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Leben-an-der-Vils Fabian von Ferrari (stehend am Pult) und seine Kolleginnen und Kollegen der Berlin-Hamburger Architektengemeinschaft erläutern Vertretern der Stadt Amberg sowie der Amberger Vereine und Verbände - unter ihnen auch Oberbürgermeister Michael Cerny (am rechten Bildrand) - ihr Konzept vom "Leben an der Vils". Bild: © Susanne Schwab, Stadt Amberg

„Leben an der Vils“: Wettbewerbssieger stellten ihre Planung vor

2 Minuten Lesezeit (404 Worte)

„Was war? Was kommt? Und was gilt es Ihrer Ansicht nach noch zu berücksichtigen?" Antworten auf diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Kick-Off-Veranstaltung zum Realisierungsbeginn des Projektes „Leben an der Vils", zu der das Baureferat nach intensiver Bürgerbeteiligung einen Planungswettbewerb durchgeführt hatte.


Gemeinsam mit den Wettbewerbssiegern – Florian Walter und Fabian von Ferrari von der FFFW Architektenpartnerschaft Berlin, Amelie Rost vom Hamburger Architekturbüro Rost.Niederehe sowie Landschaftsarchitekt Andreas Kurths – hießen die verantwortlichen Mitarbeiter Bärbel Neumüller und Wolfgang Zehend nun Vertreter verschiedener Fachvereine und -verbände im Amberger Rathaus willkommen, um von ihnen Feedback zu erhalten.

Oberbürgermeister Michael Cerny hatte es übernommen, die Anwesenden nach seiner Begrüßung kurz auf die Thematik einzustimmen. „Die Vils durchschneidet unsere Altstadt und teilt sie in zwei Hälften. Der Fluss, der in früheren Zeiten große Bedeutung hatte, ist heute im Stadtgebiet in weiten Teilen nicht mehr erlebbar“, stellte er fest und machte deutlich, dass darum wieder ein Zugang zur einstigen Lebensader geschaffen werden müsse.

Während dies im südlichen Bereich mit dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau bereits geschehen ist, hat man mit dem vor frei Jahren gestarteten Projekt „Leben an der Vils“ den nördlichen Teil des Flusses in den Blick genommen. Ziel ist es nun, mittels verschiedener Maßnahmen unterschiedliche Bereiche zu verbinden und einen Erholungsraum für die Bürgerinnen und Bürger entstehen zu lassen, erläuterte im Anschluss an die Einführung Fabian von Ferrari.

Um dies zu erreichen, hat die siegreiche Architektengemeinschaft das „Leitbild des metaphorischen Bandes“ gewählt, das der gebürtige Amberger weiter erläuterte: „Wir wollen Stadt und Grün verbinden, die Ränder schärfen und Kanten zeigen sowie Bestehendes stärken und durch zusätzliches Angebot ergänzen, um Barrieren abzubauen.“

Grundidee ist eine durchgängige Wegeverbindung, die als flächiger Weg, gespannter Steg, aufgefächerte Uferterrasse und schwimmender Ponton „virtuos durchdekliniert“ wird. Zusätzlich ist geplant, Funktionsbereiche für Spiel, Sport und Naturnähe einzurichten und Angebote für die einzelnen Nutzungsformen zu machen. Sämtliche Maßnahmen sind darauf angelegt, die Bereiche zu einem Erholungsraum zusammenzuführen und die Vils von der Innenstadt aus über die angrenzenden Landschaftsräume bis in den regionalen Raum hinein zu verweben.

In einer lebhaften Diskussion, an der sich unter anderem Tourismusfachleute sowie Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes, des Landschaftspflegeverbandes, des Landesbundes für Vogelschutz, des Fischereivereins und der Kanufreunde beteiligten, wurden einige der Vorschläge und Ideen anschließend nochmals einer genaueren Betrachtung unterzogen und jeweils aus der fachspezifischen Perspektive beleuchtet. Die Anregungen werden nun in die Überlegungen mit einbezogen, wenn es darum geht, einen Vorentwurf in mehreren Varianten für die spätere Umsetzung zu erarbeiten.

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