verbänden auch für ihre „alltägliche“ Ehrenamtsarbeit Hilfestellungen und Unterstützungen anzubieten. So habe sie beispielsweise die Veranstaltungsreihe „Vereinsschule“ initiiert, in der in fünf Abendveranstaltungen Informationen und Vorträge zu unterschiedlichsten Themenbereichen angeboten werden. Konzeptionell beabsichtigt sei damit, so die Landrätin weiter, „dass der Landkreis generell einen Beitrag leisten will, die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt kontinuierlich zu verbessern“. Nicht vergessen werden dürfe auch, dass das Ehrenamt –neben der berechtigten Wertschätzung für die Arbeit der großen Verbände und Vereine, wie etwa der Feuerwehren oder der Sport- und Schützenvereine- auch in vielen - oft kleinteiligen - Bereichen stattfinde, die oftmals unbemerkt von der Öffentlichkeit agierten. Sie denke hier beispielsweise an die Kultur-, aber auch an die Jugendarbeit.

 

Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger überbrachte die Grüße der Bayerischen Staatsregierung und betonte, dass es der gesellschaftliche Zusammenhalt sei, der das besondere Lebensgefühl in Bayern entstehen lasse. Die Bayerische Ehrenamtskarte würdige dieses Engagement und bringe die Anerkennung und Wertschätzung all derjenigen Bürgerinnen und Bürger zum Ausdruck, die sich für die Gesellschaft in so ausgezeichneter Weise einbrächten.

 

Landrätin und Oberbürgermeister übergaben anschließend persönlich an jeweils zehn – im Vorfeld per Losverfahren ausgewählte-  Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis die Ehrenamtskarten. Allen weiteren wurden die Ehrenamtskarten im Laufe der Veranstaltung ausgehändigt.

 

Der Festveranstaltung, musikalisch umrahmt von „PowerPack“, schloss sich ein Stehempfang an; das Buffet wurde gestaltet und präsentiert von den „Miniköchen“.

 

Hintergrund:

 

Anträge konnten ab Jahresbeginn gestellt werden:

Zum 31.03.16 sind  beim Landkreis bereits 275  Anträge auf Ausstellung der Ehrenamtskarte eingegangen; 220 davon auf Ausstellung der „normalen“ blauen Ehrenamtskarte (die bekommt, wer sich über 2 Jahre im Schnitt 5 Stunden pro Woche ehrenamtlich engagiert hat), 55 auf Ausstellung einer goldenen Ehrenamtskarte (die nach 25jährigem ehrenamtlichen Engagement beantragt werden kann).

 

Bisher 25 Akzeptanzstellen im Landkreis:

Akzeptanzstellen – also Firmen, kommunale und andere Einrichtungen, die Vergünstigungen für Ehrenamtskarteninhaber/innen anbieten – konnten im Landkreis bisher 25 gewonnen werden, 10 davon haben bereits als Vergünstigungsstelle bei der Freiwilligenkarte mitgemacht. Wobei die Akquise kontinuerlich fortgesetzt wird, um das Angebot an Vergünstigungen immer weiter auszubauen.

 

Vorläufer war die Freiwilligenkarte:

Die Freiwilligenkarte war im Mai 2013 für Stadt und Landkreis Regensburg neu eingeführt worden. An etwa 50 Vergünstigungsstellen sollten ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger zur Anerkennung ihres Engagements Ermäßigungen in Anspruch nehmen können. Nach zwei Jahren, so die damalige Festlegung, sollte das Projekt evaluiert und festgelegt werden, ob und ggf. wie man dieses Vergünstigungsangebot für Ehrenamtliche weiterentwickeln solle. Aufgrund noch notwendiger Abstimmungen in Bezug auf die von Landrätin und Oberbürgermeister beabsichtigte Einführung der Bayer. Ehrenamtskarte wurde die Gültigkeit der Freiwilligenkarte über diesen Zwei-Jahres-Zeitraum hinaus verlängert und zwar bis zum 31.03.16. Die Anzahl der ausgegebenen Freiwilligenkarten betrug in der Stadt Regensburg ca. 3.100, im Landkreis ca. 5.200. Es gab 17 Akzeptanzstellen in der Stadt, 39 im Landkreis. Die Inanspruchnahme der Freiwilligenkarte konzentrierte sich überwiegend auf die Parkgebührenermäßigung bei den drei großen Badeseen (Guggenberger, Sarchinger, Roither See) sowie auf die vergünstigten Eintritte für das Stadttheater und das Westbad.

 

80 % aller Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern haben bereits die Bayer. Ehrenamtskarte:

Am  Projekt „Bayerische Ehrenamtskarte“ sind  (mit Stadt und Landkreis Regensburg) bereits  77 der insgesamt 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern beteiligt.

 

Wesentliche Unterschiede zwischen Ehrenamts- und Freiwilligenkarte:

 

Bayer. Ehrenamtskarte:                                                                                             Freiwilligenkarte:

personenbezogen                                                                                                       organisationsbezogen

 

Gegenseitige Anerkennung der Vergünstigungen innerhalb                nicht möglich

aller Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern

 

 

„PowerPack“

Inklusives Musikprojekt der Caritas Regensburg im Rahmen der Offenen Behindertenarbeit.

 

„Miniköche“

Projekt für Kinder und Jugendliche, über einen Zeitraum von zwei Jahren Lebensmittel und Gerichte selbst herzustellen.

 

 

Kontakt/Informationen rund um die Ehrenamtskarte:

Für Fragen zum Antragsverfahren oder aber auch allgemein zur Ehrenamtskarte steht die Freiwilligenagentur des Landkreises Regensburg gerne zur Verfügung.

 

Ansprechpartnerinnen:

Dr. Gaby von Rhein, Tel. 0941 / 4009-305;

Gisela Rothballer, Tel. -638 und

Magdalena Meyerweissflog, Tel. -414

 

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Antragsformulare und alle weiteren Informationen unter:

www.freiwilligenagentur.landkreis-regensburg.de

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