Maximilian Zepf im Ruhestand: Ein Stück Raiffeisen-Geschichte

Mit dem Ruhestand von Maximilian Zepf geht eine Ära der Raiffeisenbank-Geschichte in der Oberpfalz zu Ende. In rund 17 Jahren am Ruder der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG konnte Zepf das damals als Sanierungsbank bezeichnete Institut entscheidend auf die erfolgreiche Bahn bringen. In seiner Zeit hat sich die Bilanzsumme um 58% erhöht, das Kundenkreditvolumen um 25%.

Am Freitag nun wurde Zepf in der Schwarzachtalhalle in Neunburg vorm Wald feierlich verabschiedet.

In der abgedunkelten Halle – es hatte knapp dreißig Grad – genossen die geladenen Gäste das Menü, bevor der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Köhler seine Laudatio über das reiche Leben von Maximilian Zepf hielt. Er schickte nach eigenen Worten den bekennenden Großbritannien-Fan Zepf, auf dessen privaten Feiern schon mal ein Jaguar auf der Terrasse oder britisch-rote Telefonzellen im Gästeraum standen, in die Lebensphase des „365-Tage-Urlaubs“.

Der im Jahr 2000 ernannte Bankdirektor kann auf einen bemerkenswerten Werdegang zurückblicken - dieser begann 1978 beim Genossenschaftsverband Bayern und führte ihn vom Oberrevisor, zum Bezirksanwalt, bis hin zum Bezirksdirektor, um dann für 17 Jahre die Führungsrolle bei der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG zu übernehmen.

Goldene Ehrennadel für Maximilian Zepf.

Zusätzlich engagierte sich Zepf ehrenamtlich als mehrfacher Verbandsrat, seit 2005 als Bezirkspräsident des Bezirksverbandes Oberpfalz und Vorstandsmitglied im F. W. Raiffeisen-Förderverein. Eine lange und noch nicht einmal vollständige Liste. Seinen tatkräftigen Einsatz im Genossenschaftswesen würdigte Dr. Alexander Büchel mit der höchsten Auszeichnung, die die Genossenschaftsorganisation zu vergeben hat, der Goldenen Ehrennadel des DGRV. Zum Abschied bedankten sich seine Vorstandskollegen Thomas Stalla und Michael Köstler samt Belegschaft sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Köhler mit der Feier.