Neue Arbeitsplätze: Spatenstich bei Carbon Cycle

Neue Arbeitsplätze: Spatenstich bei Carbon Cycle

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Dunkle Wolken zogen am Donnerstagmorgen über das Vilstal. Und es regnete, als Riedens Bürgermeister Erwin Geitner beim Spatenstich an der Schwandorfer Straße in Vilshofen betonte „Wir freuen uns, dass sich Carbon Cycle in unserer Marktgemeinde ansiedelt, dass dadurch auch Arbeitsplätze geschaffen werden“. Damit, fügte er an, sei nun der letzte Bauplatz im Gewerbegebiet veräußert.

„Es war ein langer Weg, aber es kam alles so wie wir es wollen,“ blickte Carbon Cycle-Geschäftsführer Gerhard Büttner auf das langwierige Baugenehmigungs- und emissionsrechtliche Verfahren zurück, welches das Projekt seit Grunderwerb Anfang 2015 durchlief. Er sagte: „Wir werden Kohle machen, Pflanzenkohle als Nahrungsergänzung für Tiernahrung bei Rindern, Pferden, Schweinen und Geflügel“.

Kurz hielten sich die Grußwortredner. Landrat Richard Reiser freute sich, „dass hier Kohle gemacht werden wird“. Er hoffe, dass dann auf dem Weg über die Gewerbesteuer auch „Kohle“ beim Landkreis ankommen werde. Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl wünschte Geschäftsführer Gerhard Büttner und seinen Mitgesellschaftern Michael Wieder, Dr. Rudolf Zeitler und Martin Eckl unternehmerischen Erfolg.

Strobls Frage „Wie aber kommt man als Banker auf die Produktion von Kohle?,“ beantwortete Bütter einleuchtend: Weltweit werde dieses Produkt nachgefragt, „überall schreit man nach ihr,“ und Carbon Cycle werde sie in Deutschland als erste produzieren.  Sein Dank, fügte der Geschäftsführer an, gelte neben der Marktgemeinde Rieden Architekt Bernhard Rall aus Amberg, Planer Dr. Manfred Romalla von Steiner & Trösch Amberg, Thomas Lähr von Pyreg Koblenz, die für die technische Anlage verantwortlich zeichnen, sowie dem Bauunternehmen Alfred Arbogast, „welches Tief- und Hochbau übernimmt und schon eifrig am Arbeiten ist“.

Er hoffe, so Gerhard Büttner, „dass wir bis Ende Oktober in Betrieb gehen können“. Für die Volks- und Raiffeisenbank Amberg dankte Vorstand Dieter Paintner mit „Wir helfen, wo wir können“ für das Vertrauen und wünschte unfallfreien Bau. Von Bürgermeister Erwin Geitner war zu erfahren, dass die  61 mal 31 Meter große Fabrikationshalle in Fertigbauweise erstellt werde. Zudem werde eine 20 mal 40 Meter große Werkstatt mit Bürotrakt erstellt. Sechs Pyreg-Reaktoren zur Gaserzeugung arbeiteten mit 750o C zur Karbonisierung fester Biomasse. Die Abgasenergie werde zur Erwärmung der Biomasse, die Restenergie zur Stromerzeugung verwendet.

Hintergrund:

Pflanzenkohle kann als Siliermittel, als Futtermittel, in der Einstreu, zur Güllebehandlung und als Kompostzusatz eingesetzt werden. In all diesen Anwendungsbereichen soll Pflanzenkohle nicht nur die Qualität des Endprodukts verbessernsondern nach Möglichkeit auch die klima-und umweltschädlichen Verluste von Nährstoffen reduzieren. Die Nutzung von Pflanzenkohle in der Tierhaltung wurde erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt und wird seitdem verstärkt genutzt. Zuvor galt aktivierte Pflanzenkohle insbesondere als Tierarznei bei Verdauungsstörungen und Vergiftungen. Die regelmäßige Fütterung dient der Verbesserung der Leistung, der Wirtschaftlichkeit, der Nährstoffausnutzung des Futters und des Wohls intensiv gehaltener Tiere.


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