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Nach 39 Jahren nimmt der Regentalbischof Josef Vogl seinen Abschied

Nach 39 Jahren nimmt der Regentalbischof Josef Vogl seinen Abschied

3 Minuten Lesezeit (688 Worte)

Ramspau. Vor 39 Jahren kam ein junger Pfarrer nach Ramspau Josef Vogl. Wo bin ich hier gelandet, so Vogl. Die Kirche, der Pfarrhof, der Kirchenchor; all das passte nicht so richtig in sein Weltbild. Aber er wäre nicht Josef Vogl, wenn er nicht die Kraft hätte, dies in seinem Sinne zu ändern.

Der Generalvikar Fritz Morgenschweiß stellte ihn den Ramspauern 1979 vor und gab gleich auch die Bewilligung von Geldern für die Renovierung des Pfarrhofes bekannt. Und so ist er als Baumeister in die Geschichte von Ramspau eingegangen. Es gab nichts in der kirchlichen Gemeinde, was er nicht angefasst hätte. Wer in die Kirche Ramspau geht, ist immer wieder begeistert. Selbst Fremde lassen sich dort gerne trauen. Der Pfarrhof wurde zu einen Heim umgebaut und auch eine Aussegnungshalle geschaffen. Bei der Weihe des Pfarrheim-Anbaus war sogar der Päpstl. Nuntius und Erzbischof von Papua Neuguinea Dr. Hans Schwemmer anwesend. Anfangs war Vogl auch für die Pfarrei Kirchberg zuständig. Auch dort baute er das Pfarrheim um. Nach Weggang von Pfarrer Josef Ahrends, vor drei Jahren, war er wieder für Kirchberg zuständig. Das erste, was er veranlasste, war der Bau einer Urnenwand. Die Renovierungen der Filialkirchen in Heilinghausen und Hirschling runden das Baumeisterbild ab.

Bei seinen runden Geburtstagen oder Jubiläen wollte er keine Geschenke; nur Geld. Dies nahm er aber nicht für sich, sondern für die Ausstattung der Gotteshäuser. Somit ist ein Teil davon auch von den Bürgern und Vereinen.

Josef Vogl wurde 1946 in Hohenfels geboren. Nach der Volksschule trat er ins Knabenseminar Obermünster in Regensburg ein. Am 29. Juni 1974 wurde er im Regensburger Dom zum Priester geweiht. Nach vier Jahren Kaplan in der Pfarrei Dreifaltigkeit Amberg, wurde er am 01. Januar 1979 zum Pfarrer von Ramspau und zum Pfarrprovisor von Kirchberg ernannt. Angedacht war eine Verweildauer von ca. fünf Jahren. Er sah aber immer die Aufgabe eines Landpfarrers schöner und interessanter an, als die eines Stadtpfarrers. „Hier bist du für alles zuständig.“, so Pfarrer Vogl vor einigen Jahren. „Wenn man eine gute Idee hier vor Ort hat, machen alle mit. Das ist noch Volkskirche.“, so Vogl weiter.

Pfarrer Vogl war aber auch Kreis-Präses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und Kämmerer des Kapitels Burglengenfeld. Hier und in der Pfarrei zeigte er, wie man gut und vernünftig mit Geld umgehen kann.

Nun war es Zeit Abschied zu nehmen. Ein Festgottesdienst und ein Festakt beschlossennun seine langjährige Tätigkeit als Pfarrer von Ramspau und Kirchberg. Die kirchlichen und weltlichen Vereine begleiteten ihn auf diesen letzten offiziellen Weg und sagten vielfältig Dank. „Die Pfarreien glänzen.“, so die Sprecher der Pfarrgemeinden Ramspau und Kirchberg, Florian Ernst und Karlheinz Dommer. „Das haben wir ihnen zu verdanken. Sie haben die Pfarreien zusammengehalten. Sie haben für ein lebendiges Pfarrleben gesorgt. Nicht nur mit Gottesdiensten, nein auch mit Festen. 38 Pfarrfeste, das Floriansfest für die Feuerwehren oder das Patronatsfest des Heiligen Laurentius. Viele von denen, die in diesem Saal sind, haben sie getauft und auch getraut. Für das alles sagen wir Ihnen Dank.“

Auch Bürgermeister Siegfried Böhringer bedankte sich für die geleistete Arbeit in den 39 Jahren Tätigkeit als Pfarrer im Regental. Wenn ich aufzählen sollte, was Pfarrer Vogl alles getan und geleistet hat, würden wir heute Abend noch hier sitzen. Einen besonderen Dank, sprach er aber nochmal für die Organisation bei der 1000-Jahrfeier Ramspau im Jahre 2001 aus. Das war eine beeindruckende Veranstaltung, die in den Erinnerungen bleibt. Die Fußstapfen die Pfarrer Vogl hinterlässt, sind sehr groß.

Der Pfarrer Josef Schottenhammel von Regenstauf überbrachte dann auch noch die Grüße und den Dank von Bischof Rudolf Vorderholzer und übergab die Dankmedaille der Diözese.

Die Oid-/Neiramschpau´r Feiaweah Kapelle ließ seine Zeit in Ramspau noch mal mit feinsinnigen Liedern Revue passieren und machte ihn, weil es nichts kostet, zum „Ähren-Mitglied“.

Zum Schluss bedankte sich Pfarrer Vogl, für die vielen schönen Worte. Er bedankte sich aber auch dafür, dass er so lange in dieser wundervollen Gemeinde Ramspau sein konnte. Die Bevölkerung, die Vereine, alle haben ihn unterstützt. Ohne dem wäre es nicht gegangen. Einen besonderen Dank sprach er seiner Bürokraft und Haushälterin Frieda Haneder aus, die 38 Jahre für ihn gearbeitet hat. Nun gehe er in den Ruhestand, bleibe aber Ramspau treu.

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