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"Markus will leben": 1526 Personen ließen sich bei Typisierungsaktion testen

"Markus will leben": 1526 Personen ließen sich bei Typisierungsaktion testen

3 Minuten Lesezeit (542 Worte)

Das ganze Dorf Wolfsegg war auf den Beinen - aber was heißt das ganze Dorf? Auch die Vereine und Bewohner der Nachbargemeinden halfen am Samstag zusammen, um dem Ansturm der Menschen, die sich typisieren lassen wollten, Herr zu werden. Der Hintergrund: Markus Metzger aus Wolfsegg ist an Leukämie erkrankt und dringend auf einen Stammzellenspender angewiesen.

Metzgers Leben hängt am seidenen Faden. Aber er ist nicht alleine. Am letzten Samstag im April ließen sich 1526 Personen typisieren. Initiiert hatte die Aktion Manfred Schmid, der Vorsitzende des Sportvereins. Und alle packten mit an. „Es war unglaublich“, schwärmt Schmid, obwohl er schon den ganzen Tag auf den Beinen war. Insgesamt waren 130 Helfer vor Ort, um die Typisierung über die Bühne zu bringen. Sage und schreibe 145 Kuchenspenden waren in der Schulturnhalle abgegeben worden und 140 Kisten Getränke wurden zur Verfügung gestellt, die zu Gunsten der Typisierungsaktion an die eventuellen Stammzellenspender abgegeben wurden. Manfred Schmidt war am Ende ganz überwältigt vom Zusammenhalt und der Hilfsbereitschaft, die hier gezeigt wurde.

Aber jede Typisierung kostet Geld. Bisher wurden rund 27.000 Euro gesammelt. Die größte Einzelspende kam mit 6000 Euro von der Arbeitsgruppe Vereine. Am Tag der Typisierung kamen stolze und schreibe 25.785 Euro, inklusive der Erlöse aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf, zusammen. Kommende Woche erwarten die Helfer noch einen Spendenscheck des BfV in Höhe von 2000 Euro.

Das ist aber nicht alles: Am Muttertag, 8. Mai, findet ab 17 Uhr (Einlass 16 Uhr) auf dem Festgelände in Wolfsegg ein Benefizkonzert zugunsten der Aktion „Markus will leben“ statt. Mitwirkende sind "D’Raith Schwestern und da Blaimer", Schmarrnkerl & Funkerl, der "Froschhax'n Express" und Special Guests. Weiterhin gibt es eine Autogrammstunde mit Brigitte Walbrun (Rosi Brunner aus "Dahoam is Dahoam"). Die Moderation übernimmt Jürgen Kirner von der Couplet AG. Karten zu je 22 Euro im Vorverkauf und 24 Euro an der Abendkasse sind bei Bäckerei Seidl und beim Berggasthof Kumpfmüller in Wolfsegg sowie bei Immobilien Bär in Duggendorf erhältlich.

Wer möchte, kann die Aktion auch finanziell unterstützen. Für die Typisierungsaktion „Markus will leben“ wurde bei der Raiffeisenbank Hemau-Kallmünz eG ein Spendenkonto eingerichtet: IBAN: DE20750690610002723425 - BIC:  GENODEF1HEM.

Nun hoffen alle, dass bei der Typisierungsaktion ein geeigneter Spender für Markus Metzger dabei war. Und wie geht es dann weiter, wenn nun ein adäquater Stammzellenspender gefunden wird? In diesem Fall erfolgt zunächst eine eingehende ärztliche Voruntersuchung, um gesundheitliche Risiken für Spender und Empfänger auszuschließen. Es gibt zwei Verfahren zur Gewinnung von Stammzellen: die sogenannte periphere Stammzellentnahme und die Entnahme von Knochenmark (nicht Rückenmark!) aus dem Beckenkamm.

In etwa 80 Prozent aller Fälle wird die periphere Stammzellentnahme durchgeführt. Dem Spender wird über mehrere Tage G-CSF, ein körpereigener hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor), gegeben. Dieser Stoff, der vom Körper zum Beispiel auch bei fiebrigen Infekten produziert wird, stimuliert die Produktion der Stammzellen und bewirkt, dass sich vermehrt Stammzellen im fließenden Blut befinden. Diese können dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden.

Diese Methode wird in der Medizin seit 1988 angewendet, beim gesunden Menschen seit 1994. Langzeit-Nebenwirkungen sind nach dem heutigen Forschungsstand bei der Stimulation mit G-CSF nicht belegt. Bei der wesentlich seltener durchgeführten Knochenmarkentnahme wird dem Spender unter Vollnarkose rund ein Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen entnommen und dem Patienten übertragen. Das entnommene Knochenmark bildet sich innerhalb von 14 Tagen vollständig nach.

 

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