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Maxhtte-Haidhof-setzt-als-Helfer-auf-Meisen-2.jp_ Die Nistkästen werden im Beisein von Erstem Bürgermeister Rudolf Seidl (rechts) und Bauhofleiter Thomas Heider an Bäumen unter anderem im Stadtpark von den beiden Bauhofmitarbeitern Uli Pretzl und Christian ihring angebracht. Fotos: Anita Alt, Stadt Maxhütte-Haidhof

Maxhütte-Haidhof hofft auf Meisen als Verbündete

2 Minuten Lesezeit (315 Worte)
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Maxhütte-Haidhof. Nach einem Vorbild in den Niederlanden setzt man nun in Maxhütte-Haidhof auf Blau- und Kohlmeisen, die auf natürliche Weise gegen den Eichenprozessionsspinner im Stadtgebiet vorgehen sollen.


Während viele Kommunen auf Absaugung der Nester und Giftspritzen setzen, lassen sich nun die Arbeiterinnen und Arbeiter vom Maxhütter Bauhof ganz einfach helfen, um die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners einzudämmen.

Erster Bürgermeister Rudolf Seidl hat dafür in der Schreinerei am Bauhof 48 Nistkästen für Meisen und Rotkehlchen bauen lassen, damit die Vögel eine gute und sichere Nestbaumöglichkeit vorfinden.

Wie bereits vor einigen Jahren erforscht wurde, fressen diese Vögel die jungen Eichenprozessionsspinner-Raupen, die im frühen Entwicklungsstadium noch keine so giftigen Haare aufweisen. Im Jahr 2017 wurde in den Niederlanden jedoch zum ersten Mal festgestellt, dass Kohlmeisen nicht nur die jungen Raupen fressen, sondern auch die bereits älteren Raupen mit Brandhaaren. Die Kohlmeisen haben also scheinbar eine Möglichkeit gefunden, wie sie die Brandhaare vor dem Fressen entfernen können. Ein guter Grund, Meisen zu unterstützen und sie bei der natürlichen Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aktiv mit einzubeziehen.

„Die Raupen des Eichenprozessionsspinner verursachen nicht nur teilweise schwere Schäden an Bäumen, sondern tragen vor allem durch ihre giftigen Härchen und die in den letzten Jahren immer größer werdenden Populationen zu einer erheblichen Gesundheitsgefährdung unserer Bevölkerung bei. Dagegen müssen wir etwas tun. Wenn es naturschonender ist, umso besser", so Bürgermeister Rudolf Seidl im Gespräch und dankte Schreiner Uli Pretzl und Klaus Weiß (nicht im Bild) sowie Elektriker Andreas Meier für die Herstellung der 48 Nistkästen.

„Sicherlich werden wir aber auch dieses Jahr auf das Absaugen der Raupennester Jahr nicht ganz verzichten können, aber ein kleiner Baustein für den Naturschutz ist es allemal", so Bürgermeister Seidl.

Die Nistkästen werden nun an Stellen aufgehängt, wo in den letzten Jahren vermehrt Nester von Eichenprozessionsspinnern festgestellt worden sind.

Schreiner Uli Pretzl und Elektriker Andreas Meier (von links) haben die Nistkästen gebaut.
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