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Milchhof Schwarzenfeld: Enormer Anstieg bei Wasserverbrauch möglich

Milchhof Schwarzenfeld: Enormer Anstieg bei Wasserverbrauch möglich

4 Minuten Lesezeit (870 Worte)

Bei einer Bürgerversammlung informieren Bürgermeister und Verwaltung den Bürger über die Vorgänge innerhalb der Kommune. Dies tat auch Manfred Rodde, Bürgermeister der Marktgemeinde Schwarzenfeld, am 1. Februar im Sportpark ausführlich. Die Betriebskläranlage des Milchhofes soll heuer noch anlaufen und die kommunale Kläranlage entlasten. Für die Zukunft könnte der Wasserverbrauch der Naabtaler Milchwerke enorm steigen.


Zahlen und Daten bildeten den Anfang, die Bevölkerung ist leicht rückgängig. Zwar wird die dies  abgefangen durch regen Zuzug von Familien und Fachkräften, das alleine reicht aber nicht aus, um die leicht negative Entwicklung der letzten Jahre zu kompensieren.

Ca. 13 Millionen Euro umfasst der Haushalt, wobei ein Löwenanteil auf die Einkommenssteuer fällt, Tendenz steigend. Die Schlüsselzuweisung betrug 1,8 Millionen Euro in 2015. Überschüsse konnten  vor allem beim Wasserhaushalt gebildet werden. So war die Kommune in der Lage, ihre Schulden über die letzten Jahre teilweise abzubauen, mehr noch, auch der Millionen-Betrag, der für die neue Heimat der FFW aufgebracht werden musste, konnte gestemmt werden. Das alles hat zur Folge das die Zinsbelastung enorm gesenkt wurde.


Einsparungen gab es auch, aber die der willkommenen Art. Energiekosten spart man in Schwarzenfeld besonders durch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED und andere energiesparende Leuchtmittel, so können rund 35.000 Euro im Jahr eingespart werden. In der Schwimm- und Turnhalle wurde ein Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen was 34% der Energiekosten einspart das entspricht ca. 21.000 Euro im Jahr, und darüber hinaus noch Strom für den Betrieb produziert. So soll es auch weitergehen, das nächste Projekt ist das Rathaus selbst. Fenster, Vollwärmeschutz, Heizung, Beleuchtung. Energetisch saniert soll die Heimat von Marktrat und Verwaltung werden und das Ganze auch mit dem Höchstsatz gefördert.

In Sachen Bauprojekte gibt es noch eine Aufgabe, derer man sich annimmt: die Schwarzenfelder Schule. Die Schülerzahl der Grund- und Mittelschule ist zwar von 800 Schülern im Jahr 2001 auf 451 in 2015 gesunken, trotzdem will man die drei bestehenden Schulgebäude erhalten und in einer sogenannten kleinen Generalsanierung für 6,4 Millionen Euro herrichten. Auch hier stehen Heizung, Lüftung, Fenster und Dämmung auf dem Programm. Aber auch behindertengerechte Zugänge, und eine neue WC Anlage in den älteren Gebäudeteilen sowie eine Brandschutzertüchtigung im neusten Teil sind mit einbezogen. Man plant mit Beginn in 2016 und möchte dann jedes Jahr bis einschließlich 2019 ca. 2 Millionen investieren, bis die Maßnahme abgeschossen ist. Die Alternative wurde gewählt da ein Neubau mit rund 13 Millionen und eine Kernsanierung mit 11,8 Millionen zu Buche schlagen würde, die  darüber hinaus dann noch in einem Haushalt untergebracht werden müssten.

Ein wichtige Themenpunkt waren die Informationen rund um die Kläranlage. Zusammen mit dem im Streitfeld neu entstandenen Hochregallager der Naabtaler Milchwerke und deren Kapazitätsausweitung kommt die kommunale Kläranlage nun trotz zahlreicher Übergangs- und mobiler Ausbaumaßnahmen, die, und das betonte Rodde noch einmal ausdrücklich, von der Molkrei Bechtel in voller Höhe getragen werden, an ihre Grenze. Ursprünglich für 20.000 Personeneinheiten konzipiert,  muss sie derzeit mit allerlei Zusatzhilfe 40 bis 60.000 Einheiten abarbeiten. Es leuchtet ein, dass dies kein Dauerzustand sein kann. So hat man sich entschlossen,  den Gewerbebetrieb von der Einspeisungsverpflichtung zu lösen um ihm so eine Betriebskläranlage zu ermöglichen.

Diese soll noch in 2016 ihren Betrieb aufnehmen und entsteht direkt neben der vorhandenen Anlage. Den dann nötigen Rückbau der kommunalen Kläranlage auf 10.000 Personeneinheiten schultert ebenfalls die Molkerei, so der Bürgermeister. Von da an gehen beide Partner in der Abwasserentsorgung getrennte Wege. Nicht jedoch in der Wasserbeschaffung. Rund 70% des geförderten und aufbereiteten Wassers nimmt ebenfalls der Milchhof, wie ihn die Schwarzenfelder nennen, ab. Das sind 450.000 Kubikmeter im Jahr. Was heute für einen Überschuss in der Wasserkasse sorgt, kann aber in Zukunft problematisch werden. Prognosen zufolge kann der Verbrauch mit der Produktionssteigerung in den nächsten Jahren auf 2 bis 2,5 Millionen Kubikmeter steigen.

Sollte das so kommen, wird es schwierig werden, diese Menge bereitzustellen, gab Rodde unumwunden zu. Dann muss eine Lösung gefunden werden, denn auf die Einnahmen der Gewinnung will man nicht verzichten, zumal sie dazu verwendet werden sollen, die  durch die Umstellung der Klärwege steigenden Gebühren zu kompensieren. Wo diese dann in Summe landen, ist jedoch noch nicht genau zu sagen, dass so Rodde müssen die nächsten Jahre zeigen.

Ein weiteres schwieriges Thema in Schwarzenfeld ist de Ausweisung neuer Baugebiete. Der Grund ist, dass es rund 204 freie erschlossene Baugrundstücke gibt. Allein Bautätigkeit ist dort nicht zu verzeichnen. Seitens der Kommune hat man deswegen die Grundstückseigentümer angeschrieben um zu erfragen ob und wann ein Bau in Frage kommt oder ob die Liegenschaften zu erwerben sind. Der Rücklauf der Antworten war gut, das Ergebnis doch eher ernüchternd. Nur 20% können sich einen Bau in den nächsten Jahren vorstellen, verkaufswillig sind aber ebenfalls nur 14 Grundstückseigentümer. Hier versucht die Gemeinde einen Ankauf.  Anders sieht es bei Gewerbeflächen aus. Das Gewerbegebiet Nord-West soll baldmöglichst weiter  erschossen werden. Dort entstehen weitere 47.000 qm Gewerbefläche.

Danach gab es Gelegenheit für Anfragen und Fragen, die wichtigsten darunter bezogen sich auf die Leerstandspolitik der Gemeinde und die Sicherheitsaspekte bzw. die Neugestaltung des Fußgängerüberweges am Bahnhof. Beides, so Rodde, ist in Arbeit. Zum ersten hat man die Erstellung eines sogenannten ISSEK Konzeptes in Auftrag gegeben. Beim Überweg habe man bereits zusammen mit der DB AG enorme Verbesserungen erreicht, eine Neugestaltung müsse jedoch im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Hof ins Auge gefasst werden.

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