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Mitarbeiter beenden ungebetenen Klinikbesuch einer offenkundig verwirrten Frau

2 Minuten Lesezeit (415 Worte)
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Schwandorf. Mitarbeiter des Krankenhauses St. Barbara Schwandorf haben am Dienstagnachmittag schnell und umsichtig reagiert: Dank des besonnenen Verhaltens konnte ein dreister und raffinierter Eindringling gestoppt und der Polizei übergeben werden. Die offenkundig verwirrte Frau wurde außerdem – da sie um medizinische Hilfe gebeten hatte – in der Zentralen Notaufnahme der Klinik versorgt.


Die Frau war am späten Dienstagnachmittag über eine kurzzeitig geöffnete Nebentür in das Krankenhaus und von dort weiter in den Wäschebereich gelangt. Hier entnahm sie Arztkittel und -hose, zog diese Dienstkleidung an und gab sich damit Mitarbeitern gegenüber unter anderem als Hebammenschülerin oder Ärztin aus.

So verkleidet gelangte die Frau im Krankenhaus auf verschiedene Stationen. Sie verwickelte dort mehrere Mitarbeiter in Gespräche und bot ihre Unterstützung an. Unter anderem wollte sie sich am Abräumen des Essensgeschirrs beteiligen. Sie hinterließ dabei zunächst einen kompetenten und selbstbewussten Eindruck.

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Auf der Wöchnerinnenstation bot die Frau als vermeintliche Hebammenschülerin einer Pflegefachkraft, die gerade ein Kind wickelte, Hilfe an. Als die Pflegefachkraft dem Rufsignal einer Patientin folgte, blieb die Frau allein im Kinderzimmer.

In der kurzen Zeit, in der sie allein im Raum war, nahm die Frau ein mobiles Bettchen mit einem Kind und bewegte sich damit wenige Minuten im Krankenhaus umher. Sie wurde von aufmerksamen Mitarbeitern zur Rede gestellt und gestoppt. Von am Krankenhaus tätigen Security-Fachleuten wurde der Eindringling vorläufig festgesetzt. Das Kind kam unverzüglich und unversehrt zurück zur Mutter, die sogleich über den Vorfall informiert wurde.

Die eingedrungene Frau hatte der Wahrnehmung der Mitarbeiter nach zu keinem Zeitpunkt Anstalten gemacht, das Gebäude in Begleitung des Kindes zu verlassen. Über den Zweck ihres Eindringens machte sie keine Angaben.

Nachdem sie gestellt wurde, sprach die Frau kaum und artikulierte sich nur in unzusammenhängenden Sätzen. Sie vermittelte offensichtlich einen verwirrten Eindruck. Im weiteren Verlauf gab sie an, medizinische Behandlung zu benötigen. Sie wurde daher in der Zentralen Notaufnahme untersucht und versorgt, ehe sie von alarmierten Polizisten vom Krankenhausgelände gebracht wurde. Die Frau muss jetzt mit einem staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren rechnen.

Geschäftsführer Dr. Martin Baumann spricht den Angestellten des Krankenhauses ausdrücklich Lob aus: „Unsere Sicherheitsvorkehrungen haben gut funktioniert. Die Mitarbeiter waren sehr achtsam und haben, als sie den Vorfall bemerkten, sofort reagiert. Alle erforderlichen Schritte wurden eingeleitet, die Mitarbeiter haben beherzt eingegriffen." Dr. Baumann bedauert, dass die Frau überhaupt in die Nähe von Patienten gekommen sei. Das Gebäude werde zwar geschützt, sei aber immer noch ein Krankenhaus. Die Situation, betont der Geschäftsführer, konnte jedoch schnell bewältigt werden. Das sei insbesondere den Mitarbeitern zu verdanken, die auch für solche ungewöhnlichen Situationen sensibilisiert sind. 

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